Steckbrief: Sinabung

Lage: 3.17°N   98.392°E, Indonesien
Höhe: 2460 m
Art: Stratovulkan
Typ: Inselbogen-Vulkan
Petrographie: Andesit, Dacit
Ausbruchsart: Vulcanisch, PF, Lahar
Status: Red
 
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 Gunung Sinabung auf Sumatra

Der Vulkan Sinabung liegt im Norden der indonesischen Insel Sumatra und gehört zum Sundabogen. In nur 25 km Entfernung befindet sich der Supervulkan Toba. Die nächst größere Stadt ist Berastagi. Dort gibt es auch einigen Tourismus. Ebenfalls in Sichtweite liegt der Vulkan Sibayak.

Da der Vulkan zuletzt vor mehr als 400 Jahren ausbrach ist über sein Ausbruchsverhalten wenig bekannt. Der Sinabung war nie Objekt ausführlicher Studien und die Geologie der Region wird vom Supervulkan Toba geprägt. Selbst das vulkanologische Institut von Indonesien schenkte dem Vulkan bisher wenig Beachtung; so gibt es zur Zeit relativ wenige Fakten zu Berichten:

Der 2460 m hohe Stratovulkan Sinabung entstand im Holozän und besitzt 4 Krater im Gipfelbereich. Diese sind entlang einer Nord-Süd verlaufenden Störungszone aufgereiht. Der Krater am Südende der Störung ist der jüngste Krater. Von ihm gehen auch die Eruptionen aus, die am 27.August 2010 begannen. Fotos zeigen das an einigen der Paroxysmen 2 Förderschlote beteiligt waren. Ob sich beide Schlote in einem Krater befinden, oder ob ein weiterer Krater involviert ist bleibt zunächst unklar.
Als Subduktionszonen-Vulkan eines aktiven Inselbogens fördert der Sinabung andesitische und dazitische Lava. Dieser Chemismus des Magmas deutet auf hochexplosive Eruptionen hin. Möglicherweise ist mit plinianischen Eruptionen zu rechnen. Denkbar wäre auch die Entstehung eines Lavadoms und peleanische Eruptionen.


Gunung Sinabung   © NASA

Beim Ausbruch im Jahr 1600 flossen auf den Vulkanflanken zahlreiche Lavaströme hinab. Eine unbestätigte Eruption könnte sich 1881 ereignet haben, denkbar wäre aber auch, dass zu diesem Zeitpunkt der Nachbarvulkan Sabayak aktiv war.
1912 entstanden im Gipfelbereich und in einem steilen Tal auf der Flanke Fumarolen, die auch heute noch aktiv sind. Bilder zeigen großflächige Schwefelablagerungen und anhaltende fumarolische Aktivität.