Costa Rica


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 Vulkane in Costa Rica

Arenal: Lage: 10.46°, -84.703, Höhe: 1.657 m, Art: Stratovulkan

Irazú: Lage: 9.976°, -83.854°, Höhe: 3.432 m, Art: Stratovulkan

Poás: Lage: 10.20°, -84.23°, Höhe: 2.708 m, Art: Komplexvulkan

Rincon de la Vieja: Lage: 10.828°, -85.351, Höhe: 1.916 m, Art: Stratovulkan

Turrialba: Lage: 10.022°, -83.763, Höhe: 3.325 m, Art: Stratovulkan
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 Costa Rica - Land zwischen den Ozeanen

Costa Rica ist ein kleines Land in Mittelamerika, dass von 2 Ozeanen begrenzt wird: Im Westen brandet der Pazifische Ozean an die Küste, im Osten ist es der Atlantik. Selbst der Name des Landes ist ein Hinweis auf seine Lage. Costa Rica heißt so viel wie "reiche Küste" ; war es früher das Gold der Azteken, das die spanischen Eroberer nach Costa Rica lockte, so ist es heute die Natur, die zahlreiche Besucher in das kleine Land zwischen den Ozeanen anzieht. Die Touristen kommen nicht nur wegen der tropischen Flora und Fauna des Landes, oder den herrlichen Stränden und Tauchrevieren, sondern auch wegen den zahlreichen Vulkanen.

Für den Vulkanismus des Landes ist seine Lage zwischen den Ozeanen von besonderer Bedeutung. Auf der Pazifikseite im Westen drückt die ozeanische Cocos-Platte gegen die kontinentale Karibische Platte des Festlandes und taucht unter diese ab. Die ozeanische Kruste dringt dabei bis in den Erdmantel ein und wird teilweise aufgeschmolzen. Ein Teil der Schmelze steigt hinter der Subduktionszone auf und tritt an den Vulkanen aus. Diese bilden den typischen vulkanischen Bogen eines Küstengebirges.

Typisch für die Vulkane Costa Ricas ist die Förderung von intermediären Schmelzen wie Andesit. Diese Lavaart ist deutlich zähflüssiger als etwa Basalt, aber dennoch etwas fließfähig. So neigen die Vulkane des Landes zu explosiven Ausbrüchen, allerdings können auch zähflüssige Lavaströme entstehen. Da sich in vielen Kratern Seen gebildet haben (in Costa Rica gibt es hohe Niederschläge) sind phreatische Eruptionen und Lahare keine Seltenheit.

Geologisch gesehen ist Costa Rica ein junges Land: erste Vulkaninseln entstanden im Bereich des heutigen Mittelamerikas vor 140 Millionen Jahren. Gleichzeitig begann sich der Meeresboden anzuheben und die Vulkaninseln verschmolzen zu einer Landmasse.

Heute gliedert sich das Küstengebirge (Kordilliere) in 2 Abschnitte: die Zentralkordilliere mit den Vulkanen Poás, Irazú und Turrialba, sowie die Kordelliere Guanacaste mit den aktiven Vulkanen Rincón de la Vieja und Arenal.

Vulkane in Costa Rica

Irazú

Turriallba



Arenal

Der Arenal ist seit seinem letzten größeren Ausbruch im Jahr 1967 daueraktiv. Allerdings ist seine Aktivität seit Herbst 2011 rückläufig. Zuvor manifestierten sich mehrmals täglich strombolianische Eruptionen aus einem seiner 2 Gipfelkrater. Ein zähflüssiger Lavastrom suchte sich träge seinen Weg im oberen Drittel des Vulkans. Thermalquellen bei Tabacón sind ein beliebtes Touristenziel.

Rincón de la Vieja

Der Rincón de la Vieja ist ein Komplexvulkan und an seinen Flanken liegt einer der letzten primären Trockenwälder Costa Ricas. Brüllaffen schwingen sich von Ast zu Ast und Nasenbären fressen alles, was sie erreichen können. Schlammpools und heiße Quellen sind Touristenmagneten. Der Vulkan hat 2 Kraterkegel und in einem Krater befindet sich ein türkisfarbener Kratersee. Letzte kleinere Ausbrüche ereigneten sich 1995 und 1998. Bei beiden Gelegenheiten lief der Kratersee über und erzeugte Lahare. Im Frühjahr 2012 zeige der Rincón de la Vieja Anzeichen steigender Aktivität.

Irazú

Der Irazú liegt nahe der Hauptstadt San José und ist bequem mit dem Auto zu erreichen. Der 3432 m hohe Vulkan ist der Höchste des Landes. Auch in seinem Krater befindet sich ein Säuresee. Die letzten Ausbrüche ereigneten sich 1963 - 1965 und 1994 und hatten einen VEI von 3 und 2.

Turrialba

Nicht weit entfernt liegt der Vulkan Turrialba. Er hat 4 Krater und zeigt seit einigen Jahren erhöhte fumarolische Aktivität. Auf seiner Außenflanke öffnete sich eine Spalte aus der Dampf strömt. Schwefelgase ließen die Vegetation absterben. Auch die Seismik ist erhöht. Zeitweise kam es zu vorsorglichen Evakuierungen. Der Vulkan förderte in der Vergangenheit basaltische - dacitische Laven.

Poás

Der Poás hat 3 Krater in seinem Gipfelbereich, die sich entlang einer Nord-Süd verlaufenden Störungszone aufreihen. An seinen Flanken gibt es einige Parasitärkrater, darunter auch Maare. In 2 seiner Gipfelkrater gibt es Seen. Der See im erloschenen Botos Krater ist kalt. Der aktive Krater ist zugleich der größte und hat einen Durchmesser von 1500 Metern und ist 300 Meter tief. Sporadisch kommt es in seinem warmen Säuresee zu kleineren phreatischen Eruptionen. Im Jahr 2010 bildete sich im Krater ein neuer Riss und die Gastemperatur der Fumarolen stieg dramatisch, doch bis heute blieb eine neue Eruption aus. Letzter größerer Vulkanausbruch war hier 1952.
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