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Indonesien - Vulkane im "Ring of Fire"

Das indonesische Archipel besteht aus 17.508 Inseln und erstreckt sich über eine Fläche von 1875 x 5000 Kilometern. Mit 225 Millionen Bewohnern, die sich auf rund 6000 Inseln verteilen, ist Indonesien die viertgrößte Nation der Welt. Ein feuchtes, subtropisches Klima und fruchtbare, vulkanische Böden ermöglichen bis zu 4 Ernten pro Jahr und stellen so die Versorgung der vielen Menschen sicher.

Indonesien ist nicht nur dicht besiedelt, sondern wird auch von besonders vielen Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Tsunamis heimgesucht. Die Häufung dieser Naturphänomene, die in dem dicht besiedelten Land oft zu Naturkatastrophen werden, kommt durch die besondere, tektonische Lage des Archipels zustande. Indonesien ist ein vulkanischer Inselbogen, der sich entlang der kontinentalen Nahtstelle zwischen der Pazifischen Platte einerseits und den Kontinentalplatten von Indien-Australien und Eurasien andererseits, erstreckt. Somit zählen die Vulkane Indonesiens zum zirkumpazifischen Feuergürtel, dem "Ring of Fire".

Im Südteil des indonesischen Archipels schiebt sich die Indisch-Australische Platte unter die Eurasische Kontinentalplatte und wird dabei teilweise aufgeschmolzen. Hinter dieser Subduktionszone steigt hochviskoses Magma auf und bildet auf diese Weise die Vulkane des Sunda-Bogens. Östlich des Sundasockels, der mit dem asiatischen Festland verbunden ist, befindet sich der Sahul-Sockel, der zur Australischen Kontinentalplatte gehört. An den Grenzen dieses komplexen Systems kontinentaler Nahtstellen findet sich die größte Anzahl aktiver Vulkane weltweit, und zugleich kommt es hier häufig zu Erdbeben und Tsunamis.

Neben den jüngsten Erdbeben- und Tsunami-Katastrophen, die den meisten Menschen gut in Erinnerung sind, ereigneten sich in Indonesien 3 Vulkankatastrophen, die an Dramatik kaum zu übertreffen sind. Vor gut 72.000 Jahren brach der Supervulkan Toba auf Sumatra aus und verursachte einen vulkanischen Winter, in dessen Folge beinahe die gesamte Menschheit ausstarb. Im Jahr 1815 brach der Tambora auf Sumbawa aus und das Jahr 1816 wurde als das Jahr ohne Sommer bekannt. 1883 explodierte der Krakatau in der Sundastrasse zwischen Sumatra und Java. Mehr als 36.400 Menschen starben in pyroklastischen Strömen und Tsunamis.

In Indonesien ereignen sich aber auch fast täglich kleinere Eruptionen, die aufgrund ihrer besonderen Ästhetik von Interesse sind. Jüngst machten die Vulkane Karangetang (Insel Siau), Ibu und Dukono (Halmahera), Rinjani (Lombock), sowie Anak Krakatau (Sumatra) von sich reden.

Anak Krakatau
Schwefelfeld am Vulkan Papadayan
Pyroklastischer Strom am Merapi
Java ist die Hauptinsel des Indonesischen Archipels und vulkanisch äußerst aktiv. Neben Anak Krakatau (der neuerdings nicht mehr zu Java, sondern zu Sumatra gehört), sind die Vulkane Merapi, Semeru und Kawah Ijen die bekanntesten der zahlreichen aktiven Feuerberge der Insel. Aufgrund ihres überwiegend saueren Chemismus ist die Lava dieser Subduktionszonen-Vulkane sehr zähflüssig und gasreich, sie neigen zu gewaltigen, explosiven Eruptionen.

Der Merapi, der in Sichtweite der Millionenmetropole Yogjakarta liegt. Im Jahr 1996 starben 66 Menschen in den Ausläufern des Dorfes Kaliurang, als sie von einem pyroklastischen Strom überrascht wurden. Im benachbarten Dorf Kaliadem kamen 2006 zwei Arbeiter ums leben. Sie wurden ebenfalls Opfer eines Pyroklastischen Stromes.

Die Vulkane Javas bringen nicht nur Schrecken über das Land, sondern sorgen auch für fruchtbare Böden und liefern wertvolle Rohstoffe. Am Kawah Ijen wird Schwefel abgebaut. Im Inneren des Kraters gibt es ein ergiebiges Fumarolenfeld und die heißen Dämpfe werden in einem Rohrsystem zum Ufer des Säuresees geleitet, wo der Schwefel dann aus den Gasen kondensiert. Per Hand wird der Schwefel abgebaut, in zwei Körbe geladen, die von den Arbeitern an einer Stange über der Schulter die steilen Kraterwände hinaufgeschleppt werden. Eine harte, gefährliche und gesundheitsschädigende Arbeit, aber eine, die Geld bringt und den Arbeitern ein Leben in -vergleichsweise- gesicherten Verhältnissen ermöglicht.

Der flache Schlackenkegel des Vulkans Bromo erhebt sich im Osten von Java. Zusammen mit drei weiteren Vulkanen (Mount Kursi, Mount Widodaren und Mount Batok) befindet er sich in der Tengger-Caldera; dieser Einsturzkrater hat einen Durchmesser von 8,5 x 10 Kilometern und ist 110 Meter tief.

Der Bromo ist der jüngste Kraterkegel in der Caldera. Er erhielt seinen Namen nach dem Hindugott Brahma. Jedes Jahr versammeln sich am Kraterrand Tausende Gläubige, um anlässlich des Kasadafestes zu opfern. Eine lange Treppe führt bis zum Kraterrand; von dort blickt man auf einen dampfenden Förderschlot.

Seit 1767 wurden gut 60 eruptive Phasen verzeichnet. Die meisten Ausbrüche des Bromo sind strombolianisch; gelegentlich haben sie auch vulcanischen Charakter. Im Juni 2004 starben bei einem überraschenden Ausbruch zwei Menschen. Der bislang letzte Ausbruch fand 2007 statt.

Der 3676 m hohe Semeru ist nicht nur Javas einziger daueraktiver Vulkan, sondern auch der höchste Berg der Insel. Er leigt in Sichtweite der Tenger-Caldera und bildet mit ihr zusammen das Tenger-Semeru-Massiv. Eine Erkundung und Besteigung erfordert mindestens eine dreitägige Tour mit entsprechender Logistik und eine gute Kondition, denn der nächtliche Aufstieg zum Krater ist anstrengend und nur etwas für geübte Vulkanwanderer. Sind die mehrmals in der Stunde erfolgenden Asche-Eruptionen normalerweise recht gefahrlos zu beobachten, so kommt es doch immer wieder zu unerwartet heftigen Ausbrüchen, die dann eine ernste Gefahr für den Beobachter auf dem Kraterplateau darstellen. Erst im Jahre 2000 kam eine Gruppe Vulkanologen bei einer dieser heftigen Eruptionen ums Leben. Im Jahr 2009 ging die Aktivität stark zurück und befindet sich auf ehr niedrigem Niveau.

Neben den aktiven Vulkanen gibt es auf Java auch zahlreiche Vulkane im zwischenvulkanischen Stadium. Die Phänomene hier reichen von kochenden Quellen über Mudpools bis hin zu meterhohen Schlammblasen, die mit einem dumpfen Geräusch platzen. Zahlreiche dieser geothermalen Phänomen finden sich auf dem Dieng-Plateau.

Stand 2012

Steckbriefe

Anak Krakatau: Lage 06.10 S, 105.42 E, Höhe ca. 400 m, Stratovulkan

Kawah Ijen: Lage 08.06 S, 114.24 €, Höhe 2386 m, Stratovulkan

Karangetang: Lage 2.78°N, 125.40°E, Höhe 1784 m, Stratovulkan

Merapi: Lage 07.54 S, 110.44 E, Höhe 2911 m, Stratovulkan

Rinjani Lage 8.42°S, 116.47°E; Höhe 3726 m, Komplexvulkan

Sinabung: Lage 3.17°N, 98.392°E, Höhe 2460 m, Stratovulkan

Semeru: Lage 08.11 S, 112.92 E, Höhe 3676 m, Stratovulkan

Tambora: 08.25 S, 118.00 E, Höhe 2850 m, Stratovulkan

Toba: Lage 2.58°N, 98.83°E, Höhe 2157 m, Caldera-Vulkan


Links

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» Reportage Indonesien


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