
Vulkane auf Island
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Eyjafjallajökull - Lage: 63.63°N 19.62°W, Höhe: 1666 m, Art: Caldera - Subglazial Eldfell / Heimaey - Lage: 63.26°N 20.16°W, Höhe: 220 m, Art: Schlackenkegel Grimsvötn - Lage: 64.42°N 17.33°W, Höhe: 1725 m, Art: Subglaziale Caldera Hekla - Lage: 63.98°N 19.70°W, Höhe: 1,491 m, Art: Stratovulkan / Spaltenvulkan Katla - Lage: 63.63°N 19.05°W, Höhe: 1512 m, Art: Caldera / Subglazial Krafla - Lage: 65.73°N 16.79°W, Höhe: 650 m, Art: Caldera / Spaltenvulkan Surtsey - Lage: 63.18°N, 20.36°W, Höhe: 154 m, Art: Schlackenkegel |
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Im langjährigen Durchschnitt bricht auf Island alle 10 Jahre ein Vulkan aus, wobei sich die Intervalle in den letzten Jahren ehr auf 5 Jahre zu verkürzen scheinen. Der dramatischste Ausbruch ereignete sich am Pfingstsonntag des Jahres 1783. Nahe des Vulkans Laki öffnete sich eine 12 km lange Eruptionsspalte. Innerhalb von 10 Monaten wurden 15 Kubikkilometer Lava gefördert. Es wurde sehr viel Schwefeldioxid ausgestoßen das dramatsiche Wirkungen auf die Vegetation und das Klima hatte. In der Folge verhungerten auf Island knapp 10.000 Menschen. Auf den Britischen Inseln, in 1000 km Entfernung, verhungerten sogar 25.000 Menschen.
Als die Tätigkeit im Februar 1784 nachließ, blieb eine 25 Kilometer lange Kraterreihe aus über 130 Einzelkratern zurück. Niemals wurde von solchen Lavamassen berichtet, die auf einmal an die Erdoberfläche austraten.
Weiter bekannte Vulkanausbrüche der jüngeren Geschichte Islands waren:
Katla - Subglazialer Vulkanausbruch im Jahr 1918. Ein großer Gletscherlauf verwüstete zahlreiche Gehöfte.
Surtsey - Submarine Eruption 1963. Vor Vestmannaeyjar tauchte eine neue Vulkaninsel auf
Heimaey - Spalteneruption 1973
Krafla- lang anhaltende Spalteneruption in den Jahren 1975 bis 1984
Bardarbunga / Grimsvötn - Subglaziale Eruption unter dem Vatnajökull mit großem Gletscherlauf im Jahr 1996
Hekla - eine vergleichsweise kleine Eruption im Jahr 2000
Grimsvötn - Subglaziale Eruption nahe Barabunga im Jahr 2004
Eyjafjallajökull- Spalteneruption nahe des Gletschers. März 2010
Eine Islandreise kann schnell zum Abenteuer werden. Bei meiner ersten Islandreise 1994 war ich als Student noch größtenteils auf den Bus als Transportmittel angewiesen. Ich unternahm eine Rundreise über die Ringstraße und hatte Wetterpech: die Ausläufer eines Orkans fegten mit Windstärke 12 über die Insel und rüttelten am Zelt. Wenige Tage später schneite es am Myvatn See; es war Ende August und eigentlich sollte Sommer sein!
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Im Frühsommer 2004 reisten wir 2 Monate lang durch Island und besuchten die geologischen Sehenswürdigkeiten der Insel. Unser höhergelegter VW Bus T4 Synco leistete auf den rauen Pisten gute Dienste. Neben heißen Quellen und Geysiren, hatten uns die Gletscher in ihren Bann geschlagen.
Ein Höhepunkt der Reise war ein Besuch der Eishöhlen von Hraftinusker. Der Tagesmarsch führte durch eine bizarre Vulkanlandschaft mit Altschneefeldern. Am Rande eines kleinen Gletschers haben heiße Quellen und Fumarolen Höhlen in das Eis geschmolzen. Es gibt nur wenige Orte, wo die Aggregatzustände des Wassers so nahe beieinander liegen wie hier. Durch einen Regenbogen betritt man die Grotten, von deren Decken ein unablässiger Tauregen niedergeht. Unter dem meterdicken Eispanzer dampft und zischt es gespenstisch. Spalten und dicke Eisblöcke am Boden, dazu knackende Geräusche verdeutlichen uns, dass dies kein Ort zum verweilen ist. Gelegentlich stürzten die Höhlen ein. Nach wenigen Wochen schmilzt die Hitze des Erdinneren neue Höhlen in das Eis des Gletschers. Ein unablässiger Kampf der Elemente.
Meine jüngste Islandreise unternahm ich im März 2010; der Ausbruch des Eyjafjallajökull lockte mich erneut auf die Insel. Ich dokumentierte die erste Eruptionsphase am Fimmförduhals-Pass auf Video und fotografierte zudem. Der gut 1000 m hohe Aufstieg durch den Schnee war ein kleines Abenteuer. Neben dem Vulkanausbruch ansich ist mir die Übernachtung in Sichtweite der Eruptionsspalte gut im Gedächnis geblieben. Bei minus 7 Grad lagen Martin und ich in unseren Schlafsäcken vor der eingeschneiten Berghütte, in die wir nicht reinkamen, da die Tür hinter einem meterdicken Eispanzer verborgen lag.
Nach wie vor faszinieren mich jedesmal die Geysire und Thermalquellen Islands. Der Strokkur im Thermalgebiet Haukadalur ist wohl einer der beeindruckendsten Geysire der Welt. Ein Bad in der "Blauen Lagune" immer wieder ein entspannendes Erlebnis.