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Die Vulkane von Java - Übersicht Java ist die Hauptinsel des Indonesischen Archipels und vulkanisch äusserst aktiv. Krakatau, Merapi, Semeru und Karwah Ijen sind nur die bekanntesten der zahlreichen aktiven Feuerberge der Insel im Indischen Ozean. Java liegt auf dem "Ring of Fire", jener tektonisch instabilen Zone, in der die ozeanische Kruste des Pazifiks mit den Platten gleich dreier Kontinente kollidiert. Die Vulkane des Feuergürtels zählen zu den gefährlichsten der Welt, denn aufgrund ihres überwiegend saueren Chemismus ist die Lava dieser Subduktionszonen-Vulkane sehr zähflüssig und gasreich, sie neigen zu gewaltigen, explosiven Eruptionen. Oft mit katastrophalem Verlauf. |
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Die wohl bekannteste und dramatischste Vulkan-Katastrophe der letzten Jahrhunderte ereignete sich vor 120 Jahren in der Sundastrasse, der Meerenge zwischen Java und Sumatra. Am 27 August 1883 zerbarst praktisch die ganze Insel Krakatau in einer gewaltigen Eruption. 36.000 Menschen starben in der Flutwelle, die durch die Explosion der Vulkaninsel ausgelöst wurde. Der Knall der Detonation war noch im 4000 km entfernten Australien zu hören. Die darauffolgenden Sommer waren, die kühlsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung, weil ungeheuer große Staubmengen, die sich in der Stratosphäre verteilten, das Sonnenlicht ins Weltall reflektierte. Dort, wo sich einst der Krakatau befand, entsteht seit 1927 ein neues Vulkaninselchen: Anak Krakatau, das Kind des Krakatau. Aber nicht nur der Krakatau brachte Tod und Verderben über Java. Ein weiteres Beispiel sauren, gefährlichen Vulkanismus bietet der Merapi, der in Sichtweite der Millionenmetropole Yogjarkarta liegt. Zuletzt starben hier 1996 mehrere Farmer, die an der Flanke des Vulkans lebten, in den gefährlichen Glutwolken für die der Merapi bekannt ist. Diese pyroklastischen Ströme entstehen, wenn große Lavapakete vom Dom am Gipfel des Vulkans abbrechen und auf einem Kissen superheißer Gase ins Tal rasen. Aber die Vulkane Javas bringen nicht nur Schrecken über das Land, sondern sorgen auch für fruchtbare Böden und liefern wertvolle Rohstoffe. Am Karwah Ijen wird Schwefel abgebaut. Im Inneren des Kraters gibt es ein ergiebiges Fumarolenfeld und die heißen Dämpfe werden in einem Rohrsystem zum Ufer des Säuresees geleitet, wo der Schwefel dann aus den Gasen kondensiert. Per Hand wird der Schwefel abgebaut, in zwei Körbe geladen, die von den Arbeitern an einer Stange über der Schulter die steilen Kraterwände hinaufgeschleppt werden. Eine harte, gefährliche und gesundheitsschädigende Arbeit, aber eine, die Geld bringt und den Arbeitern ein Leben in -vergleichsweise- gesicherten Verhältnissen ermöglicht. |
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