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Mauna Loa


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Vulkan auf Hawaii
Karte Mauna Loa
Lage: 19.475, 155.608, USA

Höhe: 4170 m

Art: Schildvulkan

Typ: Hot-Spot Vulkanismus

Petrographie: Basalt

Ausbruchsart: Hawaiianisch, Lavasee
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Mauna Loa auf Big Island Hawaii


Mauna Loa ist nicht nur der größte Vulkan auf Hawaii, sondern auch der Höchste der Erde: wenn man ihn vom Meeresboden aus misst ist er gut 9200 m hoch. Damit überragt er sogar den Mount Everest. Sein überseeischer Teil bringt es immerhin auf stattliche 4170 m. Sein Durchmesser beträgt 120 km.

Der Mauna Loa ist ein typischer Schildvulkan der relativ dünnflüssige tholeiitische Basaltlava fördert. An seinem Gipfel machen sich zwei ineinander verschachtelte Calderen breit. Die Äußere misst 6x8 km, die Innere 3x5 km. Diese ist erst vor ca. 600 Jahren nach einer großen Eruption entstand. Vom Gipfelkrater Mokuaweoweo gehen 2 Riftsysteme aus, entlang derer Magma aufsteigt.

Mauna Loa
Riftzone
Caldera

Für einen aktiven Vulkan ist Mauna Loa vergleichsweise alt: er begann vor 1.000.000 Jahre vom Meeresboden aus zu wachsen. In diesem ersten Stadium als Seamount förderte er Kissenlava und Hyaloklastit. Dies ist die typische Pyroklastika submariner Vulkane. Hyaloklastit enthält viel vulkanisches Glas und entsteht unter Sauerstoffausschluss. Vor 400.000 Jahren erreichte der Mauna Loa die Wasseroberfläche und trat somit in seinem 2. Lebenszyklus als Schildvulkan eines Hot-Spots ein.

Da die Inseln von Hawaii erst relativ spät besiedelt wurden sind nur wenige Überlieferungen der Vulkanausbrüche vorhanden. Eine der ersten Beschreibungen stammt aus dem Jahr 1832. Seitdem sind 33 Eruptionen bekannt. Im 19. Jahrhundert ereignete sich eine Eruption, die ein Jahr dauerte und 4,1 Kubikkilometer Lava förderte. Die größte bekannte Eruption des Mauna Loa begann 1950. Entlang eines der Riftsysteme öffnete sich eine 20 km lange Spalte. Lavafontänen speisten Lavaströme die innerhalb von 4 Stunden das Meer erreichten. Der schnellste Lavastrom brachte es auf eine Geschwindigkeit von 48 km/h. Eine weitere Ausbruchsserie ereignete sich 1975. Die bisher letzte Eruption fand 1984 statt.

Schon Jahre zuvor stellte man eine beginnende Inflation fest und der Vulkan begann sich aufzublähen. Im Frühjahr wurden Schwarmbeben registriert: das stärkste Einzelbeben hatte eine Magnitude von 6,6. Am 24. März setzte Tremor ein und einen Tag später begann der Ausbruch. Im Südwesten der Gipfelcaldera öffnete sich eine Spalte und eine Lavafontäne generierte Lavaströme, die den Boden der Caldera fluteten. Wenige Stunden später öffnete sich die nordöstliche Riftzone 650 m unterhalb des Gipfels. Lavaströme flossen Richtung Inselhauptstadt, stoppten aber am Stadtrand. Der Ausbruch endete nach etwas mehr als 3 Wochen.

Seitdem ist es relativ ruhig am Mauna Loa. Allerdings beobachten die Vulkanologen in den letzten Jahren leichte Inflation. Seit dem Frühjahr 2015 nimmt die Seismik etwas zu. Ein neuer Eruptionszyklus des Vulkans könnte bald beginnen.



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