11. Via dell' Abbondanza



Die Via dell' Abbondanza war mit einer Breite von 8,5 m der decumanus maximus. An der Hauptstraße Pompejis lagen repräsentative Gebäude reicher Familien in Forumsnähe. Weiter östlich lagen Gewerbebetriebe, Läden und Schenken.
Wie alle anderen Straßen war sie mit großen, polygonen Blöcken gepflastert und entwässert. Dennoch kam es nach heftigen Regefällen vor, dass sich die Straße vorübergehend einen Fluss verwandelte. Da war es angenehm, dass die Fußwege meist erhöht lagen. Auf großen Basalttrittsteinen gelangten Fußgänger über die Straße. Besonders an der Kreuzung der Via Abbondanza mit der Via Stabiana sind sie nicht zu übersehen. Sie waren so weit voneinander entfernt, dass die Wagenräder zwischen ihnen hindurchrollen konnten. Dort, wo der dichteste Verkehr herrschte, haben die Wagen tiefe Furchen im Pflaster hinterlassen.
Die öffentlichen Laufbrunnen an den Kreuzungen dienten zur Wasserversorgung der Stadt. Hier holten die Frauen in Amphoren das Wasser. Nur reiche Häuser hatten einen eigenen Wasseranschluss. Das Wasser kam auf einem Abzweig des augusteischen Aquädukts in die Stadt und wurde von einem Hauptreservoir nahe der Porta Vesuvio verteilt.





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