
Vulkane im Riftvalley
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Dallol: Lage: Äthiopien, Höhe: - 48 m, Art: Explosions-Krater Erta Alé: Lage: Äthiopien, Höhe: 613 m, Art: Schildvulkan Kilimandscharo: Lage: Tansania, Höhe: 5895 m, Art: Stratovulkan Nyiragongo: Lage: DR Kongo, Höhe: 3469 m, Art: Stratovulkan Nyamuragira: Lage: DR Kongo, Höhe: 3058 m, Art: Schildvulkan Ol Doinyo Lengai: Lage: Tansania, Höhe: 2960 m, Art: Stratovulkan |
Das "Great African Rift Valley" ist eine kontinentale Nahtstelle, die Afrika auf mehr als 6000 Kilometern Länge durchzieht. Der zwischen 30 und 100 Kilometer breite Grabenbruch fällt an seinen Rändern relativ steil ab. Seine Tiefe schwankt zwischen knapp 100 m und mehr als 1000 m.
Anders als der Grand Canyon in den USA, entstand der Afrikanische Grabenbruch nicht durch die erosive Kraft des Wassers, sondern durch die Kräfte der Plattentektonik.
Die Öffnung des Riftvalleys begann vor ca. 35 Millionen Jahren und hält bis heute an. Wissenschaftler vermuten, dass sich im Erdmantel unter Ostafrika eine Zone etablierte, in der heißes Mantelgestein nach oben steigt und zu den Seiten wegdriftet. Dabei schleppt es den Kontinentalsockel mit sich und zerreißt, am Scheitelpunkt der entgegengesetzten Bewegungen, die Erdkruste in 2 Platten. Diese Platten entfernen sich pro Jahr um ca. 2 cm voneinander. Die Erdkruste in der Talsohle sackt ab und wird auf grund der Dehnung immer dünner. Sie ist von zahlreichen Risssystemen durchzogen, durch die Magma aufsteigt. Daher gibt es hier zahlreiche Vulkane. |
![]() Der Verlauf des Riftvalleys © Mountain Highmaps |
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Eine geologische Besonderheit des Afar Dreiecks ist der Umstand, dass sich hier eine "Triple-Junktion" befindet. In der Nähe des Erta Alé treffen 3 aktive Störungszonen zusammen, an denen sich der Grabenbruch aufsplittet. Entlang dieser divergenten Störungszonen entfernen sich die einzelnen Platten voneinander. In der Folge wird die Erdkruste an dieser Stelle immer dünner und sinkt weiter ab. So liegen Teile der Danakil-Depression bereits 125 m unter dem Meerspiegel. Tendenz fallend! Nur ein schmaler Gebirgsriegel hindert die Fluten des Roten Meeres daran, das Gebiet zu überfluten. Mächtige Salzablagerungen und Korallen zeugen davon, dass dies bereits schon einmal passierte. Teile der Danakil sind also trocken gefallener Meeresboden.
Im Westarm des Riftvalleys, zwischen Ruanda, Uganda und dem Kongo, liegen die 8 Virunga-Vulkane. Bekannteste Vertreter hier sind die Vulkane Nyiragongo und Nyamuragira. Im Krater des Nyiragongo brodelt ein permanenter Lavasee, der Nyamuragira neigt zu sporadischen effusiven Vulkanausbrüchen. Höchster Vulkan der Virunga-Vulkane ist der Karisimbi mit 4507 m Höhe. Die Virunga-Vulkane liegen ebenfalls in direkter Nachbarschaft zu großen Seen, die den Verlauf diese Riftteils markieren: Kivu-See und Lake Edward. Der riesige Tanganjika-See liegt weiter südlich. Er ist nicht nur einer der größtenSeen Ostafrikas, sondern der sechstgrößte See und zweittiefste See der Erde.
Im Allgemeinen sind die Seen im Zentralafrikanischen Rift tiefer, nicht basisch und fischreicher als die Seen im Gregory Rift. Die Tierwelt dieser Gegend wird von den berühmten Berggorillas dominiert. Safaris zu der vom Aussterben bedrohten Tierart werden von Goma aus organisiert.
Als einziges Gebirge nicht vulkanischen Ursprungs, wurde das Ruwenzori-Gebirge als Host bei der Grabenbildung angehoben. Die Gipfel hier erheben sich über 5000 m hoch.
Archäologische Besonderheiten im "Great African Rift Valley" sind die fossilen Funde der Menschenvorfahren. Ostafrika gilt als "Wiege der Menschheit". Wissenschaftler vermuten, dass der aufrechte Gang des Menschen mit der Öffnung des Grabenbruches zusammen hängt. Die frühen Primaten waren Baumbewohner, doch mit der Öffnung des Riftvalleys veränderten sich das Klima und die Vegetation. Der Regenwald wich der Dornbuschsavanne und um über das hohe Gras gucken zu können, begannen die Primaten auf ihren Hinterbeinen zu Laufen. Plattentektonik als Motor der Evolution.
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