Die Yellowstone-Caldera




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Die Wissenschaftler der Universität von Utha haben ihre neuesten Forschungsergebnisse veröffentlicht. Demnach hebte sich der Boden der Yellowstone Caldera seit Anfang 2004 um 18 Zentimeter. Die Aufwölbung des Bodens wird wahrscheinlich durch aufsteigendes Magma verursacht, dass sich in einer Magmakammer ansammelt, die sich in einer Tiefe zwischen 8 und 16 km erstreckt.
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Das Forscherteam um Wu-Lung Chang beobachtete bisher Bodenbewegungen um 2 Zentimeter pro Jahr. Die jetzt veröffentlichten Werte von 7 Zentimeter pro Jahr sind Spitzenwerte, wie sie seit Beginn der Beobachtung im Jahre 1923 noch nie vorkamen. Der Boden der Caldera hebt und senkt sich praktisch ständig. Im Zeitraum 1976-1985 hebte sich der Boden, danach begann eine Phase mit Abwärtstrend, der sich 1995 wieder umkehrte. Mit Hilfe seismischer Messungen konnten die Wissenschaftler ein Modell der Magmakammer unter dem Yellowstone modellieren. Demnach befindet sie sich in einer Tiefe zwischen 16 km und 8 km. Am stärksten hebt sich der Boden unter den beiden Domen Sour Creek und dem Mallard Lake. Dort sitzen zwei pilzförmige Magmenkörper. Zugleich senkt sich der Boden am Norris Geysir Basin, weil dort scheinbar Magma abgeflossen ist. Allerdings gibt es noch einen weiteren Faktor der


Computermodel des Magmenkörpers unter dem Yellowstone. © Wu-Lung Chang, Uni Utha
  Bodenbewegungen verursachen kann. Fluide und hydrothermale Lösungen können in großen Mengen vorkommen und für Bodenbewegungen sorgen. Der Bradyseismos der Campi Flegrei bei Neapel geht größtenteils auf dieses Phänomen zurück.
Magmatische Bewegung im Untergrund ist nicht mit einem bevorstehenden Ausbruch gleichzusetzen. Magmenbewegungen kommen in zahlreichen Gegenden vor, ohne dass es tatsächlich zu einem Ausbruch kommt. Oft bleibt das Magma im Untergrund stecken und kühlt dort über lange Zeiträume hinweg ab. Der Vulkanologe unterscheidet diesbezüglich zwischen Magmatismus und Vulkanismus. Magmatismus wurde in den 1990iger Jahren in der Long Valley Caldera (Californien) beobachtet. Dort kam es zudem zu Schwarmbeben. Ähnliches erforschen derzeit die Geowissenschaftler des GFZ-
Potsdam. Im Cheb-Becken an der deutsch-tschechischen Grenze scheint auch ein Magmenkörper in die Erdkruste einzudringen, doch ob es zu einem Vulkanausbruch kommt ist fraglich.




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