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Kristalle, die sich schon bei der Differenziation des Magmas in der Magmakammer gebildet haben, finden sich als grobkörnige Einsprenglinge im Gestein wieder. Häufige Einsprenglinge sind Olivine, die aus dem Mantelgestein Peridotit hervorgehen, sowie Pyroxen, Amphibol, Plagioklas und Biotit. Fremdgestein-Einschlüsse, die so genannten Xenolithe, stammen vom Umgebungsgestein der Magmakammer bzw. des Förderschlotes.
Die Hauptgruppen der vulkanischen Gesteine kann man äquivalent zu den Magmen, aus denen sie hervorgehen, anhand ihres Gehaltes an Siliziumdioxid grob klassifizieren. Es ergibt sich eine Folge der Magmatite nach ihrem SiO2-Gehalt:
| Vulkanit: | Ultramafit | Basalt | Andesitischer Basalt | Andesit | Dazit/Trachyt | Rhyolith |
| Plutonit: | Peridotit | Gabbro | Gabbrodiorit | Diorit | Syenit | Granit |
| SiO2-Gehalt: | kleiner 45% | 45-52% | 52-57% | 57- 63% | 63-70% | größer 70% |
| Bergmännisch: | ultrabasisch | basisch | intermediär | intermediär | sauer | sauer |
Die Einteilung mit Hilfe der Begriffe "basisch" bis "sauer" hat nichts mit dem pH-Wert der Gesteine zu tun, sondern ist eine ältere, aber noch gebräuchliche bergmännische Klassifizierung der Magmatite.
Ferner spielt auch die Konzentration der Alkali-Metalle eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Klassifikation der Gesteine. Trachyte enthalten viel Natrium, Kalium und Siliziumdioxid, ebenso die Phonolithe.
Basalt ist weltweit das häufigste Vulkangestein. Basalte haben einen Siliziumdioxid-Gehalt zwischen 42 und 52%. Betrachtet man dazu noch die Konzentration der Alkali-Metalle im Basalt, dann lässt sich sagen, wo der Vulkanit entstanden ist.
Die Erdkruste der ozeanischen Platten besteht aus einem Basalt, der wenig Kalium enthält. Er wird als Tholeiit bezeichnet und entsteht überwiegend an den divergenten Plattengrenzen der mittelozeanischen Rücken.
Basalte, die an den konvergenten Plattengrenzen der Subduktionszonen entstehen, enthalten relativ viel Kalium, aber wenig Magnesium und Calcium. Alkalibasalte sind in Bezug auf das Siliziumdioxid untersättigt und enthalten viele Alkali-Metalle. Sie sind typisch für ozeanische Intraplattenvulkane, wie etwa die Vulkane Hawaiis.
Basaltische Lava ist dünnflüssig und wird meistens als Lavastrom oder als Lavafontäne gefördert.
Andesit ist ein Vulkanit mit intermediärer Zusammensetzung. Es ist ein typisches Gestein der Anden-Vulkane; deren Magma entsteht durch die Subduktion ozeanischer Kruste. Als Lava ist Andesit zähflüssig, kann aber noch als Lavastrom ausfließen. Meist wird Andesit explosiv gefördert.
Dazit kann trotz seines geringeren Siliziumdioxid-Gehaltes zähflüssiger sein als Rhyolith. Es wird ausschließlich bei explosiven Ausbrüchen gefördert, die oft ein großes zerstörerisches Potenzial aufweisen.
Rhyolith ist ein weit verbreitetes vulkanisches Gestein. Rhyolithische Lava ist sehr zähflüssig und bildet oft Dome. Die extrem kurzen Lavaströme verstopfen den Förderschlot, wodurch sich im Inneren des Vulkans ein hoher Gasdruck aufbauen kann. Rhyolith wird überwiegend explosiv gefördert und ist typisch für den Vulkanismus an kontinentalen Subduktionszonen. Es entsteht aber auch unabhängig davon durch einen langen Reifungsprozess (magmatische Differenziation) in einer Magmakammer. Aus zehn Teilen basaltischem Magma bildet sich ein Teil Rhyolith. Es wird oft bei plinianischen und peleanischen Eruptionen gefördert und in mächtigen Tuffdecken abgelagert.
Phonolith ist ein saurer Vulkanit und typisch für kontinentale Intraplattenvulkane. Der auch als Klangstein bezeichnete Phonolith wurde von einigen Eifelvulkanen explosiv gefördert. Schlägt man ihn an, erzeugt der Phonolith einen hohen Klang. Typisch ist auch der Fettglanz dieses Gesteins.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe vulkanischer Gesteine, die in ihrem Chemismus einem Vulkanit der Hauptgruppe entsprechen, sich aber in ihrem Gefüge deutlich von den Gesteinen dieser Gruppe unterscheiden.
Kühlt ein Lavastrom sehr schnell ab - etwa in Wasser -, kann Obsidian entstehen. Obsidian ist ein schwarzes, vulkanisches Glas aus rhyolithischem, gelegentlich auch andesitischem Magma, in dem keine Kornstruktur zu erkennen ist.
Bimsstein kühlt ebenfalls schnell ab, wird aber explosiv gefördert, und seine Lava enthält viel Gas; teilweise schäumt diese Lava regelrecht auf. Bei der schlagartigen Abkühlung werden die Gasblasen im Bimsstein eingeschlossen und bilden Poren. Das Gestein selbst ist wie der Obsidian glasartig, unterscheidet sich von diesem durch einen höheren H2O-Anteil (mehr als 4 %) im Ausgangsmagma. Aufgrund des hohen Porenvolumens ist Bimsstein so leicht, dass er schwimmt. Der Bimsstein gehört zur Untergruppe der Pyroklastika oder Tephra.
Weiterführende Links:
Artikel: neue Forschungsergebnisse über die Enstehung unterschiedlicher Eruptionsarten.