Erdbeben-News 31.08.21: Kermadec, Sizilien

Das stärkste Erdbeben der letzten 48 Stunden manifestierte sich wieder östlich der Kermadec-Inseln. Das Interessanteste unweit von Palermo auf Sizilien.

Kermadec: Erdbeben Mw 6,3

Datum: 31.08.2021 | Zeit: 02:52:49 UTC | Lokation: 29.99 S ; 177.35 W | Tiefe: 10 km | Mw 6,3

Östlich der Kermadec-Inseln (Neuseeland) ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 6,3. Die Tiefe des Hypozentrums lag bei 10 km. Das Epizentrum wurde 994 km nordöstlich von Paihia lokalisiert. Die involvierte Störungszone war der Kermadec-Graben, der weiter nördlich in den Tonga-Graben übergeht. In der Region bebt es sehr häufig stark.

Vanuatu: Erdbeben Mw 5,4

Datum: 31.08.2021 | Zeit: 13:27:00 UTC | Lokation: 13.56 S ; 167.66 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,4

Das Archipel von Vanuatu wurde von einem Erdbeben Mw 5,4 erschüttert. Der Erdbebenherd befand sich in einer Tiefe von 30 km. Das Epizentrum lag 37 km nördlich von Sola auf der Insel Vanua Lava.

Peru: Erdstoß M 4,7

Datum: 31.08.2021 | Zeit: 09:11:07 UTC | Lokation: 3.34 S ; 78.05 W | Tiefe: 57 km | Mb 4,7

Im Grenzbereich von Peru und Ecuador bebte es moderat, mit einer Magnitude von 4,7. Die Tiefe des Hypozentrum lag in 57 km. Das Epizentrum wurde 117 km östlich von Cuenca verortet. Bereits am Vortag gab es 2 etwas schwächere Beben.

Sizilien: Erdbeben M 4,3

Datum: 31.08.2021 | Zeit: 04:14:15 UTC | Lokation: 38.02 N ; 13.92 E | Tiefe: 15 km | Ml 4,3

An der Nordküste der italienischen Insel Sizilien kam es zu einem Erdbeben der Magnitude 4,3. Der Erdbebenherd befand sich in einer Tiefe von 15 km. Das Epizentrum lag 9 km west-süd-westlich vom Cefalù. Es folgten mehrere Nachbeben, darunter eines mit M 3,6. Medien berichten darüber, dass der Erdstoß von der Bevölkerung wahrgenommen wurde. Selbst im 50 km entfernten Palermo rannten besorgte Menschen auf die Straßen. Die Besorgnis der Bürger ist nicht ganz unberechtigt, denn Palermo wurde im Laufe seiner Geschichte mehrmals von starken Erdbeben zerstört.

Ein Blick auf die Karte enthüllt, dass es auch nordöstlich des Ätnas bebte.

Ein Tag im Nenzinger Himmel

Es gibt Orte, die möchte man so schnell wie möglich wieder verlassen, und es gibt Orte, von denen möchte man nicht mehr weg. So einen Ort habe ich in Österreich entdeckt. Er nennt sich „Nenzinger Himmel“ und macht seinem Namen aller Ehre, denn der Naturpark nebst Hochalm kommt dem Himmel ziemlich nahe.

 

Nenzing liegt in den Alpen und ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Vom Bodensee aus ist sie schnell über die Autobahn A14 erreichbar. Während unseres Sommerurlaubs residierte unsere kleine Familie auf dem dortigen Glampingplatz, der mit seinem ausgezeichneten Spa-Bereich nebst Restaurant glänzt. Dort kehren wir immer wieder gerne ein, alleine um „Omas Traum“ zu verzehren. Der Traum besteht aus Apfelstrudel mit Vanilleeis, Soße und Schlagsahne. Apropos Sahne: Milchprodukte sind in der Region zwar teurer als bei uns im Ruhrgebiet, aber auch um Klassen besser! Dagegen bekommen wir bei uns Abfall vorgesetzt. Diese Einschätzung gilt auch für viele andere Lebensmittel.

Im Alpenort sind natürlich auch Luft- und Wasserqualität hervorragend und rund um Nenzing gibt es einige schöne Wandergebiete. Doch die eigentliche Sensation ist der eingangs erwähnte Naturpark „Nenzinger Himmel“. Er liegt auf 1366 m Höhe im Gamperdonatal und glänzt gleich durch mehrere Eigenschaften: im kleinen Dorf dürfen nur Nenzinger Häuser erreichten, deren Anzahl ist ähnlich limitiert, wie die Anzahl der Besucher. Täglich fördern 4 mittelgroße Busse Besucher in den Himmel, der ansonsten Autofrei ist. Natürlich darf man die 16 km lange Strecke von Nenzing in den Himmel auch Wandern, oder mit den Fahrrad fahren, aber überlaufen wirkte die Gegend auf mich nicht. Vom Dorf aus starten einige Wanderrouten, etwa zu den Wasserfällen von Stüba, oder Mengenbach, oder zur größten Doline Vorarlbergs, dem Kessiloch. Uns zog es zum Hirschsee, der durch seine milchig-grüne Färbung auffällt und von einem herrlichen Bergpanorama eingerahmt wird. Vom Dorf aus geht man gut 90 Minuten steil bergauf. Der Wanderweg führt an wunderbare Blumenwiesen vorbei und folgt einem Bachlauf, bis an den Fuß des mächtigen Panülers. Wir hatten den See zwar nicht für uns alleine, doch die paar anderen Wanderer verteilten sich gut. Am See hörten wir zweimal rumpelnde Geräusche und ich fühlte mich an einem Vulkan erinnert. Tatsächlich erspähten wir dann auf dem Rückweg auch eine große Schuttlawine, die vom Hang des Panülers abging, keinen Kilometer von uns entfernt und so gesellte sich zu dem Ausflug noch eine Spur von Abenteuer.

Corona und Reisen

Die Reise fand im Juli 2021 statt, als die Corona-Inzidenzen zwar fielen, die Restriktionen aber noch nicht ganz aufgehoben waren. Während Ullah und ich geimpft waren, brauchte Leroy noch einen negativen Testnachweis. Test- und Impfnachweise mussten auf dem Campingplatz und in Restaurants vorgezeigt werden. Die Menschen hielten sich überwiegend an die AHA-Regeln, auch wenn in Restaurants oft wenig Abstand eingehalten wurde. Ganz anders verhielt es sich in Italien, doch das ist eine andere Geschichte, die ich Euch bald erzählen werde.

Vulkan-News 31.08.21: Kilauea, Ol Doinyo Lengai

Dem Kilauea wird weiterhin schwache Inflation eines Magmatischen Gangs attestiert. Am Ol Doinyo Lengai tritt Lava aus. Die Vulkane Ruiz, Shiveluch und Suwanose-jima emittieren Aschewolken.

Kilauea: Inflation hält an

Staat: USA | Lokation: 19.42, -155.29 | Eruption: Fumarolisch

Die seismische Aktivität südlich der Gipfelcaldera hat sich abgeschwächt, ist aber noch leicht erhöht. Seit Beginn der Schwarmbeben wurden mehr als 1600 Erschütterungen unter dem Gipfelbereich registriert. Gestern meldete das HVO gut 100 Erschütterungen im Bereich des Vulkans. Ähnlich verhält es sich mit der Inflation durch den Magmatischen Gang, der für das Schwarmbeben verantwortlich ist: sie ist rückläufig, aber noch messbar. Die meisten Beben ereigneten sich in Tiefen zwischen 1-4 km und die Epizentren der Beben markieren gut den Verlauf des Dykes. Anzeichen für einen weiteren Aufstieg des Magmas gibt es momentan nicht. Sollte es zu neuen Magma-Schüben kommen, könnte sich das allerdings schnell ändern.

Nevado del Ruiz weiter schwach aktiv

Staat: Kolumbien | Koordinaten: 34.89, -75.32 | Eruption: Ascheeruptionen

In Kolumbien eruptiert der Nevado del Ruiz weiterhin sporadisch Aschewolken. Aktuell wurde Vulkanasche in einer Höhe von 6000 m festgestellt. Der Gipfel des Vulkans ist von einem Gletscher bedeckt, was das Gefahrenpotenzial des Vulkans verstärkt.

Ol Doinyo Lengai ist effusiv tätig

Staat: Tansania | Koordinaten: -2.76 ; 39.91 | Eruption: Effusiv

In Tansania ist der Riftvulkan Ol Doinyo Lengai aktiv und eruptiert die kälteste Lava der Welt. Eine Satellitenaufnahme vom 26. August zeigt mehrere heiße Flecken im Krater, die von frischer Lava verursacht werden. Heute wird von MIROVA eine schwache Wärmestrahlung gemessen. Die Lava des Vulkans hat eine besondere chemische Zusammensetzung und ist nur zwischen 500-600 Grad heiß. Sie glüht praktisch nicht und sieht aus wie dünnflüssiger Schlamm.

Shiveluch in Eruption

Staat: Russland | Koordinaten: 56.65; 161.36 | Eruption: Dom

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka ist der Shiveluch weiter aktiv und baut an seinem Dom. Dabei kommt es auch zu Asche-Emissionen. Vulkanasche wurde gestern in einer Höhe von 4300 m nachgewiesen. Sie wurde vom Wind in Richtung Süden verfrachtet. MIROVA detektierte eine moderate Wärmestrahlung mit 10 MW Leistung.

Suwanose-jima eruptiert Aschewolken

Staat: Japan | Koordinaten: 29.64, 129.72 | Eruption: Vulcanianisch

Der Suwanose-jima scheint den Sakurajima als aktivsten Vulkan des japanischen Archipels ablösen zu wollen: das VAAC brachte seit gestern 6 Vona-Meldungen über Aschewolken heraus. Die Asche erreichte eine Höhe von bis zu 4300 m und drifteten überwiegend in nordwestlicher Richtung. Die Seismizität ist erhöht. Das JMA detektierte viele vulkanotektonische Erdbeben und erhöhten Tremor.

Naturkatastrophen-News 30.08.21: Hurrikane Ida und Nora

Am Wochenende trafen gleich 2 Hurrikane den Nordamerikanischen Kontinent und richteten in den USA und in Mexiko große Schäden an.

USA: Hurrikan Ida richtet Zerstörungen an

Gestern Nachmittag (Ortszeit) traf Hurrikan Ida mit voller Wucht die Küste des US-Bundesstaates Louisiana und verursachte große Zerstörungen. Windböen erreichten eine Geschwindigkeit von bis zu 225 km/h. Sie deckte Dächer ab und ließen Bäume umknicken. Mindestens eine Person wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen. Im Stadtgebiet von New Orleans fiel der Strom aus. Betroffen waren fast 1 Millionen Haushalte. eine Sturmflut drückte soviel Wasser auf die Küste, dass sogar der Fluss Mississippi gegen seine normale Strömungsrichtung floss. Es entstanden große Überflutungen. Das genaue Ausmaß der Schäden wird sich erst in den nächsten Stunden enthüllen.

Ida zieht weiter in Richtung Nordosten und wurde, wenige Stunden nach dem Landfall, von einem Hurrikan auf Kategorie 2 herabgestuft. Zuvor zählte der Sturm zur Kategorie 4. Inzwischen dürfte er weiter an Kraft verloren haben. Dennoch drohen Sturmböen und starke Niederschläge.

Mexiko: Hurrikan Nora wütete

Ida ist nicht der einzige Hurrikan, der derzeit im Süden Nordamerikas wütet: in Mexiko ist es Hurrikan Nora, der Zerstörungen im Bundesstaat Jalisco anrichtete. Durch starke Regenfälle trat im Ort Puerto Vallarta der Fluss Cuale über die Ufer und brachte ein Hotel teilweise zum Einsturz. Dabei kam ein spanischer Junge ums Leben, der mit seiner Familie Urlaub machte.

Hurrikan Nora traf am Samstagabend auf die Küste Mexikos. Obwohl er als Hurrikan der schwächsten Kategorie 1 eingestuft war, richtete er Schäden an und sorgte für Stromausfälle, Überflutungen und löste Erdrutsche aus. Inzwischen schwächte sich auch Nora ab und zieht als Tropensturm durch den Westen Mexikos. Dennoch bringt der Sturm viel Regen mit sich und es drohen weitere Überflutungen und Erdrutsche.

Vulkan-News 30.08.21: Ätna, Fagradalsfjall

Der Ätna auf Sizilien erzeugte gestern einen weiteren Paroxysmus. Hier eine Nachlese. Der Fagradalsfjall pulst weiter.

Ätna: Nachlese zum Paroxysmus

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmal

Nachdem ich gestern in Echtzeit von der Eruption berichtet habe, liefere ich heute noch Bilder und einige Daten: nach offiziellen Angaben der Vulkanologen des INGV handelte es sich um den 50. Paroxysmus seit Februar und um den 54. seit Dezember 2020. Die Aschewolke stieg bis zu 10.000 m hoch auf und driftete in südöstlicher Richtung. MIROVA registrierte eine sehr hohe Thermalstrahlung mit 2551 MW Leistung. Aktuell fluktuiert der Tremor im gelben Bereich und ist noch nicht in Ruheposition. Es bleibt spannend abzuwarten, ob sich das Pausenintervall wieder verkürzt, oder ob uns der Vulkan wieder 3 Wochen warten lässt. Natürlich lässt sich nicht sagen, ob die Paroxysmen-Serie überhaupt fortgesetzt wird.

Inzwischen wurden in unserer FB-Gruppe „volcanoes and volcanism“ wieder zahlreiche Medien der ortsansässigen Fotografen geteilt.

Fagradalsfjall: Neuer Puls

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Gestern Nacht begann erneut eine Phase sichtbarer Aktivität. Sie dauert bis heute Vormittag an, allerdings beginnt nun der Tremor langsam zu fallen. Das Pausenintervall war überdurchschnittlich lang. Zum größten Teil lief die Eruption wieder im Verborgenen an, da sich die Wolken hartnäckig hielten. Die Cam im Natthagi-Valley gab zeitweise Blicke frei und man konnte erkennen, dass sich wieder ein Lavastrom auf dem Steilhang gebildet hatte. Wie zuvor erreichte er aber die Talsohle nicht ganz. Solange die Aktivität pulst und nicht länger anhält, wird sich die Lava wahrscheinlich im Tal akkumulieren. Damit der Parkplatz, bzw, die Küste erreicht werden, bedarf es einen längeren/intensiveren Lavaschub.

Kadovar ist aktiv

Staat: PNG | Lokation: -3.63; 144.63 | Eruption: Ascheeruption

In Papua Neuguinea ist der Inselvulkan Kadovar weiter aktiv und eruptiert Aschewolken. Wie das VAAC meldete, stieg heute Vulkanasche 1500 m hoch auf. Sie driftete in westlicher Richtung.

Merapi: Vulkanasche in 3000 m Höhe

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Dom

Das VAAC detektierte am Merapi Vulkanasche, die bis auf einer Höhe von 3000 m aufgestiegen ist. Gestern wurden gut 240 Abgänge von Schuttlawinen registriert. Die restliche Seismizität war gering.

Vulkan-Update 29.08.21: Ätna beginnt mit Paroxysmus

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmal

Update 20:00 Uhr:  Ätna-Paroxysmus neigt sich dem Ende zu

Der Paroxysmus ist fast beendet und auf den Cams sieht man noch die Nachwehen, die, obwohl die Lavafontäne zusammengeklappt ist, noch interessant sind: der Lavastrom hat nun die Bresche zischen den BarbagalloKratern und dem Monte Frumento Supino erreicht. Weiterhin finden strombolianische Eruptionen statt und es wird Asche emittiert. Diese Nachwehen sind auf dem letzten Bild der Galerie unten zu sehen.

Update 19:00 Uhr: Die Aktivität steigerte sich wie erwartet zum Paroxysmus, der nun seinem Höhepunkt entgegen strebt. Bei schönstem Sonnenschein bekommen wir eine großartige Show geliefert, die sich per LiveCam beobachten lässt. Der Vulkan fährt wieder alles auf, was er bei diesen Vulkanausbrüchen zu bieten hat: eine Lavafontäne, nebst Aschewolke und Lavastrom.

Originalmeldung: Heute Nachmittag begann die Tremor-Amplitude am Ätna stark zu steigen und der Neue Südostkrater erzeugt frequente strombolianische Eruptionen. Es sieht so aus, als würde ein neuer Paroxysmus in den Startlöchern stehen. Stay tuned!

Naturkatastrophen-News 29.08.21: Hurrikan Ida

Der USA droht eine weitere Naturkatastrophe in Form eines Hurrikans, der kurz vor dem Landfall im Bundesstaat Louisiana steht. Der Hurrikan bekam den Namen „Ida“  und wurde jüngst auf Kategorie 4 hochgestuft. Damit ist es ein Sturm der 2. höchsten Stufe. Im Inneren des Hurrikans wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 209 km/h gemessen. An der Küste droht eine Sturmflut mit hohen Wellen. Der Pegel könnte auf 4,5 Meter über Normal steigen.

Gouverneur ruft Notstand aus und rät zu Evakuierungen

Der Gouverneur von Louisiana John Bel Edwards, rief die Menschen zur Vorsicht auf und hat zur Evakuierung geraten. Dem Apell folgten zahlreiche Menschen, die nun versuchen die Küstenregion um New Orleans zu verlassen: es bildeten sich lange Staus auf den Autobahnen und den Tankstellen ging zum Teil der Sprit aus. Diejenigen, die dem Sturm trotzen wollen, verbarrikadieren ihre Häuser uns legen Vorräte an. Ursprünglich sehen Evakuierungspläne vor, dass Krankenhäuser geräumt werden und die Patienten auf Einrichtungen weiter im Landesinneren verteilt werden, doch das ist diesmal nicht möglich: aufgrund der Corona-Pandemie gibt es nicht genügend freie Zimmer. Im Südosten des Landes sind die Corona-Zahlen extrem hoch und die Delta-Variante verbreitet sich rasant. Zu viele Impfgegner verweigern die Impfung und auch Geimpfte infizieren sich zusehends wieder mit dem Virus.

Vor genau 16 Jahre wütete der verheerenden Hurrikan Katrina in New Orleans und traumatisierte die Region. Ida ist zwar noch etwas schwächer als Katrina, könnte dennoch ähnlich starke Schäden verursachen. Allerdings wurde in den letzten Jahren viel Geld in den Ausbau des Hochwasserschutzes investiert, der nun vor einer Bewährungsprobe steht.

Hurrikan Ida zog über Kuba hinweg

Vor wenigen Tagen zog Ida bereits über Kuba hinweg. Dort war Ida allerdings noch ein Hurrikan der Kategorie 1 und richtete nur wenige Schäden an. Es kam zu Stromausfällen. Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt. Starkregen sorgte für Überschwemmungen. In Louisiana dürften die Schäden größer ausfallen.

Im Atlantik brauen sich 2 weitere tropische Tiefdruckgebiete zusammen, die sich im Laufe der nächsten Woche zu Hurrikane entwickeln könnten.

Vulkane am 29.08.21: Ätna, Fagradalsfjall, Merapi

Der Tremor am Ätna ist vergleichsweise hoch. Am Fagradaslfjall floss Lava Richtung Natthagi. Am Merapi gingen Schuttlawinen ab.

Ätna: Tremor ist gestiegen

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Strombolianisch

Am Ätna ist der Tremor weiter gestiegen und bewegt sich nun an der Grenze zwischen gelb und rot seitwärts. Schlechtes Wetter sabotierte die Messungen von Infraschalltätigkeit und so werden beim LGS keine aktuellen Daten angezeigt. Es bleibt spekulativ, ob der erhöhte Tremor mit Explosionen einhergeht. Gestern wurden einige moderate-bis starke Infraschallsignale registriert, die überwiegend aus Richtung der Zentralkrater kamen, aber auch aus Richtung des Südostkraters. Ich halte es für möglich, dass der Vulkan in einer neuen Phase mit strombolianischer Gipfelaktivität eintritt, oder aber, dass er sich auf einen neuen Paroxysmus vorbereitet. Die nächsten Stunden werden zeigen, wohin die Reise geht.

Fagradalsfjall: Lava in Richtung Natthagi

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Gestern Mittag endete die bislang jüngste Phase sichtbarer Aktivität am Krater. Gestern abend brach dann Lava an der Kante zum Steilhang Richtung Natthagi-Tal durch. Bis zu diesem Zeitpunkt muss sich die Lava unter dem erstarrten Lavafeld bewegt haben. Vielleicht akkumulierte sich ein unterirdischer Lavapool an den Resten des Schutzwalles, der das Tal vor Lavaströmen schützen sollte. Die Lava floss dann ein gutes Stück den Hang hinab, ohne die Talsohle zu erreichen. Heute Vormittag ist der Tremor weiter niedrig und der Krater ruht seit gut 20 Stunden.

Merapi: Abgänge von Schuttlawinen

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Dom

 

Vom Merapi ging heute eine Aschewolke aus, die bis auf eiern Höhe von 3000 m aufgestiegen ist. Weiterhin gehen recht viele Schuttlawinen von den beiden Domen ab. Gestern registrierte das VSI gut 220 Abgänge. Am 27. August gab es einen Peak in der Seismizität: insgesamt wurden über 800 Signale unterschiedlichen Ursprungs aufgefangen. Die meisten stammten von starken Entgasungen und Schuttlawinenabgängen. Es wurden aber auch Niederfrequenzerdbeben festgestellt. Ein ungewöhnlich gutes Foto gelang dem Fotografen Gunarto Song vom Dom. Zu sehen sind die Glutspuren von abgehenden Lavabrocken.

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