
Vulkanausbruch auf Ambae löst erneut VONA-Warnung aus – Vulkan Manaro Voui speit Vulkanasche
Eine aktuelle VONA-Warnung des VAAC Wellington betrifft den Vulkan Manaro Voui auf Ambae im Inselstaat Vanuatu. Demnach dauert eine Eruption, die am 27. Februar um 19:29 UTC begann, weiterhin an. Mit Hilfe von Webcamaufnahmen und Satelliten wird eine kontinuierliche, anhaltende eruptive Aktivität in Form von Ascheausstoß beobachtet. Die Vulkanasche steigt vom Boden bis auf etwa 3.000 Meter Höhe (Flugfläche 100) auf und driftet mit rund 9 km/h in östliche Richtung. Auf Satellitenbildern ist die Asche derzeit allerdings nicht eindeutig identifizierbar. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Aschewolke in den kommenden Stunden weiter ostwärts verlagert, bevor sie sich innerhalb von 18 Stunden auflösen dürfte, sofern keine weitere Asche ausgestoßen wird, wonach es momentan aber nicht aussieht.
Die aktuelle Aktivitätsphase des Manaro Voui, der auch oft als Ambae bezeichnet wird, begann bereits um den 20. Februar, als verstärkte Dampf- und Ascheemissionen registriert wurden. Wenige Tage später erhöhten die Behörden die Alarmstufe auf Level 3. Damit wird eine moderate Eruptionsphase mit potenziell gefährlichen Auswirkungen im Nahbereich des Kraters signalisiert. Bereits Mitte Februar waren erste Anzeichen wachsender Aktivität beobachtet worden, darunter thermische Anomalien und nächtliches Glühen über dem Kratersee.
Wenige Tage alte Aufnahmen zeigen, mit wie viel Druck der Ascheausstoß stattfindet. Die Eruption bringt nicht nur Asche hervor, sondern auch glühende Tephra von Lapilli- und Blockgröße.
Ambae zählt zu den aktivsten Vulkanen des pazifischen Inselbogens. Besonders in den Jahren 2017 und 2018 hatte der Vulkan mit stärkeren Eruptionen für internationale Aufmerksamkeit gesorgt und zeitweise großflächige Evakuierungen notwendig gemacht. Im Vergleich dazu erscheint die derzeitige Aktivität deutlich schwächer, bleibt jedoch unter genauer Beobachtung.
Für den internationalen Flugverkehr stellt vor allem feine Vulkanasche ein Risiko dar. Auch wenn die aktuelle Aschewolke relativ niedrig bleibt, werden Luftfahrzeugführer durch die VONA-Meldungen gewarnt, um mögliche Routenanpassungen vorzunehmen. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Aktivität im Kratersee verstärkt oder allmählich abschwächt.










