Anak Krakatau: Neue Ascheemissionen am 09.08.2026

Anak Krakatau mit erneuter Ascheemission – Tremor ging voraus

Der Anak Krakatau im Sundastrait zwischen Java und Sumatra emittiert nach ein paar ruhigeren Tagen erneut Vulkanasche. Am 9. August 2026 registrierte das Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) Darwin eine Aschewolke, die bis in eine Höhe von gut 3.000 Fuß (etwa 900 Meter) über dem Meeresspiegel aufstieg. Die Emission wurde anhand von Satellitenaufnahmen des Wettersatelliten Himawari-9 beobachtet. Nach Einschätzung des VAAC dürften die Ascheemissionen weiter anhalten und niedrig fliegende Flugzeuge gefährden.

Histogramm

Die Aschewolke wurde um 05:10 UTC, also 13:10 Uhr Ortszeit, beobachtet. Der Wind war schwach und wechselte seine Richtung, sodass die Wolke zunächst nur langsam nach Norden verfrachtet wurde. Das VAAC weist allerdings darauf hin, dass die Asche auf späteren Satellitenbildern wegen dichter Bewölkung nicht mehr eindeutig auszumachen war. Die Angaben zu Höhe und Ausbreitung beruhen daher teilweise auf Modellberechnungen.

Die Messungen des indonesischen Vulkanüberwachungsdienstes PVMBG vom 8. August bestätigten eine anhaltende seismische Unruhe in Form von Tremor und hybriden Erdbeben. Innerhalb von 24 Stunden wurden 43 harmonische Tremore registriert, deren Dauer zwischen 11 und 130 Sekunden lag. Hinzu kamen vier vulkanisch bedingte niederfrequente Beben sowie acht Hybrid- beziehungsweise Mehrphasenbeben. Außerdem wurde ein flaches vulkanotektonisches Beben aufgezeichnet. Besonders bemerkenswert ist der Nachweis kontinuierlichen Tremors, der viermal registriert wurde und Amplituden von bis zu 25 Millimetern erreichte. Die Daten für den 9. August liegen noch nicht vollständig vor. Soweit vorhanden, bestätigen sie den Trend vom Vortag. Die Beben lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass es weitere Ascheeruptionen geben wird.

Aufgrund der anhaltenden vulkanischen Aktivität gilt weiterhin eine Sperrzone. Das PVMBG empfiehlt, sich dem Anak Krakatau nicht auf weniger als drei Kilometer vom aktiven Krater zu nähern. Dies gilt insbesondere für Bewohner, Besucher, Touristen und Bootsfahrer.