Sumatra: Erdbeben Mw 6,4

Vor der Südwestküste der indonesischen Insel Sumatra ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 6,4. Das Hypozentrum lag in 54 km Tiefe. Aufgrund der Tiefe gehe ich von keinen, oder nur geringen Schäden an Land aus. Bis zum Vulkan Krakatau sind es ca. 320 km.

Sinabung mit hoher thermischer Strahlung

Deutlich weiter ist es bis zum Vulkan Sinabung im Norden der Insel. Sinabung zeichnete sich in der letzten Woche durch mehrere pyroklastische Ströme aus, die den Südhang des Vulkans hinab rauschten. Gestern registrierte MODVOLC eine hohe thermische Strahlung von 207 MW. Es war der höchste Wert seit Februar dieses Jahres. Wahrscheinlich erwischte die Messung einen pyroklastischen Strom, der gerade vom Dom abging.

Erdbeben im Westen der Türkei und im Südiran

In der türkischen Erdbebenregion hat es ein erneutes Erdbeben gegeben. Es lag etwas von der Küste entfernt und hatte eine Magnitude von 4,9. Das Hypozentrum befand sich in nur 4 km Tiefe. Das Beben war auch auf der griechischen Insel Kos zu spüren. Im Süden des Irans bebte die Erde mit einer Magnitude von 4,6.

Katla: Erdbeben M 3,0

Heute gab es unter dem subglazialen Vulkan Katla auf Island wieder ein Erdbeben der Magnitude 3,0. Das Hypozentrum lag in nur 100 m Tiefe. Bisher folgte kein Schwarmbeben. Interessanter ist aber das Geschehen an der benachbarten Hekla: dort verzeichnete das IMO 5 schwache Erschütterungen. Der Vulkan ist seit Monaten durchgeladen und laut Aussagen der Vulkanologen zu einem Ausbruch bereit. Bei früheren Ausbrüchen gab es nur sehr wenig Vorwarnung durch Erdbeben.

China: weiteres Erdbeben Mw 6,3

In China bebte gestern Nacht die Erde erneut. Betroffen ist diesmal die entlegene Region Xinjiang. Das Erdbeben der Magnitude 6,3 (Quelle: EMSC) erschütterte den dünnbesiedelten Kreis Jinghe. Das Hypozentrum lag in 30 km Tiefe. Aufgrund der Tiefe und dünnen Besiedlung der Gegend gehe ich von relativ geringen Schäden aus. In einigen Medien wird das Beben mit höheren Magnituden angegeben. Das hängt davon ab, ob der USGS, oder lokale Erdbebenwarten als Quellen benutzt wurden. Ich verwende hier die Daten des European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC).

Erdbeben vor den Aleuten

Südlich der Fox-Islands gab es 2 Erdbeben der Magnituden 5,3. Die Hypozentren lagen in mehr als 40 km Tiefe. Diese Erdbeben sind interessant, weil sie sich in der Nähe mehrerer Vulkane der Aleuten ereigneten.

China: Erdbeben M 6,5

Update 09.08.2017: Die Opferzahlen stiegen auf 13 Tote und 174 Verletzte. Unter den Opfern befinden sich ausländische Touristen. Es gab weitere Nachbeben.

Update: Jetzt werden weitere Einzelheiten zum Erdbeben bekannt. Es sollen mindesten 5 Menschen ums Leben gekommen sein. Es ist von 60 Verletzten die Rede. Rund 100 Personen sollen im Touristenpark Jiuzhaigou eingeschlossen sein. Zudem gab es zeitgleich ein Unwetter und Hangrutschungen. Der Katastrophenschutz baut Notunterkünfte auf.

Originalmeldung: In der chinesischen Region Sichuan-Gansu ereignete sich ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,5. Das Hypozentrum lag in einer relativ dünn besiedelten Gegend in 10 km Tiefe. Schäden in umliegenden Dörfern sind durchaus möglich.

Erdbeben Türkei

Zwischen der griechischen Insel Kos und der Westküste der Türkei gab es weitere Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 5,3 in nur 1 km Tiefe.

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Papua Neuguinea: Erdbeben Mw 5,8

An der Südküste von Papua Neuguinea gab es letzte Nacht ein Erdbeben der Magnitude 5,8. Das Hypozentrum lag in 75 km Tiefe in einer dünn besiedelten Region. Größere Schäden halte ich daher für unwahrscheinlich.

Westtürkei Erdbeben Mw 4,5

Im Erdbebengebiet zwischen der griechischen Insel Kos und dem türkischen Ort Bodrum manifestierte sich ein Beben der Magnitude 4,5. Dieses Beben lag etwas weiter nördlich als die Beben vor 2 Wochen. EMSC gibt die Tiefe mit nur 2 km an. Es gab zahlreiche schwächere Erdbeben. Noch weiter im Nordosten hat sich ein weiterer Beben-Cluster gebildet. Es kann gut sein, dass es in dem Bereich dazwischen bald auch Erdbeben zu beobachten geben wird, wenn sich die seismische Lücke schließt.

Yellowstone: neuer Erdbebenschwarm

Seit gestern manifestiert sich ein neuer Erdbebenschwarm nördlich von West-Yellowstone. Es gab 8 Erdbeben mit Magnituden größer als 2. Das Stärkste brachte es auf Mw 3,1. Das Hypozentrum lag in 7,3 km Tiefe. In den letzten Wochen gab es mehrere dieser Erdbebenschwärme. Am 21.08.17 werden ungewöhnlich viele Touristen zum ältesten Nationalpark der Welt reisen, denn dann kann man von etwas weiter südlich aus eine totale Sonnenfinsternis beobachten.

Beben bei Oklahoma Citiy

Um in den USA zu bleiben: nördlich von Oklahoma City gab es ein mittelstarkes Erdbeben der Magnitude 4,2.  Sein Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe.

Erdbebenschwarm bei Landmannalaugar

Unweit des isländischen Thermalgebietes Landmannalaugar gab es ein Schwarmbeben mit (bisher) 41 Einzelbeben. Sie liegen in relativ geringer Tiefe. Landmannalaugar liegt nördlich der Katla in der Torfajökull-Caldera.

Teneriffa: Aktivität erhöht

Auf der Kanareninsel Teneriffa sind Seismik und Kohlendioxidausstoß der Vulkane erhöht. Am Samstag ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 3,3. Es war das stärkste Erdbeben einer Serie von insgesamt 59 Beben innerhalb eines Monats. Ansonsten bebt es deutlich weniger auf den Kanaren. Die Beben manifestieren sich zwischen Teneriffa und Grand Canaria. Zudem wurden am Cumbre Dorsal auf Teneriffa 3-fach erhöhte CO2 Emissionen nachgewiesen. Diese Daten bedeuten allerdings nicht, dass in der Ferienzeit ein Vulkan auf der beliebten Urlaubsinsel ausbrechen wird.

Gasausstoß auf La Palma

Eine weitere Kanareninsel steht heute in den Schlagzeilen: auf La Palma wurde der CO2-Ausstoß aller Vulkane von INVOLCAN gemessen. Dabei fand man heraus, dass die Feuerberge täglich 800 Tonnen CO2 ausstoßen.

Erdbeben südlich von Kreta

Vor der Südküste Kretas ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,2. Das Hypozentrum lag in 20 km Tiefe. Es entstanden keine größeren Schäden. Weiter östlich gibt es immer noch Nachbeben zwischen Kos und der Türkischen Küste.

 

Island: Schwarmbeben geht weiter

Das Schwarmbeben auf der Reykjanes-Halbinsel geht weiter. In den letzten 48 Stunden manifestierten sich am Vulkan Fagradalsfjall 577 Einzelbeben. 14 hatten eine Magnitude größer als 3. Die Hypozentren liegen in geringer Tiefe von durchschnittlich 5 km, wobei es sowohl Beben gibt, die in nur 1 km Tiefe liegen und solche, die fast 10 km tief sind. In den isländischen Medien wird ausführlich über die Bebenserie berichtet. In dem verlinkten Artikel wird der Geophysiker Páll Einarsson zitiert. Er spricht davon, dass sich in dem Gebiet tektonischen Platten treffen und impliziert damit, dass das Schwarmbeben nicht magmatischen Ursprungs ist. In anderen Berichten wird dagegen ganz klar von einer Magmenintrusion gesprochen. Die isländischen Behörden haben bisher den Alarmstatus des Vulkans nicht erhöht.

Über den Vulkan Fagradalsfjall gibt es wenig im Web zu finden. Es handelt sich um einen niedrigen Tafelberg-Vulkan von 385 m Höhe. Er ist im Pleistozän entstanden, als Island komplett mit Gletschern bedeckt war. Ob er nach der Eiszeit noch einmal eruptierte ist mir nicht bekannt. Die Reykjanes-Halbinsel ist geothermisch sehr aktiv. Hier wird in Geothermalkraftwerken Strom produziert und die berühmt Blaue Lagune ist nicht weit entfernt.