Dempo in Indonesien ausgebrochen

Gunung Dempo eruptierte Aschewolke bis auf 5700 m Höhe – Ascheniederschlag östlich des Vulkans

Der indonesische Vulkan Gunung Dempo ist am 7. April 2026 überraschend aktiv geworden und erzeugte einen Vulkanausbruch, in dessen Folge es zu Ascheniederschlag kam. Der 3.173 Meter hohe Stratovulkan liegt im Süden der Insel Sumatra und erstreckt sich über mehrere Verwaltungsgebiete. Seine Aktivität konzentriert sich auf den Marapi-Krater nahe dem Gipfel. Damit ist es der zweite Vulkan auf Sumatra, der nach dem Erdbeben Mw 7,3 in der Molukkensee unruhig geworden ist.

Dempo

Nach Angaben der indonesischen Vulkanologiebehörde (PVMBG) ereignete sich die Eruption um 01:39 Uhr Ortszeit. Dabei wurde eine dichte, graue Aschewolke ausgestoßen, die etwa 2.500 Meter über den Gipfel aufstieg und damit eine Höhe von 5,7 Kilometern über dem Meeresspiegel erreichte. Die Eruptionssäule driftete mit dem Wind nach Osten. Messinstrumente registrierten eine maximale seismische Amplitude von 30 Millimetern und eine Dauer von knapp drei Minuten. In einem Gebiet östlich des Vulkans, etwa 4,7 Kilometer vom Krater entfernt, wurde leichter Ascheregen gemeldet.

Trotz dieser klar beobachteten Eruption konnte die Vulkanasche in Satellitendaten nicht eindeutig identifiziert werden. Dies deutet auf eine relativ geringe Auswurfmenge hin. Für den internationalen Flugverkehr bestand trotz der Warnung daher keine relevante Gefahr.

Der Dempo zeigt typischerweise phreatische Aktivität. Solche Explosionen entstehen, wenn Wasser im Untergrund schlagartig erhitzt wird und als Dampf expandiert. Charakteristisch ist ihr plötzliches Auftreten ohne deutliche Vorwarnsignale. Auch im aktuellen Fall waren die seismischen Vorläufer gering: In den Wochen zuvor wurden nur wenige vulkanische Beben registriert. Allerdings zeigen Neigungsmessungen seit Anfang April eine leichte Inflation des Vulkangebäudes, was auf steigenden Druck im flachen Untergrund hinweist.

Die Aktivität begann wenige Tage nach dem starken Erdbeben in der Molukkensee und könnte von diesem getriggert worden sein. Wissenschaftlich belegt ist diese Hypothese aber nicht.

Die Alarmstufe bleibt weiterhin auf Level II („Waspada“). Behörden warnen davor, sich dem Kraterbereich zu nähern. Eine Sperrzone von einem Kilometer um den Krater sowie bis zu zwei Kilometern im Nordsektor wurde festgelegt, da dort sowohl Auswurfmaterial als auch gefährliche Gase auftreten können.

Insgesamt handelt es sich um eine vergleichsweise kleine, kurzlebige Eruption, wie sie für den Dempo in den vergangenen Jahren typisch ist.