Erdrutsch am Fuji begräbt drei Autos – Starkregen der Auslöser
Am japanischen Vulkan Mount Fuji hat Starkregen eines Tropensturms in der Nacht zum Mittwoch einen Erdrutsch ausgelöst. An der 5. Station (Fujinomiya-guchi) auf der Südseite des Vulkans rutschten in den frühen Morgenstunden größere Mengen Geröll aus Pyroklastika ab und erreichten den Parkplatz. Dabei wurden drei dort abgestellte Fahrzeuge von den Hangrutschmassen erfasst und teilweise verschüttet. Menschen kamen nach bisherigen Angaben nicht zu Schaden.
Der Erdrutsch steht im Zusammenhang mit einer ausgeprägten Starkregenlage, die derzeit weite Teile Japans betrifft und Unwetter mit sich bringt. Ursache ist vor allem Taifun Nr. 24 „Krovanh“, der zuvor über dem Pazifik unterwegs war. Obwohl der tropische Wirbelsturm nicht direkt über den Fuji zog, führten seine feuchten Luftmassen zusammen mit einer über Japan liegenden herbstlichen Regenfront zu ausgiebigen Niederschlägen. Die Wetterlage brachte seit Sonntag Überschwemmungen und Erdrutsche in mehreren Regionen. So ertrank in Fukushima eine Frau in einem überfluteten Fahrzeug; für mehrere Präfekturen gelten weiterhin hohe Warnstufen vor Erdrutschen.
Bemerkenswert ist die derzeit ungewöhnlich hohe Sturmaktivität im Westpazifik. Neben dem Taifun Krovanh sind auch zwei weitere Stürme – die Systeme Nr. 25 „Dujuan“ und Nr. 26 „Surigae“ – aktiv. Damit sind gegenwärtig drei tropische Systeme im westlichen Pazifik vorhanden. Allerdings handelt es sich nicht bei allen drei gleichzeitig um Taifune im meteorologischen Sinn, sondern sie entsprechen der Kategorie Tropenstürme.
Der vom Hangrutsch betroffene Mount Fuji ist mit 3776 Metern Höhe der höchste Berg Japans und ein aktiver Stratovulkan. Sein letzter Ausbruch ereignete sich am Anfang des 18. Jahrhunderts während der Hōei-Eruption. Der Erdrutsch manifestierte sich nicht weit unterhalb der Gipfelregion auf etwa 2400 Metern Höhe. Sie ist der höchstgelegene Ausgangspunkt der vier offiziellen Fuji-Aufstiegsrouten.