Kanlaon fördert Aschewolke bis auf 4300 m Höhe

Kanlaon bleibt aktiv und förderte Vulkanasche bis auf 4300 m Höhe – Alarmstufe „2“ bleibt in Kraft

Der Kanlaon auf der Philippineninsel Negros war auch heute ziemlich aktiv und emittierte mehrmals Vulkanasche. Die Aschewolken lösten beim VAAC Tokio VONA-Warnungen aus. Während am frühen Morgen kleinere Eruptionswolken entstanden, schaffte es eine am Mittag bis auf 4300 m Höhe.

Die Eruption begann um 12:23 UTC. Dabei wurde Vulkanasche bis in eine Höhe von etwa 4.300 Metern (Flugfläche 140) ausgestoßen und bewegte sich langsam nach Norden. Die Windgeschwindigkeit betrug in der Höhe nur 9 km/h. Die Daten wurden mit Hilfe des Satelliten Himawari-9 akquiriert und von PHIVOLCS an das VAAC weitergeleitet.

Die landgestützten Sensoren der Überwachungsbehörde sammelten auch in den letzten 24 Stunden geophysikalische und geochemische Daten, die den langfristigen Trend zur Aufrechterhaltung des Druckes im magmatischen System bestätigen.

Bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung wurde eine Aschemission registriert, die etwa 25 Minuten andauerte. Zusätzlich wurden 30 vulkanotektonische Erdbeben aufgezeichnet, von denen 15 genau lokalisiert werden konnten. Außerdem gab es einen vulkanischen Tremor, der ebenfalls gut 25 Minuten anhielt und mit der Asche-Emission einhergegangen sein dürfte.

Es wurden kontinuierliche Entgasungen beobachtet. Die dabei entstandene Gasfahne erreichte eine Höhe von 350 Metern. Es handelte sich um eine mäßige Emission, die vom Wind in Richtung West-Südwest bis Südwest verfrachtet wurde. Der Schwefeldioxid-Anteil in der Gasfahne lag am Vortag bei etwa 680 Tonnen pro Tag.

Messungen zeigen zudem eine Aufblähung des Vulkangebäudes, was auf weiteren Druckaufbau im Inneren des Feuerbergs hindeutet.

Das Betreten der permanenten Gefahrenzone (PDZ) mit einem Umkreis von 4 Kilometern um den Krater sollte weiterhin unbedingt vermieden werden. Ebenso wird vom Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans abgeraten. Es besteht die Gefahr von plötzlichen dampfgetriebenen (phreatischen) Eruptionen sowie einer möglichen magmatischen Aktivität, die ohne weitere Vorwarnungen erfolgen könnte, wie es im Allgemeinen für Vulkane aus Alarmstufe „2“ üblich ist.