Kanlaon: Kontinuierliche Ascheemissionen gemeldet

Kanlaon steigerte Aktivität und emittiert durchgehend Vulkanasche

Eine Serie von VONA-Meldungen des VAAC Tokio bestätigt kontinuierliche Ascheemissionen vom philippinischen Vulkan Kanalon, die am Abend des 20. März begannen und bis zur Stunde andauern. Demnach steigt die Asche bis auf FL 100 (3 Kilometer) auf und driftet mit einer Geschwindigkeit von nur 5 km/h in Richtung Südwesten. Die Ascheemissionen können zwar nicht via Satellit detektiert werden, dafür kann man sie via AFAR-TV-Livestream beobachten. Die Asche in 3 Kilometern Höhe stellt zwar keine Gefahr für den internationalen Flugverkehr dar, tieffliegende Maschinen könnten allerdings gefährdet werden. Daher gilt ein Überflugverbot des Vulkans.

Kanlaon

Das zuständige Institut PHILVOLCS aktualisierte seine Schautafel mit Informationen zwischen Mittag 20. und 21. März und zeigt, dass zwei kontinuierliche Ascheemissionsereignisse beobachtet wurden. Die erste Emission dauerte 98 Minuten, die zweite sogar 109 Minuten. Die Aschewolken erreichten eine Höhe von ca. 300 m über dem Kraterrand und drifteten vorwiegend in Südwestrichtung. Die Emissionen werden als moderat eingestuft.

Darüber hinaus wurden im genannten Beobachtungszeitraum fünf vulkanische Erdbeben registriert, darunter zwei vulkanische Tremor-Episoden, die zeitlich mit den Ascheemissionen korrelieren und auf anhaltende Magma- oder Dampfbewegungen im Kraterbereich hinweisen. Von den fünf Beben konnten drei genügend genau lokalisiert werden.

Der Gasausstoß ist weiterhin hoch und betrug 2.169 Tonnen SO₂ pro Tag. Der Wasserdampfanteil dürfte um einiges höher gewesen sein, was zeigt, dass Vulkane nicht nur als Überdruckventile fungieren, sondern auch Gase und Mineralien fördern, die für das Ökosystem essentiell sind.

GNSS-Messungen zeigen eine anhaltende Inflation des Vulkanbauwerks, was auf anhaltenden Magmaaufstieg im Untergrund hindeutet.

Nach wie vor ist nicht nur das Überfliegen des Kanlaon verboten, sondern auch das Betreten der PDZ (Permanent Danger Zone) mit einem Radius von 4 Kilometern um den Krater. Es drohen plötzlich auftretende phreatische Explosionen bis hin zu pyroklastischen Strömen und bei Regen Lahare.