Marapi: Vulkanausbruch fördert Vulkanasche auf 4500 m Höhe

Marapi mit explosivem Vulkanausbruch – Vulkanasche in 4500 m Höhe detektiert

Am Mount Marapi auf Sumatra kam es heute Morgen um 08:46 Uhr Ortszeit (WIB) zu einer kurzen explosiven Eruption. Dabei stieg eine dichte graue Aschesäule auf etwa 1600 m über den Gipfel auf und erreichte damit ungefähr 4491 m Höhe über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke driftete in östliche Richtung. Das eruptive Ereignis wurde auch seismisch registriert und zeigte eine maximale Amplitude von etwa 30 mm bei einer Dauer von rund 33 Sekunden.

Archivbild

Das VAAC Darwin veröffentlichte eine entsprechende Warnung für den Flugverkehr, nach der sich die Aschewolke auf Flugfläche 150 mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h in Richtung Westen bewegte, was im krassen Widerspruch zu den Angaben am Boden steht, die offenbar Ost und West vertauschten. Möglicherweise driftete die Wolke in niedrigen Höhen aber in eine andere Richtung, bevor sie von anderen Luftströmungen erfasst wurde. In Ortschaften am Fuß des Vulkans kam es zu leichtem Ascheniederschlag.

Neben diesem Ausbruch wurden 13 Entgasungsbeben mit Amplituden zwischen 1,7 und 3,7 mm und Dauern von 35 bis 55 Sekunden aufgezeichnet. Zusätzlich registrierten die Instrumente 10 nicht-harmonische Tremorereignisse mit Amplituden von 1,9 bis 4,4 mm und Dauern von 68 bis 236 Sekunden, was auf anhaltende Bewegung von Gasen oder Magma im Fördersystem hinweist. Diese Art des Tremors nahm in den letzten Wochen deutlich zu und könnte signalisieren, dass sich der Marapi auf weitere Eruptionen vorbereitet. Außerdem wurde ein kontinuierlicher Tremor mit Amplituden zwischen 0,5 und 3 mm beobachtet, was an diesem Vulkan selten vorkommt und auf anhaltende innere Unruhe des Marapis hindeutet.

Der Alarmstatus steht auf „2“ und die Behörden des Center for Volcanology and Geological Hazard Mitigation (PVMBG) riefen Bevölkerung, Bergsteiger und Touristen dazu auf, einen Mindestabstand von drei Kilometern zum Verbeek-Krater des Mount Marapi einzuhalten. Bewohner in der Nähe von Tälern und Flussläufen, die am Gipfel des Vulkans entspringen, sollen außerdem besonders wachsam sein, da dort bei starken Regenfällen vulkanische Schlammströme (Lahare) auftreten können.