Eruption am Mayon hält seit 57 Tagen an – Lavadom, Lavaströme und Aschewolken gesichtet
Auch nach 57 Tagen kontinuierlich anhaltender vulkanischer Aktivität am Mayon gibt es keine Anzeichen, dass sich der Vulkanausbruch abschwächt. Im Gegenteil: Die beobachteten Parameter sind seit Tagen auf hohem Niveau stabil und Webcamaufnahmen zeigen, dass mindestens eine Lavafront fast die Basis des Vulkankegels erreicht hat und immer wieder Vegetation in Brand setzt.

Neben der effusiven Tätigkeit in Form des Lavadoms und den von ihm abgehenden Lavaströmen, deren weiteste Front in der Basud-Schlucht 3,8 Kilometer vom Krater entfernt liegt, gibt es sporadische strombolianische Explosionen und Ascheemissionen, die teils vom Krater ausgehen, aber auch von pyroklastischen Dichteströmen erzeugt werden. Die Aschewolken steigen bis auf FL 090 auf (2700 m über Normalnull) und driften mit einer Geschwindigkeit von 19 km/h nach West-Südwest. In den Orten unter der Eruptionswolke kann es zu Ascheregen kommen.
Darüber hinaus ist der Mayon weiterhin seismisch aktiv. In den letzten 24 Stunden wurden 30 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. Es kam zu 363 Abgängen von Steinschlägen und Schuttlawinen und es wurden 6 pyroklastische Dichteströme festgestellt.
Visuelle Beobachtungen ergaben, dass eine permanente Asche-Dampf-Wolke bis zu 750 m über den Banaag-Krater aufstieg und dort nachts mit bloßem Auge ein Kraterglühen sichtbar ist.
Der Schwefeldioxidausstoß beträgt 1.582 Tonnen pro Tag (Stand: 2. März 2026). Die Eruptionssäule erreicht eine Höhe von etwa 750 Metern über dem Krater, mit schwacher Emission, wobei der Wind die Asche in Richtung West-Südwest, Südwest und Nordwest treibt.
Messungen der Bodenverformung zeigen, dass das Vulkangebäude weiterhin aufgebläht ist. Es bestehen weiterhin diverse Vulkangefahren wie Felsstürze, Erdrutsche oder Lawinenabgänge, die auch pyroklastische Ströme hervorbringen können. Im Falle starker Regenfälle können Lahare entstehen Außerdem gefährden Lavaströme und Lavafontänen sowie ballistische Lavablöcke und Bomben. Daher ist der Eintritt in die permanente Gefahrenzone (PDZ) im Umkreis von 6 Kilometern nicht erlaubt.