Puracé: Kolumbianischer Vulkan bleibt aktiv

Anhaltende Ascheemissionen vom Puracé halten kolumbianische Andenregion in Alarmbereitschaft

Der Vulkan Puracé liegt im kolumbianischen Departamento Cauca und zeigt weiterhin eine erhöhte Aktivität, die sich vor allem in lang anhaltenden Ascheemissionen äußert. Laut dem Washington-VAAC wurden am 2. Juni um 02:00 UTC ein Ascheausstoß beobachtet, dessen Wolke sich bis in eine Höhe von 5.500 m erstreckte und sich zunächst südwestlich des Gipfels ausbreitete, bevor sie durch westliche Winde weiter verlagert wurde. Prognosen deuten auf eine fortgesetzte Drift der Aschewolke in west-nordwestliche Richtungen hin.

Puracé. © SGC

Die Emissionen werden durch Satellitendaten (GOES-19) sowie vulkanologische Modelle bestätigt. Der Wind wehte die Asche wiederholt in Richtung besiedelter Gebiete, was die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich zog und die Verantwortlichen dazu veranlasste, die Bevölkerung vor Ascheniederschlag zu warnen. Bereits in den frühen Morgenstunden war eine Aschewolke über Teilen der Andenregion sichtbar.

Der kolumbianische Geologische Dienst (SGC) bestätigte, dass gestern fast kontinuierlich Asche und Dampf aufstiegen, die eine gut 800 m hohe Eruptionswolke über dem Krater bildeten. Besonders betroffen waren Gemeinden wie Puracé und Coconuco, während Windverhältnisse die feinen Partikel zeitweise auch in Richtung Popayán, Timbío und El Tambo transportierten. Die Behörden haben daraufhin eine verstärkte Überwachung eingeleitet und rufen die Bevölkerung zu Vorsicht und der Nutzung offizieller Informationskanäle auf.

Trotz der sichtbaren Aktivität verbleibt der Vulkan in der Alarmstufe Gelb. Diese Einstufung bedeutet, dass der Vulkan über sein Hintergrundniveau hinaus aktiv ist, jedoch keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Eruption vorliegen. Fachleute sprechen von einem System mit kontinuierlichem Gasfluss und wiederkehrenden Ascheemissionen, das sich derzeit in einer Phase persistenter, aber nicht eskalierender Aktivität befindet.

Der SGC betont, dass solche Phänomene typische Schwankungen eines aktiven Vulkans darstellen können. Dennoch bleibt die Situation dynamisch: Sollte sich die Aktivität verstärken, wäre eine Anhebung der Warnstufe möglich. Bis dahin bleibt Puracé unter intensiver Beobachtung durch Satelliten, Modelle und lokale Observatorien.