
Starke Explosion förderte am Sakurajima Vulkanasche auf 4500 m Höhe – Aschenniederschlag gemeldet
Die stärkste Explosion, die sich dieses Jahr bislang am japanischen Vulkan Sakurajima ereignete, förderte eine massive Aschewolke bis auf eine Höhe von 4500 m über dem Meeresspiegel und verursachte in mehreren Gemeinden in Windrichtung starken Ascheregen. Die Eruption markiert den vorläufigen Höhepunkt einer Eruptionsserie, die am 7. April mit gelegentlichen Ascheemissionen begann. Der Ausbruch löste eine VONA-Warnung für den Flugverkehr aus. Die Bilder der Aschewolke zeigen eindrücklich, dass tatsächlich eine Gefahr für niedrig fliegende Flugzeuge bestand, die sich im Anflug oder Abflug des nahegelegenen Flughafens von Kagoshima befanden.
Der Vulkanausbruch manifestierte sich am 11. April um 12:04 Uhr Ortszeit (03:04 UTC) und ereignete sich am Gipfelkrater Minamidake. Es wurde eine dichte Aschewolke bis auf etwa 3.400 Meter über den Kraterrand geschleudert, was einer Höhe von rund 4.500 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Die Eruptionssäule wurde von den Vulkanologen des JMA zum ersten Mal in diesem Jahr als groß eingestuft.
Die Aschewolke driftete mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h nach Südosten und damit in Richtung der Städte Tarumizu und Kanoya. In den Stunden nach der Explosion kam es in Kagoshima und Tarumizu zu mäßig starkem Ascheniederschlag, während weiter entfernte Gebiete wie Kanoya und Osaki geringere Mengen abbekamen.
Neben feiner Asche wurden auch kleinere vulkanische Gesteinsfragmente durch den Wind verfrachtet, die in einem Umkreis von bis zu 7 Kilometern südöstlich des Kraters niedergingen.
Begleitet wurde die Explosion von einer messbaren Schockwelle, die am Seto-Luftseismographen eine Stärke von 20,5 Pa anzeigte. Größere Lavablöcke und Bomben gingen in einer Entfernung von bis zu 1 Kilometer vom Krater nieder und schlugen in der Nähe der 7. Messstation auf der Vulkanflanke ein.
Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Schutzmaßnahmen zu ergreifen – etwa das Tragen von Masken und vorsichtiges Verhalten im Straßenverkehr. In stärker betroffenen Gebieten wird empfohlen, möglichst in Gebäuden zu bleiben.
Einordnung der aktuellen Aktivität
Sakurajima zählt zu den aktivsten Vulkanen Japans und zeigt regelmäßig explosive Tätigkeit. Die aktuelle Serie hebt sich jedoch durch die Kombination aus anhaltender Aschefreisetzung und wiederholten Explosionen hervor, was auf eine erhöhte Aktivitätsphase hindeutet.
Ob sich die Eruption weiter verstärken wird oder in den kommenden Tagen abschwächt, bleibt abzuwarten. Die zuständigen Behörden und Vulkanologen beobachten die Situation weiterhin genau.