Taal-Vulkan erzeugte seltenen phreatomagmatischen Vulkanausbruch

Phreatomagmatische Eruption erschütterte den Taal – Vulkanasche in 1200 m Höhe detektiert

Es war eine der stärksten Eruptionen des Jahres am philippinischen Taal-Vulkan, die in der Nacht zum 4. Juni (Ortszeit) detektiert wurde. Nach Angaben von PHIVOLCS ereignete sich um 01:02 Uhr eine phreatomagmatische Eruption im Hauptkrater auf Volcano Island. Thermalkameras der Beobachtungsstationen Daang Kastila (VTDK) und Main Crater (VTMC) zeichneten das Ereignis auf. Dabei stiegen Asche- und Dampfwolken bis zu 900 Meter über den Krater auf.

Taal-Vulkan. © PHILVOLCS

Die Eruption wurde auch vom VAAC Tokio registriert. Demnach erreichte die Eruptionswolke eine Höhe von etwa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel. Auf Bildern des Wettersatelliten Himawari-9 konnte die Vulkanasche jedoch nicht eindeutig identifiziert werden. Die vorherrschenden Winde bewegten sich in Richtung Nordosten.

Trotz der Aktivität bleibt die Warnstufe am Taal bei Alarmstufe 1, was auf einen Zustand geringer vulkanischer Unruhe hinweist. Die Behörden mahnen zur Vorsicht. Der Zutritt zur Vulkaninsel, insbesondere zum Hauptkrater und den Daang-Kastila-Spalten, bleibt ebenso verboten wie Bootsfahrten auf dem Taal-See. Auch Flugzeuge sollen den unmittelbaren Bereich des Vulkans meiden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den vulkanischen Gasemissionen, die bereits bei den jüngsten Messungen am 29. Mai Hinweise auf eine bevorstehende Eruption lieferten. Es wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von 3.234 Tonnen pro Tag registriert. Einen Tag zuvor waren es sogar 4159 Tonnen – gut 4 Mal mehr als an den Vortagen. Diese vergleichsweise hohen Konzentrationen deuten darauf hin, dass sich frisches Magma in geringer Tiefe angesammelt hat und Gase freisetzte. Zudem wurde eine anhaltende Inflation der Vulkaninsel festgestellt, ein Hinweis auf Druckaufbau im Untergrund.

In den vergangenen 24 Stunden wurden zwei vulkanische Erdbeben aufgezeichnet. Von Seiten der Seismizität gab es diesmal keine Hinweise auf eine bevorstehende Explosion.

PHIVOLCS warnt vor möglichen weiteren dampfgetriebenen Explosionen, vulkanischen Erdbeben, geringfügigem Aschenniederschlag sowie gefährlichen Ansammlungen vulkanischer Gase in der Umgebung des Vulkans.