Dempo erzeugte 3. phreatischen Vulkanausbruch in diesem Jahr – leicht erhöhte Erdbebenaktivität
Heute Morgen kam es am indonesischen Vulkan Dempo, der auf der Insel Sumatra liegt, zu einer phreatischen Eruption. Nach Angaben des Vulkanologischen Dienstes Indonesiens (PVMBG) ereignete sich der Ausbruch um 07:47 Uhr Ortszeit (WIB). Dabei wurde eine etwa 50 Meter hohe Asche-Dampfwolke über dem Gipfel beobachtet, die somit bis auf eine Höhe von rund 3.223 Metern über dem Meeresspiegel aufstieg. Die dünne, weiß gefärbte Eruptionswolke driftete in nordwestliche Richtung. Auf den Seismogrammen wurde das Ereignis mit einer maximalen Amplitude von 30 Millimetern und einer Dauer von 67 Sekunden registriert.
Das Darwin VAAC meldete wenig später vulkanische Asche, die bis in eine Höhe von 3.350 Metern aufgestiegen war. Die Aschewolke, die nordwestliche Driftrichtung, wurde bestätigt. Trotz der VONA-Warnung ging für den Flugverkehr wohl keine wirkliche Gefahr von der kleinen Aschewolke aus.
Der Dempo ist ein komplexer Stratovulkan im Süden der indonesischen Provinz Südsumatra. Er liegt in mehreren Verwaltungsgebieten und erreicht eine Höhe von 3.173 Metern. Der Vulkan besitzt mehrere Gipfelkrater, von denen der nordwestliche Krater, in dem sich ein See befindet, die Hauptaktivitätszone bildet. Die letzte größere Eruption des Dempo ereignete sich im Jahr 2009. Damals kam es ebenfalls zu explosiven Ausbrüchen mit Ascheemissionen, die deutlich stärker waren als das aktuelle Ereignis heute. Bereits im April dieses Jahres gab es 2 kleinere Eruptionen.
Bei der aktuellen Aktivität handelte es sich um eine phreatische Eruption. Solche Ausbrüche werden nicht unmittelbar durch aufsteigendes Magma verursacht, sondern durch die plötzliche Verdampfung von Wasser im Untergrund. Der entstehende Dampfdruck sprengt Gestein und ältere Ablagerungen aus dem Kraterbereich heraus. Phreatische Eruptionen treten oft spontan auf und können Asche, Gesteinsfragmente sowie gefährliche vulkanische Gase freisetzen.
Bereits am Vortag waren am Dempo vereinzelt vulkanisch bedingte Erdbeben registriert worden, darunter ein Niederfrequenzbeben und ein vulkanotektonisches Beben. Die Behörden empfehlen weiterhin, einen Radius von einem Kilometer um den Krater zu meiden. Die Sperrzone wurde in den nordwestlichen und nördlichen Sektor des Gebiets auf zwei Kilometer ausgedehnt.





