Erneute Eruption am Dempo – Vulkanasche in 6700 m Höhe detektiert
Am Vulkan Dempo in Indonesien kam es in den frühen Morgenstunden des 15. April zu einer Ascheemission, bei der die Vulkanasche bis auf 6700 m Höhe (FL220) aufstieg. Die Emission wurde gegen 04:45 UTC gemeldet. Die Asche bewegte sich zunächst mit einer Geschwindigkeit von etwa 9 km/h nach Nordosten, bevor sie sich anschließend in südlicher Richtung ausbreitete. Dies geht aus einer VONA-Meldung des VAAC Darwin hervor.

Die aktuelle Aschewolke erstreckt sich über ein Gebiet südlich des Vulkans und ist aufgrund dichter Bewölkung auf Satellitenbildern kaum zu erkennen. Ihre Ausbreitung wurde daher teilweise anhand von Bodenmeldungen und Modellrechnungen bestimmt.
Die Prognose geht davon aus, dass sich die Aschewolke in den nächsten 6 bis 12 Stunden deutlich abschwächt und auflöst – vorausgesetzt, es folgen keine weiteren Emissionen.
Die Eruption erfolgte ohne längere Vorwarnung. Die Seismizität des Vulkans war am Vortag unauffällig. Laut VSI-Daten wurden innerhalb von 24 Stunden lediglich zwei tektonische Erdbeben registriert.
Bereits vor einer Woche hatte es eine spontane phreatische Eruption gegeben. Diese kündigte sich kurz zuvor durch einige vulkanotektonische Erdbeben an. Damals erreichte die Eruptionswolke eine Höhe von rund 5700 m und blieb damit etwa 1000 m unter der aktuellen Höhe.
Phreatische Eruptionen entstehen durch das schlagartige Verdampfen von Grundwasser infolge eines erhöhten geothermischen Gradienten – ohne direkten Kontakt zwischen Magma und Wasser. Da die aktuelle Eruption stärker ausfiel, könnte es sich auch um einen phreatomagmatischen Ausbruch gehandelt haben. Dabei kommt Wasser direkt mit Magma in Kontakt, was zu heftigeren Explosionen und einer stärkeren Ascheförderung führt.
Dempo ist ein 3173 m hoher, komplex aufgebauter Stratovulkan im Südwesten der indonesischen Insel Sumatra. Bereits im Januar 2025 zeigte er eine ähnliche Aktivität, bevor es am 7. April erneut zu einer Eruption kam.




