In den letzten 24 Stunden wurden am Fuego in Guatemala 6 Asche-Eruptionen registriert. Vulkanasche stieg bis in eine Höhe von 4400 Metern auf und driftete ca. 8 km weit. Zudem gab es strombolianische Eruptionen, die Lavabomben bis zu 150 m hoch ausspien. Die Explosionen ließen Fensterscheiben in benachbarten Ortschaften vibrieren. Der kurze Lavastrom, der in den letzten Tagen aktiv war, stoppte.
Fuego
Der Volcán de Fuego ist ein daueraktiver Stratovulkan in Guatemala. Er ist wahrscheinlich der aktivste Vulkan Mittelamerikas und kann gefährliche Paroxysmen erzeugen, bei denen pyroklastische Ströme entstehen.
Guatemala: Fuego, Pacaya und Santiaguito
Heute stehen die Vulkane Guatemalas im Fokus der Berichterstattung. Derzeit gibt es dort 3 Vulkanausbrüche. Die Informationen stammen von INSIVUMEH.
Der Fuego bei Antigua ist strombolianisch aktiv und erzeugt sporadisch stärkere Explosionen die Asche aufsteigen lassen und in Ortschaften die Fensterscheiben zum Klirren bringen. Auf dem Südhang entstehen gelegentlich Lawinen.
Der Pacaya ist auch strombolianisch aktiv und eruptiert alle 5-10 Minuten. Gelegentlich steigt Vulkanasche bis in 2800 m Höhe und driftet bis zu 8 km weit. Die Eruptionen sind von Tremor begleitet.
Santiaguito ist ebenfalls aktiv. Auf seiner Flanke fließt ein Lavastrom und gelegentlich entstehen pyroklastische Ströme, die die Basis des Domvulkans erreichen.
Vulkane weltweit
Ätna: Europas mächtigster Vulkan zeigte gestern Anzeichen leichter strombolianischer Aktivität. Auf dem Seismogramm waren kleine Ausschläge zu sehen, die vermutlich durch strombolianische Eruptionen in einem der Gipfelkrater zustande kamen. Zudem ist eine neue Tremorgrafik des INGV online.
Dieng: der Vulkankomplex auf der indonesischen Insel Java sorgt für Schlagzeilen. Gasemissionen und Seismik stiegen in den letzten Tagen an. Im Zentrum der steigenden Aktivität steht der Krater Timbang. Der Alarmstatus wurde auf „gelb“ erhöht.
Fuego: auch am Vulkan in Guatemala steigt die Aktivität wieder an. Das dortige Observatorium meldete 16 explosive Eruptionen.
Kizimen: auf Kamtschatka ist derzeit nicht nur der Tolbatschik aktiv, sondern auch der Kizimen. Sein Lavadom wächst und es bilden sich immer wieder kurze Lavaströme.
Popocatepetl: der höchste Vulkan Mexikos stößt in den letzten Tagen wieder eine Dampfwolke aus, die auch ein wenig Asche enthält.
Fuego: kleine pyroklastische Ströme
Der Vulkan in Guatemala ist weiterhin effusiv aktiv. Gestern sorgte eine Phase erhöhter Aktivität zur Generierung kleiner pyroklastischer Ströme. Diese entstanden durch Kollaps der Lavastromfront. Die pyroklastischen Ströme erreichten Geschwindigkeiten von 10 m/s. Vulkanasche ist bis zu 3000 m hoch aufgestiegen. Inzwischen hat die Aktivität wieder abgenommen, allerdings kann es nicht ausgeschlossen werden, dass neue pyroklastische Ströme entstehen.
Guatemala: Santiaguito und Fuego
In Guatemala sorgte in den letzten Monaten vor allem der Fuego für Schlagzeilen, aber auch vom Santiaguito gibt es Neues zu berichten.
Fuego: die Eruption des Vulkans wird von einem Lavastrom dominiert, der bereits 800 m lang ist. Weiterhin gibt es strombolianische Eruptionen die Aschewolken bis zu 500 m hoch aufsteigen lassen.
Santiaguito: der Domvulkan fördert einen kurzen Lavastrom und löst Schuttlawinen aus. Der Westrand des Lavadoms glüht stark.
Leider ist die Reisesituation in Guatemala in den letzten Monaten sehr unsicher geworden. Die meisten örtlichen Reiseveranstalter haben ihre Touren zum Fuego eingestellt, da es immer wieder zu Überfällen kam. Selbst am Santiaguito wurde von vereinzelten Raubzügen berichtet. Zusammen mit unsicheren Situationen in Mexiko, Ecuador, Äthiopien und dem Kongo fallen viele Vulkanreiseziele in der nächsten Zeit weg.
Chris Weber von V.E.I. (Link auf der Hauptseite) bietet im nächsten Jahr eine Kamtschatkareise an.
Guatemala: erneuter Vulkanausbruch am Fuego
Nach einer kurzen Phase der Beruhigung stieg gestern die Aktivität am Vulkan Fuego nahe Antigua wieder an. Explosionen förderten Aschewolken, die bis zu 2000 m hoch aufstiegen. Glühende Lavabomben flogen mehrere Hundert Meter weit. Erneut wurden ca. 11.000 Menschen evakuiert, die erst vor 2 Tagen in ihre Häuser zurückkehrten.
Der Fuego ist einer der aktivsten Vulkane Guatemalas. Normalerweise produziert er strombolianische Eruptionen in unregelmäßigen Zeitabständen. Seit dem Frühsommer zeigt Fuego Anzeichen verstärkter Aktivität, die letzte Woche in einem moderaten Vulkanausbruch gipfelte, bei dem Pyroklastische Ströme generiert wurden.
Vulkanausbrüche weltweit: Krakatau, Cristobal, Fuego
Während meiner Abwesenheit haben sich einige Vulkanausbrüche ereignet, die ich hier kurz beschreiben möchte.
San Cristobal: der Vulkan in Nicaragua eruptierte eine Aschewolke, die bis in 5 km Höhe aufstieg. 3000 Personen wurden evakuiert.
Anak Krakatau: startete eine neue Eruptionsphase. Einem partialen Kraterkollaps folgten explosive Eruptionen. Ein breiter Lavastrom ergoss sich ins Meer und erzeugte Dampfexplosionen an der Küste.
Fuego: der Vulkan in Guatemala verstärkte seine seit Monaten anhaltenden Eruptionen und förderte pyroklastische Ströme und einen kurzen Lavastrom. 30.000 Menschen wurden evakuiert.
