Kanlaon: Weitere Eruptionen und pyroklastische Dichteströme

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Ascheeruptionen und pyroklastische Dichteströme am Kanlaon – neue Daten zum gestrigen Vulkanausbruch

Nach dem stärkeren Vulkanausbruch von gestern Abend, bei dem der Kanlaon nicht nur seinen Schlot freisprengte, sondern auch ein vulkanisches Gewitter erzeugte, setzt der philippinische Vulkan seine Aktivität fort. Heute gab es eine Ascheeruption, die eine VONA-Warnung auslöste, nach der die Aschewolke bis auf eine Höhe von 3700 m aufgestiegen ist und nach Südwesten driftete. Zudem wurden im Tagesverlauf 2 kleinere pyroklastische Dichteströme freigesetzt, die die untere Hälfte der Vulkanflanke erreichten.

Die beiden pyroklastischen Dichteströme gingen heute um 12:40 Uhr sowie um 14:05 Uhr Ortszeit ab. Beide Episoden dauerten jeweils etwa eine Minute und wurden durch einen Kollaps an der Lavafront des Lavastroms in der Bonga-Schlucht verursacht. Die Gleitstrecke wird von PHILVOLCS mit etwa 300 m angegeben. Die von den Dichteströmen ausgehende Aschewolke erreichte eine Höhe von rund 3000 m.

Neue Daten zu dem Vulkanausbruch mit dem vulkanischen Gewitter von gestern Abend zeigen, dass die initiale Eruption nur zwei Minuten anhielt, aber dennoch als mittelstark eingestuft wurde und spürbare Auswirkungen auf weite Teile der Region hatte.

Innerhalb kurzer Zeit stieg eine dichte, dunkelgraue Aschewolke rund 2.500 Meter über den Krater auf und driftete anschließend in südwestliche Richtung. In der Eruptionssäule wurden mehrfach vulkanische Blitze beobachtet – ein Hinweis auf die hohe elektrische Aufladung der Aschepartikel. Glühende Gesteinsfragmente wurden bis zu 1,5 Kilometer weit aus dem Gipfelbereich herausgeschleudert. Zudem gingen pyroklastische Dichteströme an den südöstlichen und östlichen Flanken des Vulkans nieder, die eine Reichweite von zwei Kilometern um den Krater hatten.

Messstationen registrierten eine deutliche Druckwelle mit einem Spitzenwert von 218 Pascal. Das Grollen der Detonation war noch in 30 Kilometern Entfernung hörbar. Berichte über rumbling sounds kamen sogar aus mehr als 175 Kilometern Entfernung, was Experten auf atmosphärische Schallausbreitung zurückführen.

Zwei Minuten nach der explosiven Phase ging der Ausbruch in eine anhaltende, 77 Minuten dauernde Ascheemission über. Starke Höhenwinde mit einer Geschwindigkeit von etwa 12 Metern pro Sekunde verteilten die Asche über große Teile der Negros-Inselregion und in zahlreichen Gemeinden kam es zu starkem Ascheniederschlag, der von schwefligem Geruch begleitet wurde. Besonders betroffen waren die Gemeinden La Castellana und Pontevedra in der Provinz Negros Occidental.

Für den Vulkan Mayon gilt die Alarmstufe 3. Das Betreten der 6 km breiten permanenten Gefahrenzone ist verboten.

 

Kanlaon: Explosion erzeugte seltenes vulkanisches Gewitter

vulkanischer blitz

Erneuter Vulkanausbruch am Kanlaon – Vulkanische Blitze gefilmt

Am philippinischen Vulkan Kanlaon kam es heute Mittag gegen 12:05 Uhr UTC (19:05 Uhr Lokalzeit) zu einer explosiven Eruption, die eine VONA-Warnung des VAAC Tokio auslöste. Demnach stieg die Asche bis auf Flugfläche 170 auf, was einer Höhe von etwa 5200 m entspricht. Die Asche driftete in Richtung Westen und verteilte sich großräumig. Ein PHILVOLCS-Zeitraffervideo zeigt, dass nicht nur Asche gefördert wurde, sondern auch rotglühende Tephra, die auf der Außenseite des Kraters niederging. Dem nicht genug dokumentierte die Afar-TV-Livestream das seltene Naturphänomen eines vulkanischen Gewitters mit mehreren Blitzen in der Eruptionswolke. So ein vulkanisches Gewitter wird im englischen Sprachgebrauch als „dirty Thunderstorm“ bezeichnet.

Vulkanische Blitze entstehen in aufsteigenden Aschewolken während explosiver Eruptionen. Beim Ausstoß kollidieren Aschepartikel mit Gesteinsfragmenten und ggf. Eiskristallen Durch diese Reibung laden sie sich ähnlich wie bei Gewitterwolken elektrisch auf. Die leichteren, positiv geladenen Teilchen steigen nach oben, schwerere, negativ geladene Partikel sinken etwas ab. Dadurch baut sich eine starke elektrische Spannung innerhalb der Eruptionswolke auf. Wird die Spannung groß genug, entlädt sie sich in Form eines Blitzes – entweder innerhalb der Wolke oder zwischen Wolke und Boden.

Die Eruption kündigte sich durch eine erhöhte Seismizität an, als das seismische Netzwerk vorgestern 18 und gestern 15 vulkanotektonische Erdbeben registrierte. Zudem war der Schwefeldioxid-Flux erhöht und es wurden über 1700 Tonnen des Gases emittiert. In den letzten 24 Stunden vor der Eruption sank der Schwefeldioxidausstoß auf nur noch 373 Tonnen bei gerade einmal 3 Erdbeben. Die Vermutung liegt nahe, dass es zuletzt zu einer Blockade des Fördersystems kam, wodurch die Gase nicht entweichen konnten und so erhöhter Druck aufgebaut wurde, der dann heute zu der Explosion führt, als die Blockade freigesprengt wurde.

Die Warnstufe am Kanlaon steht weiterhin auf „2“ und es gilt eine 4-Kilometer-Gefahrenzone, die weder überflogen noch betreten werden darf. Die Vulkanologen warnen vor diversen Vulkangefahren, wie spontanen Explosionen, Ascheniederschlag, giftigen Gasen und dem Auftreten von pyroklastischen Strömen und, wenn es regnet, von Laharen. Alles Erscheinungen, die in den letzten Monaten auftraten, seitdem der Kanlaon aktiv geworden ist. Tatsächlich kam es bereits in der Anfangsphase des Vulkanausbruchs zu Evakuierungen.

Der Kanlaon ist mit 2.465 m der höchste Vulkan der Insel Negros. Sein Umfeld ist als Mount Kanlaon Natural Park geschützt und zeichnet sich durch dichten Regenwald, Wasserfälle und eine artenreiche Tierwelt aus. Wegen wiederkehrender Ausbrüche gelten zeitweise Sperrzonen. Dennoch ist der Vulkan ein beliebtes Ziel für erfahrene Vulkanwanderer.

Kanlaon: Vulkanausbruch mit pyroklastischem Strom

 

Explosive Eruption am Kanlaon löste pyroklastischen Strom aus – Anhebung der Alarmstufe wird geprüft

Auf der philippinischen Insel Negros kam es heute Nachmittag (Ortszeit) zu einer explosiven Eruption am Kanlaon, bei der ein pyroklastischer Dichtestrom entstand. Nach Angaben des Philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (PHILVOLCS) begann die Eruption um 16:39 Uhr und dauerte zwei Minuten. Dabei stieg eine dunkelgraue Asche- und Gaswolke etwa 2.000 Meter über den Gipfelkrater auf und driftete mit dem Wind in südwestliche Richtung. Das VAAC Tokio bestätigte die Ausbreitung der Eruptionswolke in Richtung Südwesten, konnte jedoch in Satellitenbildern aufgrund meteorologischer Wolken nur begrenzt Vulkanasche nachweisen.

Das Besondere und zugleich gefährliche an diesem Vulkanausbruch ist, dass entlang der südlichen und südwestlichen Flanken des Vulkans pyroklastische Dichteströme beobachtet wurden, die sich bis zu einem Kilometer vom Gipfelkrater entfernten. Diese heißen Lawinen aus einem Gemisch aus Gas, Asche und Lavablöcken stellen eine signifikante Gefahr dar, da sie sich schnell ausbreiten und kaum Vorwarnzeit bieten.

Trotz der Aktivitätssteigerung belässt PHILVOLCS den Alarmstatus auf Stufe 2, was auf eine erhöhte Unruhe im Vulkansystem hinweist, die Gefahrenlage meiner Meinung nach aber nicht akkurat widerspiegelt. Der Direktor der Behörde, Teresito Bacolcol, warnte ebenfalls, dass eine weitere Eskalation der Aktivität in den kommenden Stunden oder Tagen nicht ausgeschlossen werden könne. Eine Anhebung der Alarmstufe auf Level 3 werde geprüft, falls sich die seismischen und visuellen Beobachtungen weiter verschärfen. Die Bevölkerung in der Umgebung wurde eindringlich aufgefordert, Sperrzonen zu meiden und sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten. Das Betreten der permanenten Gefahrenzone in einem Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel ist weiterhin strikt verboten.

Der Ausbruch kam nicht völlig überraschend, da der Kanlaon in den letzten Tagen sowohl seine Seismizität als auch den Schwefeldioxidausstoß gesteigert hatte.

Die aktuelle Aktivität reiht sich in eine länger andauernde Eruptionsphase ein, die bereits seit 2024 durch wiederholte explosive Ereignisse gekennzeichnet ist. In den vergangenen zwei Jahren kam es immer wieder zu kurzzeitigen Ausbrüchen mit Ascheemissionen und gelegentlichen pyroklastischen Strömen. Besonders im Oktober 2025 wurde eine ähnliche Episode registriert, bei der ebenfalls eine mehrere Kilometer hohe Eruptionswolke aufstieg. Diese wiederkehrenden Ereignisse deuten darauf hin, dass sich weiterhin Magma in geringer Tiefe bewegt und das System instabil bleibt.

Lokale Behörden auf Negros versetzten Rettungskräfte und Einsatzfahrzeuge in erhöhte Bereitschaft. In einzelnen Gemeinden wurden Vorsorgemaßnahmen wie die Aussetzung des Schulunterrichts beschlossen. Zudem wurde die Bevölkerung auf mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Ascheniederschlag hingewiesen, da feine Vulkanasche Atemwege reizen und Atemwegserkrankungen verschärfen kann. Angesichts der anhaltenden Aktivität bleibt Wachsamkeit geboten, da Kanlaon jederzeit erneut explosiv ausbrechen kann.

Kanlaon: Gasflammen als Warnung vor Vulkanausbruch

Vulkanologen sichten Gasflammen am Krater des Kanlaon – Sorge vor größerem Vulkanausbruch

Der auf der philippinischen Insel Negros gelegene Vulkan Kanlaon zeigt weiterhin deutliche Anzeichen erhöhter Aktivität. Im Mittelpunkt der aktuellen Beobachtungen von PHILVOLCS-Vulkanologen stehen Gasflammen, die in den vergangenen Nächten mithilfe von Wärmebildkameras am Krater sichtbar wurden. Dabei handelt es sich um den Austritt stark überhitzter vulkanischer Gase, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, im Infrarotbereich jedoch wie flackernde Flammen erscheinen. Für Vulkanologen gelten diese Emissionen als wichtiges Warnsignal aus dem Inneren des Berges.

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Kanlaon

Die Interpretation der Gasflammen ist für Vulkanologin Mari Andylene Quintia eindeutig: Sie weist in einem Statement gegenüber der lokalen Presse darauf hin, dass Magma in geringer Tiefe unter dem Vulkan vorhanden ist und kontinuierlich Gase freisetzt. Dieser Entgasungsprozess erhöht den Druck im vulkanischen System und kann sowohl zu plötzlichen phreatischen Explosionen als auch zu einem magmatischen Ausbruch führen. Ähnliche Phasen intensiver Gasfreisetzung wurden am Kanlaon bereits vor früheren Eruptionen beobachtet, zuletzt im Dezember 2024 sowie im Mai und Oktober 2025.

Die Messdaten von heute stärken die Einschätzung der Vulkanologin. In den vergangenen 24 Stunden registrierten die Überwachungsstationen fünf vulkanotektonische Erdbeben, was auf Bewegungen von Fluiden oder Magma im Untergrund hindeutet. Gleichzeitig wurde ein hoher Schwefeldioxid-Ausstoß von 2020 Tonnen pro Tag gemessen. Schwefeldioxid ist ein typisches magmatisches Gas und gilt als verlässlicher Indikator für eine offene Verbindung zwischen Magma und Oberfläche. Hinzu kommt eine bis zu 1500 Meter hohe, voluminöse Gas- und Dampfwolke, die vom Krater aufstieg und in nordöstlicher Richtung geweht wurde. Messungen der Bodenverformung zeigen zudem, dass sich der Vulkankörper aufbläht, was ein klassisches Zeichen für Magmaansammlungen im Inneren des Vulkans darstellt.

Trotz der klaren Warnsignale ist der weitere Verlauf des Geschehens schwer vorherzusagen. Die Aktivität kann sich stabilisieren, aber auch kurzfristig eskalieren. Aus diesem Grund wiederholen die Behörden, dass das Betreten der vier Kilometer umfassenden permanenten Gefahrenzone strikt verboten ist. Die aktuellen Gasflammen sind damit nicht nur ein spektakuläres Naturphänomen, sondern vielmehr ein ernstzunehmender Hinweis darauf, dass der Kanlaon in einer kritischen Phase steht und größere Eruptionen folgen könnten.

Kanlaon: Anstieg der Seismizität Mitte Januar

Zunehmende Unruhe am Vulkan Kanlaon: Behörden warnen vor möglicher Eskalation

Am Vulkan Kanlaon auf der philippinischen Insel Negros hat sich die Lage erneut verschärft. Nach Angaben des staatlichen Instituts DOST-PHIVOLCS wurde heute Nacht eine deutlich erhöhte seismische Aktivität registriert. Insgesamt wurden innerhalb kurzer Zeit 45 vulkanotektonische Erdbeben aufgezeichnet, die durch Gesteinsbruch infolge von Magmenaufstieg entstanden sind – ein klarer Hinweis auf verstärkte Prozesse im Untergrund des Vulkans.

Die gemessenen Erdbeben erreichten Magnituden zwischen ML 0,6 und ML 3,9 und hatten Herdtiefen von bis zu 13 Kilometern unter den nordwestlichen Flanken des Kanlaon. Die stärkeren Erschütterungen waren in mehreren Städten spürbar, darunter La Carlota, Bago und Bacolod. Dort wurden Mercalli-Intensitäten zwischen I und IV gemeldet.

Seismik. © PHILVOLCS

Zusätzlich zur seismischen Aktivität beobachteten die Geowissenschaftler erhöhte Schwefeldioxid-Emissionen. Am 13. Januar lagen die SO₂-Ausstöße bei durchschnittlich 1.248 Tonnen pro Tag. Zwar entspricht dieser Wert in etwa dem mittelfristigen Durchschnitt seit Jahresbeginn, doch war es bereits am 9. Januar zu einem deutlichen Peak von über 4.100 Tonnen pro Tag gekommen. Insgesamt deuten diese Parameter auf einen erneuten Intrusionsprozess hin, der das Potenzial für einen mäßig explosiven Ausbruch birgt.

Trotz der angespannten Lage bleibt die Alarmstufe für den Kanlaon vorerst bei Level 2, was einen Zustand erhöhter Unruhe beschreibt. PHIVOLCS warnt jedoch, dass die Zunahme der vulkanotektonischen Erdbeben die Wahrscheinlichkeit für plötzlich auftretende, phreatische oder phreatomagmatische Eruptionen erhöht. Diese könnten gefährliche Begleiterscheinungen wie pyroklastische Ströme, Ascheregen und Gesteinswurf verursachen.

Die Behörden appellieren eindringlich an die Bevölkerung, Sicherheitsanweisungen strikt zu befolgen. Gemeinden innerhalb der vier Kilometer großen permanenten Gefahrenzone sollen weiterhin evakuiert bleiben, während im Umkreis von sechs Kilometern erhöhte Alarmbereitschaft gilt. Auch vor Laharen wird gewarnt, insbesondere bei Starkregen. Für den Luftverkehr gilt ebenfalls erhöhte Vorsicht: Flugzeuge sollen den Gipfelbereich meiden, da Vulkanasche eine erhebliche Gefahr darstellen kann.

Kanlaon emittiert Vulkanasche am 12. Januar 2026

Kanlaon auf den Philippinen zeigt weiter erhöhte Aktivität – Ascheemissionen und Erdbeben registriert

Der Vulkan Kanlaon auf den Philippinen hat heute – am 12. Januar 2026 – erneut seine Aktivität verstärkt und mehrere Ascheemissionen freigesetzt. Insgesamt wurden vier VONA-Warnmeldungen vom VAAC Tokio veröffentlicht, die auf eine anhaltende Eruptionsphase hinweisen.

Die jüngste Meldung berichtete von einer Eruption gegen 09:10 UTC, bei der Vulkanasche bis in etwa 3.300 Meter Höhe (FL110) ausgestoßen wurde. Die Aschewolke verteilte sich nach West-Südwesten, war jedoch bei späteren Satellitenbeobachtungen nicht mehr eindeutig nachweisbar. Weitere Vorhersagen zur Ausbreitung der Asche waren zunächst nicht verfügbar, weshalb die zuständigen Vulkanbeobachter auf neue Daten warteten.

Zuvor wurden bereits drei VONA-Meldungen herausgegeben, die anhaltende Ascheemissionen bestätigten und nähere Details lieferten: Es gab separate Aschemissionen mit einer Dauer von 46 bis 80 Minuten. Die Aschesäule erreichte jeweils eine Höhe von etwa 200 Metern über dem Krater und driftete ebenfalls in südwestliche Richtungen.

Die seismische Überwachung der letzten 24 Stunden registrierte fünf vulkanotektonische Erdbeben, die auf eine Bewegung von Magma und heißen Gasen im Inneren des Vulkans hindeuten. Gleichzeitig wurde eine erhöhte Freisetzung von Schwefeldioxid registriert. Die Emissionen beliefen sich auf 1.691 Tonnen pro Tag, was für eine aktive magmatische Phase spricht. Darüber hinaus zeigten Bodenverformungsmessungen, dass der Vulkankörper sich aufbläht, was ein Indiz für steigenden Druck im Magmasystem ist.

Vor diesem Hintergrund gelten weiterhin strenge Sicherheitsmaßnahmen: Der Zutritt in die permanente Gefahrenzone von vier Kilometern rund um den Gipfel bleibt verboten, ebenso ist das Fliegen von Flugzeugen in unmittelbarer Nähe untersagt.

Experten warnen vor plötzlichen, dampfgetriebenen Eruptionen und raten zur Vorsicht. Die Behörden und das Vulkanobservatorium beobachten die Lage weiterhin genau und werden bei Veränderungen umgehend neue Warnungen herausgeben.

Neben dem Kanlaon bleibt auf den Philippinen auch der Mayon hochaktiv. Hier wurden weitere pyroklastische Ströme generiert. Vulkanasche stieg auf, blieb aufgrund der Bewölkung auf Satellitenaufnahmen aber unsichtbar, weshalb Höhenangaben fehlen.

Kanlaon emittiert Aschewolken bis auf 3400 m Höhe

Kanlaon steigerte Aktivität – Aschewolken in 3400 m Höhe festgestellt, Warnstufe 2 bleibt bestehen

Der philippinische Vulkan Kanlaon steigerte Anfang des Jahres erneut seine Aktivität und löste mit der Emission von Vulkanasche bereits 6 VONA-Warnungen aus. Die jüngste stammt von heute Morgen, 7:23 UTC, als nach Nordwesten driftende Vulkanasche in einer Höhe von 3400 m detektiert wurde. Es kam zu leichten Ascheniederschlägen in Ortschaften unter der Aschewolke.

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Wie PHILVOLCS berichtet, begann der länger anhaltende Ascheausstoß am 7. Januar 2026 um 14:58 Uhr Ortszeit. Zeitrafferaufnahmen einer IP-Kamera des Kanlaon Volcano Observatory – Canlaon City (KVO-CC) dokumentieren, wie sich gräuliche Aschewolken bis zu 900 Meter über den Krater erhoben und anschließend vorwiegend nach Nordwesten verfrachtet wurden. Das Ereignis dauerte insgesamt drei Stunden und 30 Minuten.

Während dieses Zeitraums registrierten die Seismometer drei vulkanotektonische Erdbeben, die alle lokalisiert werden konnten. Zusätzlich wurde innerhalb von 24 Stunden ein Schwefeldioxid-Ausstoß von 1662 Tonnen gemessen. Die Bodenverformung liefert wichtige Hinweise auf Magmenakkumulation im Untergrund: Messungen zeigen, dass sich das Vulkangebäude weiter aufgebläht hat.

Für den Kanlaon gilt weiterhin Alarmstufe 2, die auf erhöhte Unruhe und ein erhöhtes Gefahrenpotenzial hinweist.

Die Behörden warnen ausdrücklich vor einem Betreten der permanenten Gefahrenzone (PDZ) im Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel. Auch der Luftverkehr wird angehalten, den Vulkan weiträumig zu meiden. Als mögliche Gefahren gelten plötzliche phreatische, also dampfgetriebene Eruptionen, ebenso wie eine mögliche Vorläuferaktivität magmatischen Ursprungs, die zu stärkeren Ausbrüchen führen könnte.

Der Kanlaon ist mit rund 2435 Metern Höhe der höchste aktive Vulkan der Insel Negros und zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen. Er ist ein Stratovulkan, der aus abwechselnden Lagen von Lava, Asche und pyroklastischem Material aufgebaut ist. Historisch kam es immer wieder zu kurzfristigen, explosiven Ausbrüchen, die teilweise ohne lange Vorwarnzeit einsetzten. Entsprechend aufmerksam verfolgen Vulkanologen die aktuelle Entwicklung – denn auch scheinbar moderate Ascheemissionen können ein Vorzeichen für eine weitere Eskalation der Aktivität sein.

Der Kanlaon ist nicht der einzige aktive Vulkan der Philippinen: Besonders der Mayon, über den ich gestern berichtete, steigerte seine Aktivität weiter. Mehr dazu später.

Kanlaon emittiert nach Pause erneut Vulkanasche

Erhöhte Aktivität am Kanlaon: Vulkan auf Negros zeigt erneut Unruhe

Der Vulkan Kanlaon liegt auf der philippinischen Insel Negros und begann heute erneut Zeichen erhöhter Aktivität zu zeigen. Wie aus einer offiziellen VONA-Meldung des  VAAC Tokyo hervorgeht, ereignete sich um 02:29 UTC eine Eruption, bei der Tephra bis in eine Höhe von rund 2.700 Metern über dem Meeresspiegel (FL090) aufstieg. Zwar konnte in den Daten des HIMAWARI-9-Satelliten keine eindeutige Vulkanaschewolke identifiziert werden, dennoch dokumentierten Webcamaufnahmen von PHILVOLCS die Emissionen. Die Situation wird weiterhin genau überwacht.

Aus der Infografik von PHIVOLCS geht hervor, dass sich der Kanlaon derzeit auf Alarmstufe 2 befindet, was auf zunehmende magmatische oder hydrothermale Prozesse im Untergrund hindeutet. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurde ein vulkanotektonisches Erdbeben registriert, während Messungen der Schwefeldioxid-Emissionen einen Ausstoß von 2.339 Tonnen pro Tag ergaben. Das ist ein vergleichsweise hoher Wert, der auf verstärkte Entgasung eines flachen Magmenkörpers hinweist.

Beobachtet wurde zudem eine etwa 75 Meter hohe Gas- und Dampfsäule, die moderat emittiert wurde und mit dem Wind nach Nordwesten driftete. Geodätische Messungen zeigen eine Inflation des Vulkangebäudes, was auf Druckaufbau im Fördersystem schließen lässt.

Die Behörden warnen eindringlich davor, die 4-Kilometer-Permanent-Danger-Zone (PDZ) zu betreten oder den Vulkan mit Flugzeugen zu überfliegen. Mögliche Gefahren umfassen plötzliche phreatische Explosionen, die ohne Vorwarnung auftreten können, sowie eine mögliche Eskalation hin zu magmatischer Aktivität.

Der Kanlaon ist mit 2.435 Metern Höhe der höchste aktive Vulkan der Insel Negros und zählt zu den aktivsten Feuerbergen der Philippinen. In den letzten zwei Jahren kam es wiederholt zu Unruhephasen mit stärkeren Eruptionen die pyroklastische Ströme generierten, erhöhter Seismizität und Evakuierungen. Mehrfach mussten Sperrzonen durchgesetzt werden, nachdem es zu plötzlichen Explosionen aus dem Gipfelkrater kam, was ein typisches Verhalten für diesen komplexen Stratovulkan darstellt.

Kanlaon: Laharwarnung wegen Tropensturm

Laharwarnung für Vulkan Kanlaon – Tropensturm Verbena erreicht Philippinen

Der Vulkan Kanlaon liegt auf der philippinischen Insel Negros und zeigt weiterhin eine erhöhte Aktivität, die Behörden und Bevölkerung in Alarmbereitschaft versetzt. Am 24. November bestätigte PHIVOLCS eine erneute Zunahme der seismischen Unruhe: Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden 26 vulkanische Erdbeben registriert, und der Schwefeldioxid-Ausstoß lag bei über 2.400 Tonnen pro Tag. Zudem ist der Vulkan aufgebläht, was auf eine Magmaakkumulation unter dem Vulkan hinweist.

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Aufgrund seiner erhöhten Aktivität gilt für den Kanlaon die Alarmstufe „2“. DOST-PHIVOLCS warnt eindringlich davor, die 4-Kilometer-Sperrzone um den Vulkan zu betreten, und betont die Möglichkeit plötzlich auftretender phreatischer Eruptionen oder einer Intensivierung der magmatischen Aktivität.

Parallel zu den vulkanischen Gefahren zieht der Tropensturm „Verbena“ über die Zentralphilippinen hinweg. Verbena landete am Morgen in der Provinz Surigao del Sur im Nordosten von Mindanao und bewegt sich derzeit mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h weiter in Richtung Visayas und Negros. Starke Regenfälle sind in den kommenden Tagen in weiten Teilen der Zentralphilippinen zu erwarten.

Diese Kombination aus starken Niederschlägen und erhöhter Vulkanaktivität führt zu einer gefährlichen Situation: Die Regenfälle könnten vulkanische Lockerstoffe, die bei den jüngsten Eruptionen des Kanlaon abgelagert wurden, in mobilisieren und in Schlamm verwandeln. Dadurch steigt das Risiko von Laharen, die Flüsse und Täler mit Geröll füllen und für Menschen, Infrastruktur und Landwirtschaft lebensbedrohlich sein können.

Besonders betroffen sind die Gemeinden entlang der Hauptflüsse an den Süd-, West- und Osthängen des Vulkans Kanlaon, darunter Bago City, Moises Padilla und San Carlos City sowie Canlaon City in Negros Oriental. Die Behörden haben bereits Evakuierungsempfehlungen ausgesprochen und raten dringend dazu, Flüsse nicht zu überqueren und die Gefahrenzonen strikt zu meiden.

Neben den Laharen warnen Meteorologen auch vor Überschwemmungen und Erdrutschen, da der Taifun Tino in den vergangenen Wochen das Gebiet bereits geschwächt hatte. Die Kombination aus vulkanischem Material, intensivem Regen und instabilen Hängen erhöht die Gefahr von Massenbewegungen deutlich.