Mann rennt über glühende Lava am Ätna

 

Am Vulkan Ätna rennt ein Mann über einen fließenden Lavastrom. Bei dem Mann handelt es sich um einen „Lava-Artcraft-Worker“ der aus der glühenden Lava Aschenbecher formt. Er weiß also, was er macht, trotzdem nicht zur Nachahmung empfohlen!

Das Video klärt auf jeden Fall die oft gestellt Frage, ob man über glühend Lava laufen kann. Wobei angemerkt sei, dass es auch auf die Lava-Art ankommt, ob sie ausreichend tragfähig ist.

Kilauea und Sinabung

Der Lavastrom hat ungefähr die Hälfte des Weges zwischen dem steilhang und der Küste zurück gelegt. Stagniert jetzt aber fast. © HVO

Der Lavastrom 61g hat am Kilauea seine Fließgeschwindigkeit deutlich reduziert. Von Donnerstag auf Freitag bewegte sich der Lavastrom nur noch um 98 Yards (92 m) vorwärts. Auf der flachen Küstenebene verlor der Lavastrom deutlich an Schwung, zudem scheint weniger Lava eruptiert zu werden. Dennoch gibt es weiter Stromaufwärts Richtung Pali (Steilhang) noch interessante Aktivität zu Beobachten. Im Netz gibt es eine Vielzahl schöner Videos zu bewundern.

Der Lavadom am Sinabung auf Sumatra wächst weiterhin. Es ist demnächst mit einer neuen Serie pyroklastischer Ströme zu rechnen. Erst letzte Woche kam es zu einer Serie der gefährlichen Glutwolken.

Kilauea: Lavastrom weiterhin aktiv

Die Karte des Lavastroms 61g. © HVO

Am Kilauea auf Hawaii fließt der Lavastrom 61g weiterhin munter Richtung Ozean. Jetzt trennen ihn nur noch ca. 1,5 km vom „ocean entry“. Langsam wird es in der Tat spannend und ich bin guter Dinge, dass die Lava den Ozean erreichen wird. Die Parkranger warnen Touristen sich der Lava zu nähern. Es gibt keine Wanderwege in dem Gebiet und in den letzten Tagen kam es zu einer Reihe von Notfällen mit Verletzten, Verirrten und Dehydrierten. Scheinbar ist es aber nicht restriktiv verboten zum Lavastrom zu wandern.

Am Halemaʻumaʻu-Krater hielt die Inflation der letzten Tage an und der Stand des Lavasees beträgt 24 m unterhalb des Bodens des Halemaʻumaʻu-Kraters.

Kilauea: Lavastrom erreicht Küstenebene

Lavastrom am Kilauea. © HVO

Der 61g genannte Lavastrom floss gestern über den Steilhang Pulama Pali und erreichte somit die Küstenebene. Die Behörden richteten ein „public-viewing-area“ bei Kalapana ein, von dem aus Neugierige einen Blick auf die Lava riskieren können. Der Aussichtspunkt liegt am Ende der Notfallstraße, dem ehemaligen Highway 130. Parkplätze wurden allerdings am Anfang der Notfallstraße eingerichtet, so dass man 5 km laufen muss. Die Straße selbst ist nur für Anwohner und Behördenfahrzeuge geöffnet.

Der Lavastrom 61g entspringt dem Puʻu ʻŌʻō-Krater und hat mittlerweile eine Länge von 6,9 km erreicht. Es ist seit 2 Jahren das erste Mal, dass ein Lavastrom die Küstenebene innerhalb der Nationalparkgrenze erreicht. Es bleibt spannend abzuwarten, ob er es bis zum Ozean schafft. Derzeit legt er am Tag 300 m zurück.

Was ist ein Vulkan?

Vulkane sind Öffnungen in der Erdkruste aus denen Lava und vulkanische Gase aus dem Erdinneren entweichen. Das entweichen der Lava wird als Vulkanausbruch, oder Eruption bezeichnet. In bewohnten Gegenden kann ein Vulkanausbruch katastrophale Wirkungen haben und Menschen gefährden.

Ein Vulkan wächst

Die Austrittsstellen von Lava und Gas werden als Schlot, Krater, Spalte, Bocce oder Fumarole bezeichnet. Aus Letzteren entweichen nur Gase. Um die Austrittsstelle in der Erdkruste lagert sich die entweichende Lava ab und lässt so einen Vulkan wachsen. Fein fragmentierte Lava wird Vulkanasche genannt. Sie kann hoch in die Atmosphäre aufsteigen und mit dem Wind verfrachtet werden. Die austretenden Gase vermischen sich mit der Atmosphäre. Aus den Gasen können auch Mineralien wie Schwefel kristallisieren, welche sich um die Austrittsöffnung ablagern.

Lava ist eine weitgehend entgaste Gesteinsschmelze und erstarrt während der Abkühlung zu festem Gestein. Dieses Gestein wird als Vulkanit bezeichnet und baut das eigentliche Vulkangebäude auf. Es gibt unterschiedliche Lava-Arten aus denen verschiedene Vulkanite entstehen.

Schematische Darstellung eines Stratovulkans mit einer vulkanianischen Eruption. © fotoliaVulkane dienen dem System Erde als Überdruckventile und stabilisieren damit die feste Erdkruste. Zudem fördern sie wichtige Stoffe aus dem Erdinneren an die Oberfläche.

Ihre Gase und Aerosole helfen das Klima zu regulieren und schwitzen neben Kohlendioxid viel Wasserdampf aus. Die Lava ist reich an Mineralstoffen, welche den Boden in Vulkannähe besonders fruchtbar machen.

Ein Vulkan kann unterschiedliche Formen annehmen, welche stark von der Art der Lava abhängt, aus denen der Vulkan besteht. Der Typ des Vulkanausbruchs hängt maßgeblich vom Magma ab.

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Ätna: Tremor erhöht

Erhöhter Tremor am Ätna. ©INGVAn den italienischen Vulkanen Ätna und Stromboli hat der Winter Einzug gehalten. Stromboli ist in einem dünnen weißen Kleid gehüllt, was ein recht seltenes Phänomen ist. Ätna trägt hingegen ein Eisbärenfell. Der Schnee hat viele Messinstrumente ausfallen lassen und auf der Website des INGV ist derzeit nur eine Messstation online. Diese zeigt langsam ansteigenden Tremor. In seiner Intensität erinnert er mich an den Sommer, als die Hornitos an der Basis des NE-Kegels aktiv waren. Vielleicht startet das neue Jahr ja mit einem besonderen Feuerwerk.

Kilauea: Lavastrom bedroht Pahoa

Lavastrom fließt Richtung Pahoa. © HVOErneut bedroht am Kilauea auf Hawaii ein Lavastrom den Ort Pahoa. Ein recht schmaler Arm des Lavastromes vom 27. Juni folgt nun einem neuen Weg, der ihn direkt in Richtung Marktplatz und dem Highway 130 führt. Bis zum Marktplatz sind es nur noch 1,5 km. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Lavastromes beträgt 285 m pro Tag. Sollte die Geschwindigkeit beibehalten werden, dann würde die Lava in 5 Tagen durch den Ort marschieren. Es wäre in diesem Monat das 2. Mal, dass Gebäude einem Lavastrom zum Opfer fallen. Anfang Dezember wurden auf der Kapverdeninsel Fogo 2 Dörfer dem Erdboden gleich gemacht.

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