Ili Lewotolok: Vulkanausbruch förderte nachts Aschewolke

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Erhöhte Aktivität am Ili Lewotolok – Zahlreiche strombolianische Eruptionen

Der indonesische Vulkan Ili Lewotolok auf der Insel Lembata zeigt weiterhin eine anhaltend hohe Aktivität, überwiegend in Form strombolianischer Eruptionen und gelegentlich höher aufsteigender Aschewolken. Eine solche ereignete sich heute Nacht, als das VAAC Darwin eine VONA-Warnung für den Flugverkehr herausgab. Demnach kam es in der Nacht um 4:42 Uhr WITA (Zentralindonesische Zeit) zu einer stärkeren Eruption, die aufgrund schlechter Sichtverhältnisse nicht visuell beobachtet werden konnte, aber von einem Seismografen eindeutig aufgezeichnet wurde. Die maximale Amplitude betrug 5,8 Millimeter, die Dauer des Bebens lag bei 34 Sekunden. Die Höhe der Aschewolke konnte nicht bestimmt werden.

Darüber hinaus bestätigen die aktuellen Messdaten, dass sich der Lewotolok in einer Phase erhöhter Aktivität befindet, die bereits am 4. Januar 2026 begann. Allein gestern wurden 39 Eruptionsbeben mit Amplituden zwischen 8,8 und 34,5 Millimetern und einer Dauer von 35 bis 57 Sekunden registriert. Zusätzlich verzeichneten die Stationen 288 sogenannte Hembusan-Beben (Entgasungsbeben) mit Amplituden von 1,6 bis 18,9 Millimetern und Laufzeiten von 25 bis 54 Sekunden.

Hinzu kamen ein flaches vulkanotektonisches Beben mit 3,5 Millimetern Amplitude sowie drei tiefe vulkanische Beben mit Amplituden bis zu 39,1 Millimetern. Ein tektonisches Fernbeben mit 61 Sekunden Dauer wurde ebenfalls erfasst. Die Kombination aus zahlreichen Eruptions- und Entgasungsbeben deutet auf anhaltenden Magmenaufstieg und erhöhten Gasdruck im Fördersystem hin.

Bevor sich gestern Abend die Wolkendecke am Lewotolok schloss, veröffentlichten die ortsansässigen Vulkanbeobachter ein Foto einer strombolianischen Eruption, das von einer Livecam aufgenommen wurde und die klassischen Leuchtspuren glühender Tephra dokumentiert.

Der rund 1.423 Meter hohe Stratovulkan ist seit Ende 2020 aktiv und befindet sich weiterhin in einer eruptiven Phase mit strombolianischer Aktivität, Ascheemissionen und gelegentlichen Lavaabgängen.

Die Behörden halten eine Sperrzone von drei Kilometern um den Krater aufrecht. Besonders gefährdet sind der Süd- und Südostsektor sowie der West- und Nordostsektor, wo Lavaabgänge und pyroklastische Ströme auftreten können. Anwohner werden aufgefordert, Atemschutzmasken zu tragen und Wasserreservoirs vor Ascheeintrag zu schützen.

Lewotolok: verstärkte strombolianische Aktivität

Serie strombolianischer Eruptionen am Vulkan Ili Lewotolok auf Lembata – typische Glutspuren fotografiert

Der indonesische Vulkan Ili Lewotolok liegt auf der Insel Lembata und ist am Dienstag, dem 27. Januar 2026, erneut aktiv gewesen. Innerhalb eines Tages registrierten die Behörden mehrere strombolianische Ausbrüche, die glühende Tephra und Vulkanasche hervorbrachten. Außerdem wurde eine deutlich erhöhte seismische Aktivität registriert. Die Eruptionen verdeutlichen, dass der Vulkan weiterhin unruhig ist und aufmerksam überwacht werden muss.

Der erste Ausbruch des Tages ereignete sich heute Nacht um 1:01 Uhr WITA. Dabei stieg eine Eruptionssäule rund 200 Meter über den Gipfel des Vulkans auf, der sich auf etwa 1.423 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Die Wolke driftete ostwärts und brachte nicht nur Asche hervor, sondern auch rotglühende Tephra, die auf lange belichteten Aufnahmen die typischen Glutspuren strombolianischer Eruptionen zeigte. Seismographen zeichneten ein starkes Signal mit einer maximalen Amplitude von 23 Millimetern und einer Dauer von 36 Sekunden auf.

Tagsüber gab es mehrere vergleichbare Eruptionen, die allerdings keine expliziten Meldungen beim VSI/Magma auslösten. Wahrscheinlich, weil der Vulkan entweder in den Wolken hing oder weil die Eruptionen tagsüber unspektakulär ausschauten. Doch von den Eruptionen zeugten seismische Ausbruchssignale, von denen im Tagesverlauf 103 registriert wurden. Dazu gesellten sich 422 Signale starker Entgasungen sowie ein flaches und ein tiefes vulkanotektonisches Erdbeben sowie zwei weiter entfernte tektonische Beben. Diese Daten deuten auf anhaltende Bewegungen von Magma und Gasen im Untergrund hin, ohne Hinweise auf eine evtl. Eskalation der Situation zu liefern.

Am Abend folgten zwei weitere Ereignisse. Um 20:46 Uhr wurde ein Ausbruch ausschließlich seismisch registriert, ohne sichtbare Ascheemission. Nur wenige Minuten später, um 20:53 Uhr, kam es erneut zu einer Eruption mit einer etwa 200 Meter hohen, grauen Aschesäule mittlerer bis hoher Intensität, die ebenfalls nach Osten zog.

Der Ili Lewotolok ist ein aktiver Schichtvulkan, der seit Jahren immer wieder durch explosive Eruptionen und Lavaausflüsse auffällt. Die Behörden halten daher an der Empfehlung fest, einen Sperrradius von drei Kilometern um den Krater einzuhalten. Besonders in mehreren Sektoren besteht Gefahr durch Lawinen, pyroklastische Ströme und Ascheregen.

Lewotolok: 441 Eruptionen an einem Tag

Lewotolok ist hochaktiv und erzeugte 441 explosive Eruptionen an einem Tag

Der indonesische Vulkan Ile Lewotolok (Lembata) verzeichnete heute zwischen 06:00 und 12:00 Uhr WIB eine hohe Aktivität mit insgesamt 114 explosiven Eruptionen, bei denen Asche bis zu 500 Meter über Kraterhöhe aufstieg. Nach Angaben der Vulkanbeobachtungsstation Ile Lewotolok (PGA) wurden zwischen 0:00 und 12:00 Uhr WITA zudem Hunderte Erdbeben registriert, die von starken Entgasungen verursacht wurden. Die seismischen Daten zeigten Ausbruchsereignisse mit Amplituden von 21,4 bis 38,1 Millimetern und einer Dauer von etwa 42 bis 107 Sekunden. Während man tagsüber graue Aschewolken aufsteigen sieht, sind es nachts Glutspuren strombolianischer Eruptionen, die den Himmel erhellen.

Die Asche wurde vom VAAC Darwin registriert. Demnach driftete sie in 2100 m Höhe in Richtung Osten und verteilte sich aufgrund der hohen Windgeschwindigkeit von ca. 45 km/h über ein großes Areal entlang der Nordküste von Lembata und darüber hinaus. In Gemeinden unter den Aschewolken nahe des Vulkans wurde leichter Ascheniederschlag registriert.

Bereits am Montag war Ile Lewotolok hochaktiv und erzeugte innerhalb von 24 Stunden 441 Eruptionen, die auf den Seismogrammen registriert wurden. Darüber hinaus wurden 336 explosionsartige Entgasungen festgestellt. Dampfwolken stiegen bis zu 100 m hoch auf. Die restliche Seismizität war gering und lieferte nur bedingt Hinweise auf Magmenbewegungen im Untergrund, ein Phänomen, das für strombolianisch tätige Vulkane nicht untypisch ist.

Ein Mitarbeiter der Vulkanwarte am Lewotolok, Yeremias Kristianto Pugel, berichtete gestern gegenüber der Lokalpresse, dass die Eruptionen von schwachem Grollen begleitet wurden. Die ausgestoßene Aschesäule erreichte eine Höhe von rund 300 bis 500 Metern über dem Gipfel und war von überwiegend grauer Färbung, durchzogen mit etwas weißem Wasserdampf.

Die Bevölkerung im Umfeld des Vulkans wurde ein weiteres Mal aufgefordert, den Sperrbereich von drei Kilometern um den Gipfel des Lewotolok einzuhalten und beim Aufenthalt im Freien Staubschutzmasken oder andere Schutzausrüstung zu tragen, um sich vor der Asche zu schützen. Zudem sollten Wasserspeicher vorsorglich abgedeckt werden, um eine Kontamination zu vermeiden.

Der Vulkan Ile Lewotolok befindet sich weiterhin auf Warnstufe III.

Lewotolok mit frequenten Explosionen

Lewotolok auf Lembata eruptiert häufig – Lavastrom versiegte

Lewoleba, 23.06.2025Der indonesische Vulkan Lewotolok auf Lembata zählt momentan zu den am häufigsten eruptierenden Vulkanen des indonesischen Archipels. Gestern wurden 155 explosive Eruptionen beobachtet, die glühende Tephra und Vulkanasche bis zu 800 m über Kraterhöhe auswarfen. Die dabei entstandenen Eruptionswolken drifteten in westlicher Richtung und wurden vom VAAC Darwin in 4200 m Höhe per Satellit erfasst. VONA-Warnungen für den Flugverkehr wurden ausgegeben.

Eruption am Lewotolok. © VSI

Eine wirkliche Gefahr für Flugzeuge bestand höchstens für tief fliegende Flugzeuge in der Start- oder Landephase regionaler Flughäfen. Anders sah es da in der letzten Woche aus, als der benachbarte Vulkan Lewotobi Laki-Laki auf Flores ausbrach, als die Aschewolken bis zu 16 Kilometer hoch aufstiegen, weswegen zahlreiche Flüge zwischen Australien und Bali gestrichen wurden. Auch der Lewotobi ist noch aktiv, doch er eruptiert weitaus seltener als der Lewotolok. Dieser stößt zudem häufig Dampfwolken aus, ist aber nur wenig seismisch aktiv: In den letzten 24 Stunden wurde nur ein tektonisches Erdbeben registriert, hinzu kam das seismische Signal eines Steinschlags.

Aktuelle Sentinel-Satellitenbilder zeigen, dass der Lavastrom, der noch letzte Woche aktiv war und über den südlichen Calderarrand ausfloss, versiegt ist. Dafür gab es aber eine Explosion, die glühendes Material bis auf die Flanken des Vulkans auswarf. Solche Explosionen können Vulkanwanderer in Gefahr bringen, weshalb die Besteigung des Lewotolok verboten ist.

Die Alarmstufe steht auf „gelb“ und um den Gipfelbereich gibt es eine Sperrzone mit einem Radius von 2 bis 2,5 Kilometern. Die größere Ausdehnung des Sperrgebiets gilt für den südlichen und westlichen Bereich des Vulkans. Zudem wird vor der Möglichkeit gewarnt, dass starke Regenfälle pyroklastische Ströme auslösen könnten.

Lewotolok eruptiert Vulkanasche bis auf 2100 m Höhe

Lewotolok mit strombolianischer Eruption. © VSI

Lewotolok eruptierte explosiv Asche und glühende Tephra – 64 Explosionen an einem Tag

Der indonesische Vulkan Lewotolok eruptierte heute Morgen um 04:54 Uhr WITA explosiv und stieß dabei glühende Tephra und Vulkanasche aus. Die Eruption löste beim VACC Darwin eine VONA-Warnung aus, nach der die Aschewolke bis in einer Höhe von 2100 m aufstieg. Laut den Vulkanologen vom VSI erreichte die Aschesäule eine Höhe von ± 700 m über dem Gipfel des Vulkans. Die Aschesäule war grau bis schwarz und in Richtung Osten stärker ausgeprägt. Dieser Ausbruch wurde von einem Seismographen mit einer maximalen Amplitude von 6,4 mm und einer Dauer von 44 Sekunden aufgezeichnet.

Der Ausbruch wurde auch via Livecam visuell dokumentiert und das zugehörige Bild zeigt die schönen Leuchtspuren einer strombolianischen Eruption, die durch eine Langzeitbelichtung der glühenden Tephra entstehen. In natura sieht man diesen Effekt natürlich nicht, sondern einzelne glühende Brocken durch die Luft fliegen.

Neben dieser Eruption gab es in den letzten Stunden weitere Ausbrüche, bei denen ähnlich große Aschewolken ausgestoßen wurden. Da diese Ausbrüche tagsüber stattfanden, ist nicht bestätigt, ob auch glühende Tephra eruptiert wurde, doch das ist wahrscheinlich. Gestern meldete das VSI insgesamt 64 seismische Explosionssignale. Die eruptive Aktivität steigerte sich bereits in der letzten Februarwoche. Damit einher ging auch eine leichte Zunahme der vulkanisch bedingten Erdbeben. Vor 3 Tagen gab es einen Peak in der Seismizität, als es über 100 vulkanotektonische Erdbeben gab. Ansonsten werden selten mehr als 20 dieser Erdbeben festgestellt, wobei es einige Fluktuationen gibt.

Der Lewotolok liegt auf der Insel Lembata, die zur Provinz Nusa Tenggara Timur gehört. Südlich der Insel ereignete sich am 17. März, also an jenem Tag, an dem die vielen vulkanotektonischen Erdbeben registriert wurden, ein Erdstoß der Magnitude 5,1. Es folgten weitere Nachbeben. Das Epizentrum des Bebens lag nur ca. 110 Kilometer vom Lewotolok entfernt. Die Vermutung liegt nahe, dass das tektonische Erdbeben Magmenbewegungen unter dem Vulkan triggerte, die ihrerseits die VT-Erdbeben verursachten.

Lewotobi Lakilaki eruptiert Aschewolken Anfang Juni

Lewotobi Lakilaki ist sehr aktiv und eruptiert häufig Aschewolken

Der indonesische Vulkan Lewotobi Lakilaki ist aktuell sehr aktiv und eruptiert mehrmals täglich Aschewolken. Laut VAAC Darwin wurde Vulkanasche in gut 2500 m Höhe detektiert. Sie wird vom Wind in Richtung Nordwesten verdriftet und zieht somit über das Zentrum von Flores hinweg. Laut VSI steigt die Asche bis zu 1000 m über Kraterhöhe, was sich mit den VAAC-Angaben deckt.

Der Vulkan wurde Ende April aktiv und seitdem ist auch die Seismizität erhöht. Während vorgestern mehr als 50 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert wurden, waren es gestern knapp 25 vulkanotektonische Erdbeben.

Den Lewotobi kann man schnell mit dem namensähnlichen Vulkan Lewotolok verwechseln, der ebenfalls aktiv ist und auf der Nachbarinsel Lembata liegt. Auch der Lewotolok generierte explosive Eruptionen, die neben Aschewolken auch glühende Tephra förderten, die auf der Außenflanke des Kegels landeten. Die Seismizität des Lewotobi ist gering, sieh man mal von einer sehr hohen Zahl starker Entgasungen ab, die ebenfalls seismische Signale erzeugen.

Anders sieht es am Anak Krakatau aus. Der Inselvulkan im Sundastrait zwischen Java und Sumatra eruptiert momentan nicht, doch dafür steigerte sich gestern die Erdbebentätigkeit und es wurden mehr als 80 vulkanisch bedingte Erdbeben unterschiedlichen Typs detektiert. Es könnte sein, dass die Erdbeben einer neuen eruptiven Phase vorangehen, obwohl es in den letzten Monaten häufiger solche Phasen erhöhter Seismizität gegeben hat, ohne dass unmittelbar darauf Eruptionen erfolgt wären.

Pyroklastische Ströme am Merapi erzeugen Aschewolken

Am Merapi auf Java hat es sich in den letzten Monaten ähnlich verhalten, denn es kam immer wieder zu Phasen, in denen die Erdbebenzahlen in die Höhe schnellten, ohne dass man eine Steigerung der vulkanischen Aktivität erkennen konnte. Diese kann am Merapi aber auch subtil erfolgen und nicht auf den ersten Blick erkennbar sein, wenn es infolge erhöhter Magmenförderung zu einem beschleunigten Domwachstum kommt. Seit gestern wurde jedenfalls mehrere Aschewolke detektiert und Vulkanasche stieg bis auf 3700 m Höhe auf. Das entspricht etwa 800 m über Gipfelhöhe. Somit sind die Aschewolken am Merapi ähnlich groß, wie jene am Lewotobi. Sie werden allerdings nicht explosiv erzeugt, sondern von pyroklastischen Strömen generiert.

Lewotobi Lakilaki mit Eruptionen am 23. April

Vulkan in Indonesien erzeugt strombolianische Eruptionen

Der entlegene Vulkan Lewotobi Lakilaki liegt auf der indonesischen Insel Flores und ist seit Ende letzten Jahres aktiv. Nach einer starken Initialphase der Eruption, bei der pyroklastische Ströme gefördert wurden, ging der Vulkan in ein Stadium anhaltender aber schwacher Aktivität über. In den letzten Wochen nahmen Seismizität und vulkanische Aktivität weiter ab und es traten nur sporadische Eruptionen auf. Gestern wurden dann gleich 2 Eruptionen des Vulkans gemeldet. Die strombolianischen Explosionen förderten glühende Tephra und bescheidene Aschewolken, die bis zu einhundert Meter über den Krater aufstiegen. Heute Morgen gab es dann eine Eruption, bei der möglicher Weise ein kleiner pyroklastischer Dichtestrom entstand, was bei der vergleichsweise schwachen Aktivität allerdings ungewöhnlich wäre. Auf dem Bild sieht es so aus würde ein pyroklastischer Strom abgehen, aber es könnte auch eine Täuschung sein, da dort eine dampfende Spalte verläuft. Kleinen Dichteströme können durch Kollapsereignisse an der Front eines Lavastroms entstehen, oder wenn große Blöcke heißer Tephra, die viel Gas enthalten, in den Kraterrand hineinkatapultiert werden, so dass sie durch den Impakt zerbersten. Bei der Fragmentation wird das Gas explosionsartig freigesetzt und Material vom Kraterrand mobilisiert, so dass ein Dichtestrom entsteht, der den Vulkanhang hinabsaust. Eine weitere Entstehungsmöglichkeit von Dichteströmen konnte ich selbst an verschiedenen Vulkanen beobachten, wenn sich ein neuer Lavastrom durch eine Vulkanflanke schweißt und sich eine Spalte öffnet. Es ist also nicht ganz ausgeschlossen, dass am Lewotobi ein neuer Lavastrom zu fließen anfängt. Die Seismizität der letzten Tage war nicht besonders stark, aber gestern wurden 14 Tremorphasen registriert, die auf Bewegungen magmatischer Fluide im Untergrund hindeuten.

Lewotolok steigerte eruptive Aktivität

Den Lewotobi kann man aufgrund der ähnlichen Schreibweise leicht mit dem Lewotolok verwechseln, der auf Lembata, einer Insel östlich von Flores, liegt. Während die Seismizität an diesem Vulkan der am Lewotobi ähnelt, kommt es am Lewotolok weitaus öfters zu explosiven Eruptionen. Wie das VSI in seinen Meldungen mitteilt, wurden gestern 60 Eruptionen registriert. Diese recht hohe Eruptionsfrequenz begann am 14. April. Zuvor wurden täglich zwischen 15 und 30 Eruptionen beobachtet. Beide Vulkane verdanken ihre Existenz der Subduktion am Sundabogen. Eine direkte Kopplung der beiden Feuerberge gibt es aber nicht.

Lewotolok auf Lembata aktiv – Meldung vom 22.09.23

Staat: Indonesien | Lokation: -8.272, 123.505| Eruption: Strombolianisch

Lewotolok eruptiert Aschewolken und glühend Tephra

Der Lewotolok ist ein 1431 m hoher Stratovulkan und liegt auf der indonesischen Insel Lembata. Er ist seit fast drei Jahren aktiv, sieht man mal von einigen kurzen Eruptionspausen ab. Während des Sommers war die eruptive Aktivität vergleichsweise gering und es wurden pro Tag ca. 10 strombolianische Eruptionen registriert. In der letzten Woche steigerte sich die Aktivität, aber deutlich und gestern wurden vom VSI 107 Eruptionen detektiert. Sie erzeugten seismische Signale mit Maximalamplituden von 38 mm und bis zu 358 Sekunden Dauer. Auch die Anzahl vulkanisch bedingter Erdbeben erhöhte sich. So wurden gestern 26 vulkanotektonische Erschütterungen registriert. Hinzu kamen 17 Tremorphasen. 155 Signale stammen von starken Entgasungen, von denen es in den Wochen geringer eruptiver Tätigkeit deutlich mehr gab als jetzt. Pro Tag wurden bis zu 400 dieser Signale registriert.

Dass sich die Aktivität des Lewotoloks ausgerechnet jetzt steigerte, könnte daran liegen, dass unser Vereinsmitglied Thomas Spinner, gerade am Vulkan unterwegs ist. Der Vulkanfotograf hat zudem Wetterglück und konnte einige beeindruckende Fotos der Eruption machen. Soweit es mir bekannt sind, sind es die ersten Aufnahmen der Eruptionen, die professionellen Ansprüchen Genüge tun.

Der Alarmstatus des Vulkans steht auf „2“ und es gilt eine 2 km durchmessende Sperrzone um den Krater, die weder von Einheimischen, noch von Touristen betreten werden darf. Das Ausführen jeglicher Aktivitäten ist nicht gestattet. Die Vulkanologen warnen insbesondere vor möglichen Abgängen pyroklastischer Ströme und Laharen. Letztere können besonders während der Regenzeit entstehen. Die Bewohner der nächstgelegenen Siedlungen werden aufgefordert, stets wachsam zu sein und den Vulkan im Auge zu behalten und auf Warnmeldungen zu hören. Außerdem wird empfohlen, bei Tätigkeiten im Freien Atemschutzmasken zu tragen, um sich vor Aschepartikeln zu schützen.

Vulkane Indonesiens am 09.08.23

Staat: Indonesien | Koordinaten: 2,78, 125.40 | Aktivität: Dom

Karangetang mit zahlreichen Schuttlawinen

Der Dom im Südkrater des indonesischen Vulkans Karangetang wächst weiter, und es gehen zahlreiche Schuttlawinen ab, die auf nächtlichen Aufnahmen Glutspuren hinterlassen. Es gibt auch Indizien dafür, dass sich auf der Südflanke ein zäher Lavastrom seinen Weg bahnt. Auf langzeitbelichteten Fotos sind die Glutspuren der Schuttlawinen nicht immer von Lavaströmen zu unterscheiden. Eine Tagaufnahme zeigt bläuliche Entgasungen, die von der Flanke ausgehen und auf einen Lavastrom hindeuten. Auf einem Satellitenfoto vom 1. August sind im Infrarotbereich zwei thermische Anomalien zu erkennen, die möglicherweise von Lavaströmen stammen. Auch hier ist die Unterscheidung zwischen Schuttlawinen und Lavaströmen unsicher.

Im aktuellen Bericht des VSI wurde vermerkt, dass gestern 117 seismische Signale registriert wurden, die von den Schuttlawinen stammen. Hinzu kamen 50 Signale von starken Entgasungen und 4 Tremorsignale. Vulkanotektonische Erdbeben wurden in den letzten Wochen nicht detektiert. Es scheint, als sei der Förderschlot frei, durch den das Magma vom Magmenkörper bis zum Dom aufsteigt. Explosionen wurden nicht gemeldet, obwohl es bei früheren Domwachstumsphasen regelmäßig strombolianische Eruptionen aus dem Dom gab. Der Dom emittiert eine moderate Wärmestrahlung mit einer Leistung von 54 MW.

Der Vulkan Karangetang liegt auf der Insel Siau, die vulkanischen Ursprungs ist und zu den Gewürzinseln Indonesiens zählt. Heutzutage werden vor allem Muskatnüsse angebaut. Siedlungen reichen bis an den Fuß des Vulkans heran und befinden sich somit im direkten Gefahrenbereich größerer Eruptionen. Besonders wenn pyroklastische Ströme generiert werden, sind diese gefährdet. Es kam bereits mehrmals zu Zerstörungen und Todesopfern. In der aktuellen Eruptionsphase könnte die Situation schnell eskalieren, falls es zu Kollapsereignissen am Lavadom oder an den Lavafronten potenzieller Lavaströme kommt. In so einem Fall bleibt Anwohnern kaum Zeit zur Flucht.


Lewotolok mit Explosionen und Wärmestrahlung

Staat: Indonesien | Lokation: -8.272, 123.505| Aktivität: Strombolianisch

Der Vulkan Lewotolok liegt auf der Insel Lembata im Osten des indonesischen Archipels. In den letzten Tagen hat er kleinere Ascheeruptionen verursacht. Gestern wurden 5 Explosionen registriert. Heute emittiert er eine starke Wärmestrahlung mit einer Leistung von 124 MW. Diese könnte von einem Lavastrom im oberen Flankenbereich stammen, obwohl diese Vermutung noch nicht bestätigt ist.


Merapi weiterhin aktiv

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Aktivität: Lavadom

Der Merapi auf Java ist nach wie vor aktiv und bildet weiterhin seinen Lavadom. Gestern wurden 141 Schuttlawinen und Steinschläge festgestellt. Diese erzeugten seismische Signale mit Amplituden zwischen 3 und 30 mm sowie einer Dauer von bis zu 196 Sekunden. Es besteht eine hohe Gefahr der Entstehung pyroklastischer Dichteströme.