Schwerer Nor’easter überflutet US-Ostküste und verursacht katastrophale Überflutungen
Bereits gestern berichtete Vnet über den ungewöhnlich kräftigen Nor’easter, der am Freitag die Stadt Surf überflutet hatte. Der starke Sturm hat sich unterdessen auf andere Bereiche der US-Ostküste ausgedehnt und entlang der Küste von New Jersey bis Massachusetts schwere Überschwemmungen verursacht. Der Sturm verursachte neben ergiebigem Regen vor allem starke auflandige Winde und hohe Wellen, die gegen die Küsten brandeten und sich weit ins Land hinein schoben. Von der Sturmflut sind Millionen Menschen betroffen und das Hochwasser überflutete Häuser und löste Verkehrsbehinderungen aus. Insgesamt ergab sich ein katastrophales Bild entlang den betroffenen Küstenabschnitten. Mindestens eine Person verlor in Brooklyn ihr Leben, als sie von einem umstürzenden Baum erfasst wurde.
In New York City konnte ein großflächiges Eindringend es Wassers in die Metro mit umfangreichen Schutzmaßnahmen verhindert werden. Allerdings gab es entlang der Küste Überflutungen. Der Bahnverkehr auf der Long Beach Branch musste wegen Hochwassers unterbrochen werden.

Besonders schwer traf es die Küstenregionen von New Jersey. In mehreren Orten liefen Straßen und Gebäude durch das aufgestaute Meerwasser voll. In Sea Bright mussten Menschen nach Überflutungen teilweise mit Booten aus Gebäuden gerettet werden. Auf Long Beach Island wurden Windböen von bis zu 119 km/h gemessen. Auch weiter nördlich erreichten die Böen vielerorts Sturmstärke. Vor der Küste wurden Wellenhöhen von knapp fünf Metern registriert.
Zusätzlich fielen regional innerhalb von 24 Stunden 50 bis 75 Millimeter Regen. Das eigentliche Überschwemmungsproblem entstand jedoch vor allem durch das Zusammenspiel von Sturmflut und hohen astronomischen Gezeiten. Die anhaltenden Nordostwinde drückten große Wassermengen gegen die Küste. Gleichzeitig verhinderten die hohen Wasserstände, dass das Meer zwischen den einzelnen Hochwasserphasen ausreichend ablaufen konnte. Dadurch kam es wiederholt zu Überflutungen.
An mehreren Messstationen lagen die Wasserstände deutlich über den erwarteten Werten. Bei Sandy Hook in New Jersey wurde zeitweise ein Pegel mehr als 0,9 Meter über dem vorhergesagten Tideniveau registriert. Auch in Atlantic City und an The Battery in Manhattan wurden erhebliche Abweichungen festgestellt.
In der Folge waren mehr als 100.000 Haushalte und Betriebe zeitweise ohne Strom. Umgestürzte Bäume beschädigten Leitungen und Fahrzeuge. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, Fähren zu mehreren Inseln Neuenglands fielen aus. Auch der Bahnverkehr zwischen Philadelphia und Boston wurde unterbrochen.
Der Nor’easter gilt damit als eines der markantesten Küstensturmereignisse des bisherigen Herbstes. Meteorologen warnen, dass die Gefahr weiterer Überschwemmungen anhält, solange starke Winde und hohe Tiden zusammenwirken.