Vulkan Sakurajima: Aschewolken in 4300 Meter Höhe

Sakurajima erzeugte Eruptonsserie und förderte Aschewolke auf 4300 Meter Höhe

Der japanische Vulkan Sakurajima erhebt sich in der Aira-Caldera und erzeugte am Sonntag mehrere Eruptionen, die vom VAAC Tokio registriert wurden und dort 7 VONA-Meldungen auslösten. Der Halbinselvulkan gehört zu den aktivsten Feuerbergen Japans und liegt unmittelbar vor der Stadt Kagoshima, in der mehr als eine halbe Milionen Menschen wohnen.

Nach Angaben des VAAC Tokyo setzte sich die seit Tagen erhöhte eruptive Aktivität auch am 2. August fort. Zuletzt wurde um 17:20 UTC eine Aschewolke detektiert, die vom Gipfelbereich des Sakurajima bis in Höhen von 14.000 Fuß (etwa 4.300 Meter) über dem Meeresspiegel aufstieg. Die Asche driftete zunächst in südwestliche Richtung und wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 18 km/h verfrachtet. Modellberechnungen zufolge sollte die Aschewolke in den folgenden Stunden weiter über das Meer in Richtung Südwesten ziehen.

Eine besonders kräftige Eruption ereignete sich am Sonntag um 23:34 Uhr Ortszeit am Minamidake-Gipfelkrater. Dabei stieg eine dunkle Aschesäule bis auf 3.000 Meter über den Kraterrand auf. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde JMA erreichte die Eruption ihre Intensitätsspitze kurz vor Mitternacht. Um 00:30 Uhr am 3. August ließ die Ascheemission nach und es wurde Entwarnung gegeben. Die Asche driftete in Richtung Südwesten, wodurch für Teile der Stadt Kagoshima, einschließlich des Sakurajima-Gebiets, leichter bis mäßig starker Ascheniederschlag vorhergesagt wurde.

Zwischen dem 31. Juli und dem 3. August registrierte die JMA am Minamidake-Krater insgesamt 17 Eruptionen sowie zwei Explosionen. Bei einer dieser Explosionen wurden große vulkanische Gesteinsbrocken beobachtet, die über einen Kilometer weit geschleudert wurden. Zudem registrierten empfindliche Kameras nachts vulkanisches Glühen im Kraterbereich.

Die langfristige Überwachung zeigt weiterhin eine langsame Ausdehnung der Aira-Caldera, was auf eine anhaltende Magmazufuhr in der Tiefe hindeutet. Gleichzeitig bleibt die Schwefeldioxid-Freisetzung hoch.

Die Vulkanwarnstufe 3 mit Zugangsbeschränkungen bleibt bestehen. Innerhalb eines Radius von etwa zwei Kilometern um die Krater müssen Besucher mit dem Auftreten großer Vulkanbomben und pyroklastischer Ströme rechnen. Zusätzlich warnt die JMA vor weitreichendem Aschefall sowie vor kleinen Gesteinsfragmenten, die vom Wind verfrachtet werden können.

Die JMA geht deshalb davon aus, dass die aktive Phase des Sakurajima weiter anhalten wird.