Vulkanausbruch am Sangay fördert Aschewolke auf Fl 240

Sangay steigert Explosivität seiner Ausbrüche – Vulkanasche in 7300 m Höhe detektiert

Der Sangay ist einer der aktivsten Vulkane Ecuadors und steigerte heute die Explosivität seiner Eruptionen. Aktuelle Überwachungsdaten vom 14. Mai 2026 weisen auf häufige Explosionen hin, die Ascheemissionen sowie thermische Anomalien generieren. Der isoliert liegende Stratovulkan erhebt sich in den östlichen Anden Ecuadors am Übergang zum Amazonasbecken und erreicht eine Höhe von 5.286 Metern. Wegen seiner abgeschiedenen Lage stellt er für größere Siedlungen meist keine unmittelbare Gefahr dar, beeinflusst aber regelmäßig den Flugverkehr und kleinere Gemeinden im Umland durch Ascheniederschlag. Zudem veränderten Lahare bereits Flussläufe und lösten Überflutungen aus.

VONA

Heute wurde vom VAAC Washington eine VONA-Warnung veröffentlicht, die Vulkanasche auf Flughöhe 240 bestätigte. Im metrischen System bedeutet das, dass die Aschewolke bis auf 7300 m über dem Meeresspiegel aufgestiegen ist. Sie driftet mit einer Geschwindigkeit von 19 km/h nach Südosten.

Die jüngsten Messungen des IGN registrierten innerhalb von 24 Stunden 84 Explosionsereignisse, ein Hinweis auf anhaltende strombolianische bis vulcanianische Aktivität. Überwachungskameras beobachteten schwache Ascheemissionen, die weniger als 200 Meter über den Krater aufstiegen und nach Westen drifteten. Satellitendaten von GOES-19 zeigten zusätzlich eine Gas- und Aschefahne von unter 1000 Metern Höhe über dem Krater in südwestlicher Richtung. Die zuständige Washington-VAAC meldete zudem zwei Aschewolken mit Höhen von etwa 1500 Metern über Kraterniveau, die ebenfalls nach Südwesten zogen. Zeitweise wurde Vulkanasche in Höhen bis etwa 7,3 Kilometer über Meereshöhe erfasst, wobei sich die Wolke südöstlich verlagerte.

Die Aktivität des Sangay wird seit langem dokumentiert. Bereits seit dem 17. Jahrhundert sind wiederholte Ausbrüche bekannt. Die aktuelle eruptive Phase begann im Mai 2019, als nach einer ruhigeren Periode neue Explosionen und anhaltende Ascheemissionen einsetzten. Seitdem befindet sich der Vulkan nahezu kontinuierlich in Aktivität.