Yellowstone-Vulkan: Weitere hydrothermale Explosionen

Im Mai wurden 3 weitere hydrothermale Explosionen am Black-Diamond-Pool registriert – Seismik und Bodenhebung unauffällig

Das Monatsbulletin für den Monat Mai enthüllt, dass es nach den beiden stärkeren und mehreren schwachen hydrothermalen Eruptionen des Black-Diamond-Pools im Biscuit-Geyser-Basin im April drei weitere Eruptionen im Mai gab. Bilder der Ereignisse wurden nicht veröffentlicht, was daran liegen könnte, dass sie sich nachts ereigneten oder dass das Wetter schlecht war. Auch an anderer Stelle zeigte der Calderavulkan nicht alltägliche Aktivität, als es im Norris-Geyser-Basin zu 2 Sprüngen des Echnius-Geysirs kam. Bodendeformationen wurden nicht festgestellt.

Mammoth Hot Springs

Darüber hinaus wurden im gesamten Monat 45 lokalisierbare Erdbeben registriert. Das stärkste Ereignis mit einer Magnitude von 2,0 manifestierte sich süd-südöstlich von Mammoth Hot Springs, wo sich vor einigen Wochen -wie berichtet- eine neue Thermalquelle gebildet hatte. Schwarmbeben traten nicht auf, und die seismische Aktivität entspricht dem langjährigen Hintergrundniveau der Region.

Die Bodenverformung blieb ebenfalls stabil: GPS-Messungen zeigen seit Januar 2026 weder Hebung noch Senkung der Caldera, was insofern ungewöhnlich ist, als dass es in den letzten Jahren zyklische Bodendeformationen gegeben hatte, die zumindest teilweise mit der Hydrologie des Nationalparks zusammenhingen Warum dieser Prozess nun gestoppt hat, ist unklar. Spekulativ ist, dass sich die saisonale Senkung mit einer fluidbedingten Hebung gegenseitig kompensieren. Die zuvor im Juli 2025 begonnene Hebung am Nordrand der Caldera kam im Januar 2026 vollständig zum Stillstand.

Während Bodendeformation und Seismizität unauffällig waren, zeigte sich die hydrothermale Aktivität lokal erhöht. Im Norris-Geysir-Becken kam es zu zwei Ausbrüchen des Echinus-Geysirs. Im Biscuit Basin wurden zudem drei Eruptionen des Black-Diamond-Pools registriert. Diese Ereignisse wurden durch seismische, akustische und Temperaturmessungen bestätigt. Im Sommer 2024 war es hier zu einer ungewöhnlich starken hydrothermalen Explosion gekommen. Seitdem steht das Areal im Fokus der Beobachter.

Bei einem Treffen der Forscher des Yellowstone-Volcano-Observatory in Mammoth Hot Springs standen die Aktualisierung geologischer Karten und die Früherkennung hydrothermaler Gefahren im Fokus. Zusätzlich wurden saisonale GPS-Stationen installiert, um die Überwachung im Sommer zu verdichten.