
Steckbrief
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Arenal Lage: 10.46°N 84.70°W, Costa Rica Höhe: 1657 m Art: Stratovulkan Typ: Subduktionszonen-Vulkan Petrographie: Andesit Ausbruchsart: Strombolianisch, vulcanisch, Lavaflüsse, PF Status: Daueraktiv |
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Der 1657 Meter hohe Stratovulkan liegt in Costa Rica. Als Subduktionszonen-Vulkan fördert er eine andesitische Lava mit einem intermediären Kieselsäuregehalt. Sein eruptives Spektrum ist weit gestreut: Strombolianische Eruptionen, Lavaströme und pyroklastische Ströme gehören zum Repertoire des Arenals.
Der Arenal ist der jüngste Vulkan Costa Ricas; die ältesten Lavagesteine, die mit ihm in Verbindung gebracht werden, sind 7000 Jahre alt. Der Vulkanismus ist in dieser Region aber deutlich älter. Das Alter des Nachbarvulkans Chato wird auf mindestens 38.000 Jahre geschätzt. Ein großer Ausbruch des Chatos stand vermutlich am Anfang der eruptiven Tätigkeit des Arenals. Der Chato brach zuletzt vor 3500 Jahren aus.
Lange Zeit galt der Vulkan Arenal bei den Menschen in seiner Nachbarschaft als erloschen, denn sein letzter bekannter Ausbruch ereignete sich vor der Landnahme durch die Spanier im 15. Jahrhundert. So sind lange Ruheperioden von mehreren Jahrhunderten, die sich mit aktiven Phasen abwechseln, typisch für den Arenal.
Neuere Untersuchungen belegen allerdings, dass der Vulkan abseits des Gedächtnisses der Menschen, dennoch aktiv war und sogar im 20. Jahrhundert 2 Ausbrüche mit einem VEI 2 produzierte, bevor er sich im Juli 1968 mit einem größeren Ausbruch zurückmeldete.
Dieser Ausbruch brachte es auf einen VEI 3 und kostete 78 Menschen das Leben. Auf 1100 m Höhe entstanden 3 neue Krater, die sich auf einer Ost-West verlaufenden Störungszone bildeten. Starke Explosionen förderten Tephra und große Lavablöcke. Die Lavablöcke schlugen auf der Vulkanflanke auf und generierten dort pyroklastische Ströme. Die Glutlawinen zischten zu Tal und zerstörten die Ortschaften Pueblo Nuevo und Tabacon. Nach 3 Tagen beruhigte sich der Vulkan wieder. Im September ereigneten sich wieder einige Explosionen, die allerdings weniger stark waren. Zudem wurden Lavaströme gefördert.
Seitdem gilt der Arenal als daueraktiv, allerdings fluktuiert die Stärke seiner Ausbrüche phasenweise. Meistens sind im oberen Drittel des Vulkans zähflüssige Lavaströme von einigen 100 Metern Länge zu beobachten. Sie verursachen oft Steinschläge. Strombolianische Ausbrüche finden in aktiven Phasen mehrmals täglich statt. Die Anzahl der Ereignisse schwankt stark; in Hochphasen wurden schon bis zu 22 Eruptionen pro Tag registriert, in Tiefphasen eruptiert der Arenal nur 2 - 3 mal am Tag.
Alle paar Jahre kommt es zu stärkeren Ausbrüchen. Sie ereignen sich oft ohne Vorwarnung. Eine Besteigung des Vulkans gilt aufgrund seiner Unberechenbarkeit als gefährlich.

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