Vulkan-News 20.05.22: Kilauea


Staat: USA | Lokation: 19.42, -155.29 | Eruption: Hawaiianisch

  • Im Kilauea brodelt ein Lavasee
  • Gestern kam es zu einem Überlaufen der Lava
  • Bis jetzt wurden 77 Millionen Kubikmeter Lava gefördert




Der Kilauea auf Hawaii beherbergt in seinem Gipfelkrater weiterhin einen Lavasee. In den letzten Tagen stand der Spiegel des Lavasees vergleichsweise hoch, so dass die Lava den eigentlichen See verließ und über den Boden des Halema’uma’u-Kraters floss.

Gespeist wird der Lavasee aus einem Schlot im Westen des Kraters. Über dem Schlot hat sich ein Hornito gebildet, der immer wieder kollabiert und neu wächst. Dies geschieht durch Lavaspattering, indem sich umherspritzende Lavafetzten ablagern und verbacken. Momentan ist der Hornito 17 Meter hoch. Die Lava fließt in den Lavasee, der tatsächlich größer ist, als die Fotos vermuten lassen, denn in seiner größten Längst-Erstreckung misst er fast 150 m, vorausgesetzt, der Maßstab auf der Karte ist korrekt. Interessant ist, dass die Lava vom Lavasee aus in einen kleinen Pond fließt, in dem sich der Abfluss des Lavasees befindet. Am Abfluss bildet sich eine ca. 1 m hohe stehende Welle aus Lava. Man darf sich die Frage stellen, wohin die Lava fließt. Typisch für echte Lavaseen ist die Zirkulation der Lava. Man kann davon ausgehen, dass sich ein Kreislauf gebildet hat und die abfließende Lava in ein unterirdisches Reservoire fließt, von wo aus sie dem Lavasee durch den Hornito wieder zugeführt wird. Dieser Umstand erklärt auch, warum sich der Gipfelbereich des Vulkans weiter aufbläht: es steigt mehr Schmelze aus der Tiefe auf, als durch die Eruption dem System entzogen wird. Aber nicht die gesamte Lava wird recycelt, denn es kommt auch immer wieder zu Lavaüberläufen. In diesen Phasen verlässt die Schmelze den Lavasee und fließt über den Kraterboden. Eine dieser Phasen konnte man gestern via LiveCam (Bild oben) beobachten. Dadurch wird der Krater langsam verfüllt. Seit Eruptionsbeginn am 29. September 2021 stieg der Boden des Kraters um 106 Meter an. Gut 77 Millionen Kubikmeter Lava sind ausgetreten. Täglich werden ca. 2800 Tonnen Schwefeldioxid emittiert. Wie lange die Eruption anhalten wird ist ungewiss. Inflation und Erdbebentätigkeit deuten an, dass weiter Magma aus der Tiefe aufsteigt. Ein kurzfristiges Ende der Eruption ist nicht in Sicht.

Isländischer Vulkan Thorbjörn mit deutlicher Inflation

  • Es gibt weitere Details zur Magmenintrusion auf Reykjanes
  • Es wurde ein Magmatischer Gang von 7 km Länge ausgemacht
  • Auch an der Askja gab es weitere Bodenhebungen.

Magmatischer Gang am Thorbjörn

Die Seismizität auf der isländischen Reykjanes-Halbinsel hat weiter nachgelassen, ist aber dennoch erhöht. IMO zeigt für die letzten 48 Stunden noch 198 Erschütterungen an. Heute Mittag gab es ein Erdbeben M 3,0. Es manifestierte sich in 5,4 km Tiefe. Das Epizentrum lag 5,3 km nord-nord-östlich von Grindavik und damit in der Region, in der es seit Tagen bebt. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Schwarmbeben von Magmenintrusionen verursacht werden. Im Zentrum dieser Extrusionen befindet sich ein Magmatischer Gang, so wie wir ihn von der Fagradalsfjall-Eruption her kennen. Er wurde inzwischen recht gut lokalisiert: Er ist zwischen 7 und 9 km lang und erstreckt sich vom Vulkan Thorbjörn bis zur Eldvörp-Kraterreihe. Der Gang soll relativ schmal sein und eine Mächtigkeit von 4 km haben. Seine Oberseite befindet sich in 4 km Tiefe, die Basis in 8 km.

Eldvörp gehört zum Reykjanes-Zentralvulkan und steht nicht in Verbindung mit dem Krýsuvík-System, in dem sich der Fagradalsfjall befindet. Gleichwohl erlebte die nun betroffene Region bereits zu Anfangs der Geschehnisse auf Reykjanes Inflation. Die aktuellen GPS-Daten zeigen die höchste Inflation für den Thorbjörn Vulkan an, der sich wenige Meter von der Blauen Lagune entfernt befindet. Dort hob sich der Boden um 4 cm. Freilich bedeutet das nicht, dass es dort auch zur Eruption kommen muss.

Inflation an der Askja

Inflation gibt es aber nicht nur auf Reykjanes, sondern auch am Vulkan Askja. Dort waren die GPS-Messungen aufgrund des Schnees ausgefallen. Aber nun funken die Messstationen wieder und enthüllen, dass die Erde während des Winters nicht faul war und es an einigen Stationen zu weiteren Bodenhebungen kam. Sie lief ziemlich kontinuierlich ab und beträgt an der Stationen OLAC bis zu 30 cm. Sie befindet sich am Westufer des Öskuvatn, der die Askja-Caldera zum Teil füllt.

Bei den hier beschriebenen Bodenhebungen geht man davon aus, dass Magma der Grund dafür ist. Genaugenommen müsste es allerdings Magmatische Fluide heißen.

Vulkan-News: Ätna am 19.05.22

  • Die Eruption am Ätna geht weiter
  • Das INGV veröffentlichte neu Daten
  • Der Ausbruch kündige sich durch Schwankungen in der Gravimetrie an

Lavastrom am Ätna fließ weiter

Der Lavastrom am Ätna ist weiter aktiv und emittiert eine Wärmestrahlung mit 914 MW Leistung. Daraus lässt sich schließen, dass ähnlich viel Lava fließt, wie vor 24 Stunden. Es gibt mittlerweile ein paar kleine Fluktuationen im Tremor, die heute Vormittag einen negativen Peak erzeugen, um dann schnell wieder anzusteigen. Generell bewegt sich der Tremor auf hohem Niveau.

Das INGV hat nun auch ein Bulletin zu den Vorgängen veröffentlicht und kommuniziert die neuesten Geophysikalischen Parameter der Eruption. Demnach wurde am 17. Mai um 12:30 Uhr eine maximale Förderrate von 5,7 Kubikmeter pro Sekunde erreicht. Die Lavafront befand sich auf 2700 m Höhe. Die Länge des Lavastroms betrug 2400 m. Mittlerweile hat sich der Lavastrom verkürzt und reichte gestern noch bis auf 2700 m Höhe hinab. Das geförderte Volumen beläuft sich auf gut 900.000 Kubikmeter Lava.

An einigen GPS-Messpunkten wird eine leichte Steigerung der Vertikalkomponente registriert, die von Bodendeformationen infolge einer Magmenintrusion verursacht wird. Davon sind besonders die Messstationen auf dem Pizzo Deneri und dem Nordostkrater betroffen.

Es gibt auch eine Entfernungs-Zunahme zwischen den Messstationen am Monte Crisimo und der Grotta del Corruccio. Sie stammen von Bewegungen entlang der Pernicana-Verwerfung. Solche Bewegungen können durch ein langsames Gleiten entlang der tektonischen Scherflächen verursacht werden, oder auch durch Magmenintrusion entstehen. Es gibt eine interessante Forschungsarbeit, wie besagt, dass das Gleiten der Ätna Ostflanke Eruptionen beeinflussen kann.

In Bezug auf die Gravimetrie wurden 2 Phasen mit Schwankungen im Schwerefeld gemessen. Die erste ereignete sich zwischen dem 6 und 9 Mai. Das gravimetrischen Signals stieg um etwa 10 microGal. Dann war es 2 Tage stabil, um am 11. und 12. Mai erneut um 5 microGal zu steigen. Diese Änderungen der Gravimetrie wurden durch den aufsteigenden Magmenkörper verursacht. Die Vulkanologen erwähnen auch, dass nicht die Voraussetzungen für einen Paroxysmus geschaffen wurden.

Erdbeben-News 19.05.22: Macquarie Islands

Macquarie Islands Region: Erdbeben Mw 6,9

Datum: 19.05.22 | Zeit: 10:13:32 UTC | Lokation: 54.07 S ; 159.16 E | Tiefe: 15 km | Mw 6,9

Die Region der entlegenen Macquire Islands im Südpazifik wurde von einem Erdbeben Mw 6,9 erschüttert. Zuerst wurde die Magnitude mit 7,3 angegeben und Tsunamialarm ausgelöst. Dieser wurde inzwischen wieder aufgehoben. Das Hypozentrum lag 15 km tief. Das Epizentrum wurde zwischen Australien und der Antarktis lokalisiert, genauer, 1054 km süd-süd-westlich von Bluff auf Neuseeland.

Erdbeben-Kurznews 19.05.22: Auvergne

Frankreich: Schwarmbeben in der Auvergne

Datum: 18.05.22 | Zeit: 17:36:31 UTC | Lokation: 45.59 N ; 2.88 E | Tiefe: 2 km | Ml 2,8

Im französischen Vulkangebiet der Auvergne gab es ein kleines Schwarmbeben. Es wurden 8 Erschütterungen mit Magnituden im 2er Bereich registriert. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 2,8 und einen Erdbebenherd in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 11 km östlich von La Bourboule und 27 km süd-süd-westlich des bekannteren Ortes Clermont-Ferrand. In der Region hatte es vor 10 Tagen ein Erdbeben der Magnitude 4 gegeben. Bei dem aktuellen Schwarm wird es sich aber nicht um Nachbeben handeln, da das Epizentrum des stärkeren Erdbebens gut 70 km entfernt lag. In der französischen Presse ist auch die Rede von einem schwachen Erdbeben, dass durch Sprengarbeiten ausgelöst wurde, zugleich wurden aber auch natürliche Erdbeben bestätigt, ohne näher auf deren Natur einzugehen. Von daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Schwarm durch Fluidbewegungen verursacht wurde.


Southern Pacific Rise: Erdbeben Mw 5,7

Datum: 19.05.22 | Zeit: 01:51:27 UTC | Lokation: 55.28 S ; 126.89 W | Tiefe: 10 km | Mw 5,7

Am Ozeanischen Rücken im Südpazifik bebte es mit einer Momentmagnitude von 5,7. Das Hypozentrum lag 10 km tief. Das Epizentrum befand sich  3430 km südlich von Hanga Roa. Es gab ein weiteres moderates Erdbeben.


South Sandwich Inseln: Mehrere Erdbeben

Datum: 19.05.22 | Zeit: 03:29:07 UTC | Lokation: 57.10 S ; 25.44 W | Tiefe: 40 km | Mb 5,7

Im osten des antarktischen Inselbogens manifestierten sich mehrere Erdbeben. Das Stärkste brachte es auf eine Magnitude von 5,7. Die Tiefe des Hypozentrums wird mit 40 km angegeben. Das Epizentrum wurde 2160 km östlich von Stanley (Falkland Islands) verortet. 2 weitere Beben hatten die Magnituden 5,5 und 5,0.

Naturkatastrophen-News 18.05.22: Waldbrand New Mexico

  • Im US-Bundesstaat New Mexico vereinten sich 2 Waldbrände
  • Das Feuer ist das Größte in der Geschichte des Bundesstaates
  • Zehntausende Menschen sind auf der Flucht
  • Der Notstand wurde ausgerufen

Größter Waldbrand in der Geschichte von New Mexiko

In New Mexico entstand der größte Waldbrand in der Geschichte des US-Bundesstaates. Er erhielt den Namen Calf Canyon-Hermits Peaks Fire und bildete sich aus den beiden Waldbränden Calf Canyon und Hermits Peak. Die Flammen wüteten bereits auf einer Fläche von 1.212 Quadratkilometern. Fast 2100 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Trotz des großen personellen Aufwands wurden nicht einmal ein Drittel der Brandherde unter Kontrolle gebracht. Extreme Trockenheit mit starken Winden begünstigen den Waldbrand und sorgen für seine schnelle Ausbreitung.

Bislang wurden mehr als 10.000 Gebäude zerstört, oder beschädigt. 26.000 Personen wurden evakuiert und über 100.000 Menschen sollen sich auf Evakuierungen vorbereiten. Betroffen sind die Bezirke San Miguel, Mora, Taos und Colfax. Waldbrandspezialisten warnten davor, dass Feuer die Eigenschaft besitzen, sich vor allem bergauf zu verbreiten. Von daher sollen Menschen in höher gelegenen Siedlungen besonders achtsam sein.

Beide Brände waren bereits Mitte April ausgebrochen. Michelle Lujan Grisham, die Gouverneurin von New Mexico, hatte frühzeitig in mehreren Bezirken den Notstand ausgerufen.

Vorhersage von Waldbränden ist schwierig

Dr. Jason Knieve, stellvertretender Direktor des Nationalen Zentrums für Atmosphärenforschung sagte in einem Interview mit dem Sender ABC: „Die Herausforderung bei der Vorhersage der Ausbreitung von Waldbränden besteht darin, dass die besten Experten der Welt es immer noch nicht richtig machen können“. Das Problem der Vorhersagbarkeit von Naturkatastrophen scheint ein Allgemeines zu sein. Am besten lassen sich Wetterphänomene prognostizieren, vielleicht, weil den Meteorologen große Budgets und Netzwerke zur Verfügung stehen. Trotzdem kann es auch in dieser Disziplin zu schweren Fehleinschätzungen kommen, wie das Beispiel der Ahr-Tal-Katastrophe vom letzten Sommer zeigt.

Die brennende Vegetation besteht aus einer Mischung aus Nadelbäumen, Ponderosa-Kiefern, Gestrüpp und Gras. Dort, wo der Waldbrand auf Gebäude und Infrastruktur übergreift, brennen auch weitere „kritische Brandstoffe“. Sie können die Feueraktivität erhöhen. Das Feuer brennt in der Nähe eines Gebiets mit steilem Gelände, was laut Knievel ebenfalls zur Ausbreitung des Feuers beitragen kann.

Der Wald und Steppenbrand ist so gewaltig, dass er nur aus dem Weltraum überblickt werden kann. Es gibt zahlreiche Brandherde und Feuerfronten. Teilweise kommt es zu starker Rauchentwicklung und damit zu überregionalen SMOG und Gesundheitsgefährdungen.

Vulkan-Kurznews 18.05.22: Karymsky

Karymsky mit Eruptionen

Staat: Russland | Koordinaten: 54.048, 159.441 | Eruption: Vulcanianisch

Auf Kamtschatka legte der Karymsky wieder eine beeindruckende Explosionsserie hin. Das VAAC brachte seit gestern 7 VONA-Warnungen heraus. Demnach stieg Vulkanasche bis auf einer Höhe von 9500 m auf und driftete in Richtung Nordosten. Momentan kann man den Karymsky als aktivsten Vulkan Russlands bezeichnen, aber es ist nicht der einzige aktive Vulkan. Auf  Livecambildern des Bezymiannys konnte ich nachts Rotglut erahnen. Der Lavadom ist also aktiv.


Reykjanes: Inflation bestätigt

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Seismizität

Die seismische Aktivität unter der isländischen Reykjanes-Halbinsel ins weiterhin hoch, mit leicht abnehmender Tendenz. Die Inflation nordwestlich von Grindavik wurde auf INSAR-Satellitenaufnahmen bestätigt und beträgt demnach 1,5 cm. Die GPS-Daten deuten eine relativ großflächige Bodenhebung an Spitzenwerte liegen an einigen Messstellen bei 4 cm. In Sozialen Medien war zu lesen gewesen, dass bereits ein Evakuierungsplan für Grindavik ausgearbeitet wurde.


Suwanose-jima in Eruption

Staat: Japan | Koordinaten: 29.64, 129.72 | Eruption: Vulcanianisch

Der Suwanose-jima im Süden des Ryukyu-Archipels eruptierte erneut. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 2500 m. Die Asche wurde in Richtung Westen verweht. Die Seismizität erlebte gestern einen starken Anstieg: es wurden 139 vulkanotektonische Erdbeben registriert. Mit weiteren Vulkanausbrüchen ist zu rechnen.


Taal mit geringen Schwefelausstoß

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002; 120.99 | Eruption: Fumarolisch

Um den philippinischen Taal-Vulkan ist es stiller geworden. In den letzten Tagen wurden nur geringe Mengen Schwefeldioxid in der Luft nachgewiesen. Gestern waren es 143 Tonnen. Erdbeben gab es keine.

Vulkan-News 18.05.22: Ätna


Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 | Staat: Italien |Eruption: Lavastrom

  • Die effusive und explosive Aktivität hält an
  • Die Lavafront erreichte die 2350 m Höhenlinie
  • Der Tremor ist hoch

Ätna, und immer wieder Ätna! Der mächtigste Feuerberg Europas stößt weiter Lava aus. Das geschieht überwiegend effuisv, aber es gibt auch explosive Episoden. Dann kann man strombolianische Eruptionen beobachten, oder länger andauernde Ascheemissionen. Ort des Geschehens ist der Nordsektor des Neuen Südostkraters. Der Lavastrom entspringt einer Öffnung auf 3250 m Höhe, fließt zunächst in nördliche Richtung durch das Valle del Leone, um dann in Richtung Osten abzuknicken und in das Valle del Bove zu münden. Die Lavafront stand gestern vor dem Monte Rittmann, genauer, auf einer Höhe von 2350 m. Die Daten gehen aus einem Kommuniqué des INGVs hervor, dass gestern Nachmittag veröffentlicht wurde. Ein neuer Wochenbericht blieb aus.  Auf der Thermalcam erkennt man heute, dass sich die Lavafront scheinbar weiter zurückgezogen hat und außer Sicht im Valle del Leone liegt.

MIROVA detektierte nachts eine hohe Thermalstrahlung mit 911 MW Leistung. Auf Satellitenaufnahmen ist die Spur des Lavastroms sehr schön zu verfolgen. Das Infrarotspektrum macht den Lavastrom auch tagsüber sichtbar. Die Eruption findet bei schönstem Wetter statt.

Auf den Seismogrammen ist zu erkennen, dass der Tremor hoch bleibt und gestern sogar noch eine Spur zugelegt hat. Für eine Eruption dieser Größenordnung erscheint mir der Tremor ungewöhnlich hoch zu sein. Seine Quelle sitzt auf 3000 m Höhe unter dem Neuen Südostkraterkegel. Die Daten in Bezug auf Bodendeformation sind unauffällig und es wurde keine Versteilung der Bergflanke festgestellt. Das LGS registrierte vorgestern 1778 Infrasound-Ereignisse. Gemessen an der Station MVT wurden akustische Maximaldrucke von 1.6 Pa registriert. Die Tätigkeit wird als schwach-moderat eingestuft, was aber bestimmt im Vergleich zu paroxysmalen Eruptionen zu sehen ist. Die Signale kommen überwiegend aus Richtung Zentralkrater, aber auch vom Neuen Südostkrater.

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