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Kirishima


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Vulkan in Japan
Karte
Lage: 31.93°N  130.86°E, Japan

Höhe: 1700 m

Art: Komplexvulkan

Typ: Subduktionszonen-Vulkann

Petrographie: Andesit, Basalt

Ausbruchsart: Vulcanisch, Lavadom, PF

Kirishima und Shinmoe-dake in Japan


Der Kirishima Vulkankomplex liegt auf der Kyushu Insel des japanischen Archipels. Auf der südlichsten der 4 japanischen Hauptinseln liegen 8 aktive Vulkane. Nicht weit vom Kirishima entfernt befindet sich der daueraktive Vulkan Sakura-jima.

Die besondere tektonische Lage Japans zwischen 4 großen Störungszonen des pazifischen Feuerrings bedingt nicht nur zahlreiche Erdbeben in der Region, sondern zeichnet sich auch für den Vulkanismus verantwortlich. Vorwiegend findet entlang der Plattengrenzen Subduktion statt. Durch die Aufschmelzung der wasserreichen Ozeankruste entsteht ein andesitisches Magma, das hinter den Subduktionszonen aufsteigt und auch die Vulkane von Kirishima zum größten Teil bildete. Bei einigen Ausbrüchen wurden auch Basalte und andesitischer Basalt gefördert.

Der Kirishima Vulkankomplex fasst auf einer Fläche von 20 x 30 Kilometern mehr als 20 Vulkane unterschiedlichen Typs zusammen: Stratovulkane, Maare und Schlackenkegel. Sie sind im Quartär entstanden und überlagern eine Reihe von Schildvulkanen.

kirishima

Mit 1700 m Höhe ist der Karakuni-dake der höchste Vulkan des Vulkanfeldes. Mi-ike und Onami-ike sind zwei große Maare. Der Ohachi-Vulkan war besonders im 18. Und 19. Jahrhundert aktiv und glich in seinem Ausbruchsverhalten den Sakura-jima. In den letzten 100 Jahren war der Kirishima relativ ruhig. Es gab einige Episoden kurzlebiger Eruptionen. Vor allem zeichnete sich die Aktivität im Vulkankomplex durch Fumarolen und einigen Schwarmbeben aus.
Im Jahr 2008 kam es zu einer explosiven Eruption am Shinmoe-dake. Dieser 1421 m hohe Vulkan liegt im Nordosten. Aus seinem Krater begann am 26. Januar 2011 die bisher jüngste Eruption des Vulkankomplexes. In der Initialphase wurde eine Aschewolke gefördert, die bis zu 7600 m hoch aufstieg. Vulkanische Bomben flogen bis auf eine Straße und beschädigten Fahrzeuge. Über 1100 Menschen wurden evakuiert.
Die explosiven Eruptionen hielten 4 Tage auf hohem Niveau an, bevor sich der Abstand zwischen den Eruptionen vergrößerte. Zudem begann ein Lavadom zu wachsen, der den See im Krater verdrängte. Es wurden Ablagerungen pyroklastischer Ströme entdeckt.

Nach mehrtägiger Ruhe kam es am 13. März 2011 zu einer erneuten Eruption, bei der Asche bis in 4 km Höhe gefördert wurde. Der Ausbruch ereignete sich 2 Tage nach der dramatischen Erdbebenkatastrophe im nördlichen Japan.



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