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Kliuchevskoi


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karte
Lage: 56.03 N, 160.39 E, Russland

Höhe: 4835 m

Art: Stratovulkan

Typ: Subduktionszonen Vulkan

Petrographie: Andesit

Ausbruchsart: Plinianisch, vulcanisch
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 Kliuchevskoi in Kamtschatka


Die beiden aktiven Vulkane Kliuchevskoi und Bezymianny bilden mit den inaktiven Vulkan Kamen und Ushkovsky eine Gruppe dicht beieinander stehender Stratovulkane. Der höchste dieser Vulkane ist mit 4835 Metern der Kliuchevskoi. Er ist einer der größten und aktivsten Vulkane der Welt und der höchste aktive Vulkan Eurasiens. Im Durchschnitt bricht er alle 2 Jahre aus.

Wie alle Vulkane Kamtschatkas verdankt auch der Kliuchevskoi seine Existenz den Kräften der Plattentektonik. Diese lassen die Pazifische Platte mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 10 cm pro Jahr auf die Eurasische Platte zuwandern und unter dieser abtauchen. Im Erdmantel wird die Pazifische Platte aufgeschmolzen und ein Teil der Schmelze steigt hinter der Subduktionszone als Magma auf und läßt die Vulkane wachsen.

Kliuchevskoi-Bezymianny
Kliuchevskoi
Kliuchevskoi

Der Vulkan entstand vor gut 6000 Jahren in direkter Nachbarschaft des inaktiven Vulkans Kamen. Mit diesem Vulkan ist der Kliuchevskoi über einen Sattel verbunden und es liegt die Vermutung nahe, dass der Kliuchevskoi die Nachfolge des Kamen angetreten hat. In diesem Sattel beginnt auch eine Aufstiegsroute zum Krater des Kliuchevskoi. Dieser wurde erstmalig 1788 durch den deutschen Daniel Gaus bestiegen.

Die steilen Flanken des Vulkans waren Schauplatz vieler Eruptionen in historischer Zeit. Entlang eines Störungssystems bildeten sich zahlreiche Nebenkrater. Mehr als 100 Eruptionen sind aus den letzten 3000 Jahren bekannt.

In den letzen Jahrhunderten konzentriert sich die Aktivität zunehmend auf den Gipfelkrater. Er hat einen Durchmesser von 700 Metern. Einer der jüngsten großen Ausbrüche fand 1994 statt. Damals stieg die Eruptionswolke 20 km hoch. Da der Vulkan in einem weitgehend unbewohnten Teil Kamtschatkas liegt stellen seine Ausbrüche nur selten eine Gefahr für Menschen dar. Allerdings gefährden hoch aufsteigende Aschewolken den Flugverkehr und bei seinem großen Ausbruch von 1994 musste dieser umgeleitet werden. In diesem Jahrtausend fanden einige Phasen strombolianischer Tätigkeit statt, die teilweise mit Lavastromtätigkeit assoziiert waren.

kliuchevskoi

Im Februar/März 2010 gab es eine Eruption des Vulkans. Zuerst wurde eine hoch aufsteigende Aschewolke gefördert, anschließend war der Vulkan über mehrere Wochen strombolianisch tätig. Zudem wurde ein Lavastom gefördert.
Seit Juni 2012 ist Kliuchevskoi seismisch tätig und am 14. Oktober begannen strombolianische Eruptionen am Gipfelkrater.
Der bisher jüngste Ausbruch fand zwischen August und Oktober 2013 statt. Der Ausbruch begann mit strombolianischen Eruptionen. Später wurden mehrere Lavaströme gefördert. Mitte Oktober steigerte sich die Explosivität des Ausbruches. Lavafontänen stiegen bis zu 1000 m hoch auf und eine Aschewolke wurde gefördert.




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