Erdbeben-News 10.02.22: Reykjanes

  • Die leicht erhöhte Seismizität unter Reykjanes auf Island hält an
  • Auf Vulcanello gab es einige schwache Erdstöße

Island: Weitere Erdbeben unter Reykjanes

In den letzten 48 Stunden registrierte IMO 97 Erschütterungen unter der Reykjanes-Halbinsel. Die Beben manifestierten sich an verschiedenen Risssystemen. Besonders betroffen war die Zone um Grindavik, wo es vor allem am Magmatischen Gang des Fagradalsfjall bebte. Neue Erschütterungen gab es auch am Brennisteinsfjöllum und in einer Region, die sich direkt südlich von Reykjavik befindet.
In Online-Medien wird diskutiert, ob die Beben dort mit der Verpressung von Kohlendioxid zusammenhängen könnten, denn in 15 km Entfernung befindet sich das alte Geothermalkraftwerk Hveragerði, in dem man entsprechende Versuche aufgenommen hat. Der Tenor der Diskussionen geht allerdings dahin, dass es in der Region schon früher tektonische Erdstöße gab.

Neue Informationen über etwaige Bodenhebungen wurden vom IMO bislang nicht veröffentlicht. Dennoch sind ja einige isländische Forscher der Meinung, dass der Reykjanes-Halbinsel eine mehrere Dekaden dauernde seismische- und vulkanische Aktivitätsphase bevorsteht. Wir können also gespannt sein. Stay tuned!

Selbst im 21. Jahr meiner Berichterstattung auf vulkane.net, entdecke ich noch Neues. Dazu zählt die hier gezeigte Karte von IMO, die nicht nur die Beben zeigt, sondern sogar die entsprechenden Störungszonen.

Vulcano: 4 schwach Erdbeben

Zuletzt wurde ein Rückgang der Seismizität unter Vulcano verzeichnet, doch ganz aus scheint der Ofen noch nicht zu sein: offenbar gab es in den letzten 10 Tagen 4 neue schwache Erdstöße, die sich im Bereich von Vulcanello manifestierten. Sie hatten Magnituden die sich im Bereich der Mikroseismizität bewegten und lagen in Tiefen um 3 km. Im Vormonat registrierte das INGV 9 Erschütterungen im Einzugsbereich der liparischen Vulkaninsel. Im wöchentlichen Bulletin ist nachzulesen, dass die meisten physikalischen- und geochemischen Parameter leicht abnehmende Tendenzen zeigen, wenngleich die Fumarolentemperaturen weiter hoch sind und vergleichsweise viel Gas ausgestoßen wird.

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