Erdbeben-News 24.12.21: Ätna, Fagradalsfjall

Heute bin ich ein wenig unentschlossen, ob ich die News über Erdbeben am Ätna und Fagradalsfjall unter Vulkane, oder Erdbeben posten soll. Wie auch immer: an beiden Vulkanen rappelt es ordentlich!

Ätna: Erdbeben Ml 4,3

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 | Staat: Italien |Eruption: Fumarolisch

Wenige Kilometer südlich des Ätnas bebt die Erde. Ort des Geschehens ist die Gemeinde Motta Sant’Anastasia. Sie liegt südlich von Paterno und westlich von Catania. Die Epizentren werden vom EMSC 13 km west-süd-westlich von Catania lokalisiert. Die Hypozentren befinden sich in Tiefen zwischen 9-11 km. Bislang wurden 19 Erdbeben registriert. Der stärkste Erdstoß brachte es auf Ml 4,3. Die Beben werden tektonischer Natur sein und nicht direkt mit Magmenaufstieg zusammenhängen, doch in den vergangenen Tagen hat es auf gleicher Linie gebebt, nur lagen die Epizentren etwas weiter nördlich, unter der Südflanke des Ätnas. Auch an anderen Lokalitäten am Ätna steigt die Seismizität langsam wieder an. Normalerweise sehen wir am Ätna eine mehrere Monate bis Jahre dauernde Zunahme der Seismizität, bevor es zu einer neuen Eruptionsserie kommt.

Fagradalsfjall: Schwarmbeben geht weiter

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Seismik

Nachdem die Erdbebentätigkeit gestern Abend rückläufig war, kam nachts ein neuer Schub und sorgte wieder für zahlreich Erschütterungen. IMO gibt die Zahl der Erschütterungen mit mehr als 7000 an. Man ist sich relativ sicher, dass die Beben mit Magmenbewegungen im Untergrund zusammenhängen: die Geoforscher vom IMO haben festgestellt, dass sich der Boden am Fagradalsfjall um 10 mm abgesenkt hat, nördlich des Vulkans Keilir hob er sich dafür um bis zu 30 mm an. Interessant ist dabei, dass die Zone der Bodenhebung fast bis nach Reykjavik reicht! Sollten die Schwarmbeben anhalten, dann halte ich es für relativ wahrscheinlich, dass wir in den nächsten Wochen/Monaten eine neue Eruption auf Reykjanes erleben werden. Dabei kann es auch zu einem Ausbruch kommen, der nicht am Fagradalsfjall liegt, sondern sich an einem der anderen Spaltensysteme von Reykjanes manifestiert.

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