Erdbeben der Magnitude 6,0 vor Japans Nordostküste – keine Tsunamiwarnung
Ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,0 hat am Dienstagabend, 31. Dezember 2025, die Küstenregionen im Nordosten Japans erschüttert. Nach Angaben internationaler und japanischer Erdbebendienste ereignete sich das Beben um 23.26 Uhr Ortszeit (14.26 Uhr UTC) vor der Ostküste der Hauptinsel Honshū.

Das Epizentrum lag rund 120 Kilometer ostsüdöstlich von Hachinohe und etwa 89 Kilometer nordöstlich von Miyako in der Präfektur Iwate. Die Herdtiefe betrug etwa 21 Kilometer, was das Beben in weiten Teilen der Küstenregion spürbar machte. Bewohner berichteten von deutlich wahrnehmbaren Erschütterungen, vereinzelt kam es zu kurzzeitigen Strom- und Verkehrsunterbrechungen.
Die Japanische Meteorologische Behörde (JMA) gab keine Tsunamiwarnung heraus. Auch internationale Stellen stuften das Tsunamirisiko als gering ein. Berichte über größere Schäden oder Verletzte lagen bis zum späten Abend nicht vor. Die Behörden überprüften vorsorglich Infrastruktur, Häfen und Küstenanlagen.
Seismologen ordnen das Ereignis als typisches Subduktionsbeben entlang des Japan-Grabens ein, wo die Pazifische Platte unter die Nordamerikanische Platte abtaucht. Die Region zählt zu den aktivsten Erdbebenzonen der Welt und wird regelmäßig von teils starken Beben erschüttert. Erst in den vergangenen Wochen war es in Nordostjapan zu mehreren spürbaren Erdstößen gekommen.
Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, aufmerksam zu bleiben und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen. Japan verfügt über eines der weltweit dichtesten Frühwarn- und Katastrophenschutzsysteme, dennoch erinnern Ereignisse wie dieses an die anhaltende seismische Gefährdung des Landes.