Krasheninnikov eruptierte erneut Vulkanasche

Ascheemissionen am Krasheninnikov – Lavastromeruption hält an

Am Vulkan Krasheninnikov auf der russischen Halbinsel Kamtschatka hält die aktuelle effusive Eruption an. Nach Angaben des zuständigen Vulkanobservatoriums KVERT strömt weiterhin Lava an den östlichen Hängen des Nordkegels des 1.856 Meter hohen Vulkans ab. Die effusive Aktivität wird von Gas- und Dampfemissionen begleitet, die zeitweise auch Asche enthalten. Gelegentlich kommt es auch zu stärkeren Ascheeruptionen. Der Vulkan steht weiterhin unter dem Flugalarmcode Gelb.

Die jüngsten Satellitenbeobachtungen dokumentieren die anhaltende Aktivität. Am 15. August registrierte der Satellit MODIS eine starke thermische Anomalie mit einer Leistung von 137 MW. Sie deutet auf einen Wärmeeintrag durch die weiterhin aktiven Lavaströme hin. KVERT meldete zudem eine bis zu 60 Kilometer lange Aschewolke, die sich vom Vulkan nach Südosten erstreckte.

Auch der aktuelle Vulkansonderbericht des VAAC Tokyo bestätigt die Ascheemission. Demnach wurde am 15. August um 22:50 UTC eine Aschewolke bis auf eine Höhe von etwa 2.100 Metern über dem Meeresspiegel, ausgestoßen. Die Wolke bewegte sich mit 18 km/h nach Südosten. Für die folgenden Stunden wurde eine weitere Ausbreitung der Aschewolke über dem östlichen Kamtschatka prognostiziert.

Krasheninnikov ist ein komplexer Vulkan im Osten Kamtschatkas und wurde im letzten August nach einer gut 500 Jahre dauernden Ruhe aktiv. Wahrscheinlich wurde die Eruptionsphase durch ein sehr starkes Megabeben der Magnitude 8,8 getriggert, das sich am 30. Juli manifestierte.

Die aktuelle Eruption ist vor allem durch effusiven Lavaausfluss geprägt, wobei die begleitenden Ascheemissionen eine zusätzliche Gefahr für den Flugverkehr darstellen.

Eine unmittelbare Verschärfung des Aviation Colour Codes wurde bislang nicht gemeldet. Die weitere Entwicklung hängt insbesondere davon ab, ob die Lavaförderung zunimmt oder die explosive Aktivität am Nordkegel stärker wird.