Naturkatastrophen-News 18.05.22: Waldbrand New Mexico

  • Im US-Bundesstaat New Mexico vereinten sich 2 Waldbrände
  • Das Feuer ist das Größte in der Geschichte des Bundesstaates
  • Zehntausende Menschen sind auf der Flucht
  • Der Notstand wurde ausgerufen

Größter Waldbrand in der Geschichte von New Mexiko

In New Mexico entstand der größte Waldbrand in der Geschichte des US-Bundesstaates. Er erhielt den Namen Calf Canyon-Hermits Peaks Fire und bildete sich aus den beiden Waldbränden Calf Canyon und Hermits Peak. Die Flammen wüteten bereits auf einer Fläche von 1.212 Quadratkilometern. Fast 2100 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Trotz des großen personellen Aufwands wurden nicht einmal ein Drittel der Brandherde unter Kontrolle gebracht. Extreme Trockenheit mit starken Winden begünstigen den Waldbrand und sorgen für seine schnelle Ausbreitung.

Bislang wurden mehr als 10.000 Gebäude zerstört, oder beschädigt. 26.000 Personen wurden evakuiert und über 100.000 Menschen sollen sich auf Evakuierungen vorbereiten. Betroffen sind die Bezirke San Miguel, Mora, Taos und Colfax. Waldbrandspezialisten warnten davor, dass Feuer die Eigenschaft besitzen, sich vor allem bergauf zu verbreiten. Von daher sollen Menschen in höher gelegenen Siedlungen besonders achtsam sein.

Beide Brände waren bereits Mitte April ausgebrochen. Michelle Lujan Grisham, die Gouverneurin von New Mexico, hatte frühzeitig in mehreren Bezirken den Notstand ausgerufen.

Vorhersage von Waldbränden ist schwierig

Dr. Jason Knieve, stellvertretender Direktor des Nationalen Zentrums für Atmosphärenforschung sagte in einem Interview mit dem Sender ABC: „Die Herausforderung bei der Vorhersage der Ausbreitung von Waldbränden besteht darin, dass die besten Experten der Welt es immer noch nicht richtig machen können“. Das Problem der Vorhersagbarkeit von Naturkatastrophen scheint ein Allgemeines zu sein. Am besten lassen sich Wetterphänomene prognostizieren, vielleicht, weil den Meteorologen große Budgets und Netzwerke zur Verfügung stehen. Trotzdem kann es auch in dieser Disziplin zu schweren Fehleinschätzungen kommen, wie das Beispiel der Ahr-Tal-Katastrophe vom letzten Sommer zeigt.

Die brennende Vegetation besteht aus einer Mischung aus Nadelbäumen, Ponderosa-Kiefern, Gestrüpp und Gras. Dort, wo der Waldbrand auf Gebäude und Infrastruktur übergreift, brennen auch weitere „kritische Brandstoffe“. Sie können die Feueraktivität erhöhen. Das Feuer brennt in der Nähe eines Gebiets mit steilem Gelände, was laut Knievel ebenfalls zur Ausbreitung des Feuers beitragen kann.

Der Wald und Steppenbrand ist so gewaltig, dass er nur aus dem Weltraum überblickt werden kann. Es gibt zahlreiche Brandherde und Feuerfronten. Teilweise kommt es zu starker Rauchentwicklung und damit zu überregionalen SMOG und Gesundheitsgefährdungen.

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