Waldbrände außer Kontrolle – 120 Gebäude in Georgia abgebrannt
Im US-Bundesstaat Georgia wüten verheerende Waldbrände, die teils außer Kontrolle geraten sind und eine Flammenhölle entfacht haben, die eine Spur der Zerstörung hinterlassen hat Besonders hart traf es die Bevölkerung von Brantley County nahe der Grenze zu Florida besonders. Nach aktuellen Angaben wurden in mehreren Orten bereits über 120 Wohnhäuser vollständig zerstört, zahlreiche weitere sind beschädigt oder weiterhin bedroht. Ganze Straßenzüge liegen in Asche, vielerorts ragen nur noch verkohlte Grundgerüste aus dem Boden. Für viele Familien bedeutet das den abrupten Verlust ihres gesamten Besitzes.

Besonders dramatisch ist die Lage in ländlichen Regionen im Süden des Bundesstaates. Dort mussten Tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Die Flammen breiteten sich aufgrund starker Winde rasend schnell aus und den Menschen blieben oft nur Minuten zur Flucht. Evakuierte berichten von chaotischen Szenen: dichter Rauch schränkte die Sicht ein und Flammen breiteten sich rasch über trockene Vegetation aus. Die eingerichteten Notunterkünfte sind überfüllt, viele Betroffene wissen nicht, ob ihre Häuser noch stehen oder bereits zerstört wurden.
Die Feuerwehr kämpft unter schwierigen Bedingungen gegen die Brände. Zwar konnten einzelne Feuer eingedämmt werden, doch eine vollständige Kontrolle ist bislang nicht in Sicht. Ohne ergiebige Niederschläge bleibt die Lage angespannt.
Ausschlaggebend für die extreme Situation sind ungewöhnliche meteorologische Bedingungen, die sich bereits im Winter abzeichneten. Eine anhaltende Dürre hat Böden und Vegetation stark ausgetrocknet. Gleichzeitig sorgen hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und kräftige Winde dafür, dass sich Brände schnell unkontrolliert ausbreiten können. Hinzu kommt abgestorbenes Pflanzenmaterial, das als zusätzlicher Brandbeschleuniger wirkt. Die Gründe für den Brandbeschleuniger sind vielfältig, haben prinzipiell aber mit vermehrtem Waldsterben aufgrund von Dürre, Schädlingsbefall und geänderten Klima- und Umweltbedingungen zu tun. Hinzu kommen Sparmaßnahmen, die die Arbeit der Forstbehörde einschränken.
Für diese Jahreszeit ist eine solche Intensität der Brände im Südosten der USA eher untypisch. Zwar treten Waldbrände auch im Frühjahr auf, doch die Kombination aus ausgeprägter Trockenheit und günstigen Ausbreitungsbedingungen der Feuer gilt als außergewöhnlich.