USA: Starker Tornado wütete in Enid

Starker Tornado der Kategorie EF4 verwüstete Ort in Oklahoma und entrindete Bäume

Ein schwerer Tornado hat am Freitag die Region nahe Enid im US-Bundesstaat Oklahoma heimgesucht und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Das Unwetter trat am späten Nachmittag Ortszeit auf, als sich eine besonders kräftige Superzelle über dem Norden des Bundesstaates entwickelte. Augenzeugen berichten von einem schnell anwachsenden, dunklen Trichter, der sich innerhalb weniger Minuten zu einem großflächigen Tornado ausbildete und über ländliche sowie teilweise bebaute Gebiete hinwegzog.

Der Tornado richtete signifikante Schäden an: Mehrere Wohnhäuser wurden vollständig zerstört und teilweise bis auf ihre Fundamente abgetragen. Trümmerteile wurden über weite Distanzen verstreut, was auf extreme Windgeschwindigkeiten hindeutet. Die umherwirbelnden Trümmer stellten zudem eine große Gefahr für die Bevölkerung dar und richteten weitere Schäden an.

Es wurde nicht nur Infrastruktur zerstört, sondern es gab auch eine große Vegetationszerstörung: zahlreiche Bäume wurden nicht nur entwurzelt, sondern vollständig entrindet, was ein klassisches Indiz für sehr starke Tornados darstellt. Dabei wird die Rinde durch extreme Windkräfte und mitgeführte Trümmer regelrecht vom Stamm abgeschält. Dieses Phänomen entsteht durch eine Kombination aus sehr hohen Windgeschwindigkeiten und umherfliegenden Partikeln, die wie ein Sandstrahlgebläse wirken. In der Enhanced Fujita Scale gilt die Entrindung daher als starkes Indiz für einen sehr intensiven Tornado von mindestens EF3.

Neben den beschriebenen Schäden wurden auch landwirtschaftliche Gebäude und Fahrzeuge schwer beschädigt oder komplett zerstört.

Trotz des Ausmaßes der Verwüstung gibt es bislang keine bestätigten Todesopfer, was von den Behörden als außergewöhnlich bezeichnet wird. Mehrere Menschen wurden jedoch verletzt. Frühzeitige Warnungen und funktionierende Schutzsysteme dürften entscheidend dazu beigetragen haben, Schlimmeres zu verhindern.

Experten des National Weather Service sind vor Ort und untersuchen die Schäden, um die genaue Intensität des Tornados zu bestimmen. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass zumindest abschnittsweise eine Stärke im Bereich EF4 erreicht worden sein könnte.