Tornado in Mexiko trifft Coahuila – Schäden bislang begrenzt
Ein Tornado hat im Norden des mexikanischen Bundesstaates Coahuila für Aufsehen gesorgt. Nahe des Ortes Santa Eulalia, die an den Grenzen der Kommunen Zaragoza und Ciudad Acuña liegt, bildete sich am Dienstag ein deutlich sichtbarer Wirbelsturm, der von zahlreichen Augenzeugen fotografiert und gefilmt wurde. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Bilder eines gut ausgeprägten Tornadotrichters und sorgten weit über die Region hinaus für Aufmerksamkeit.

Der Tornado entstand im Zuge schwerer Gewitter, die den Norden Coahuilas erfassten. Meteorologen sprechen von Bedingungen, die die Bildung sogenannter Superzellen begünstigten – besonders kräftiger Gewitter mit rotierenden Aufwinden, aus denen Tornados hervorgehen können. Die mexikanische Zivilschutzbehörde bestätigte das Ereignis und warnte zeitweise vor weiteren gefährlichen Wetterentwicklungen in der Region.
Zunächst lagen nur wenige Informationen über mögliche Auswirkungen vor. Lokale Behörden hatten in den ersten Stunden nach dem Ereignis noch keine offiziellen Angaben zu Schäden oder Verletzten veröffentlicht. Inzwischen deuten erste Berichte darauf hin, dass es vereinzelt zu Sachschäden gekommen ist, doch eine „Schneise der Verwüstung“, wie es oft in den USA vorkommt, hinterließ der Tornado in dem dünn besiedelten Gebiet nicht. Medien meldeten umgestürzte Bäume sowie Schäden an einfachen Gebäudestrukturen in Teilen. Hinweise auf Todesopfer oder Verletzte gab es nicht.
Dass Tornados in Mexiko auftreten ist bei uns weniger publik, doch gerade der Nordosten des Landes gilt als vergleichsweise anfällig für dieses Wetterphänomen. Bundesstaaten wie Coahuila, Nuevo León und Tamaulipas liegen meteorologisch im Einflussbereich ähnlicher Wetterlagen wie der Süden der USA. Warme, feuchte Luftmassen vom Golf von Mexiko treffen dort auf trockenere Luft aus dem Hochland und schaffen besonders im Frühjahr günstige Voraussetzungen für starke Gewitter mit Tornado-Potenzial.