
Steckbrief: Pacaya
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Lage: 14.38 N 90.60 W, Guatemala Höhe: 2.552 m Art: Komplexvulkan Typ: Subduktionszonen-Vulkan Petrographie: Basalt, Dazit Ausbruchsart: Vulcanisch, strombolianisch, Dom, PF, LF Status: Yellow |
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Der Pacaya erhebt sich ca. 30 Kilometer südlich der Hauptstadt von Guatemala und ist relativ leicht zugänglich. Es handelt sich um einen Subduktionszonen-Vulkan, der eine basaltische bis intermediäre Schmelze fördert. Neben Basalt gibt es aber Dazit (Lavadome) und andesitische Basalte.
Beim Pacaya ist ein junger Vulkan. Er entstand vor gut 23.000 Jahren am Rande einer älteren Caldera, in der auch der See Amatitlán liegt.
Der Komplexvulkan setzt sich aus mehreren Kegeln und Domen zusammen und besitzt mehrere Gipfel. Von diesen waren der Cerro Chino und der Cerro Grande bereits lange nicht mehr aktiv; der aktuell tätige Krater-Kegel ist der McKenney. Er entstand, nachdem vor 1100 Jahren die Flanke eines älteren Kegels kollabiert war. Dabei kam zu einem großen Erdrutsch, dessen Ablagerungen in 25 Kilometern Entfernung vom Pacaya gefunden wurden.
In historischer Zeit brach der Pacaya mindestens 23 Mal aus. Der Vulkan ruhte jedoch auch mehr als ein Jahrhundert lang, bis 1962 ein Bereich des Gipfels einzusinken begann; drei Jahre später wuchs dann ein Dom empor. Seither ist der Vulkan fast ununterbrochen aktiv.
Die Tätigkeit des Pacaya ist vielfältig: Er eruptiert überwiegend strombolianisch und vulcanisch. Kurze Lavaströme, kleine pyroklastische Ströme und Gerölllawinen gehören ebenfalls zu seinem Repertoire.
Besonders aktive Phasen gab es am Pacaya zwischen 1989 und 1991. Im Januar 2000 gab es eine Phase starker Aktivität, während derer mehrere Dörfer evakuiert wurden.
Im Dezember 2008 erzeugte der Vulkan vier Lavaströme mit einer Länge zwischen 50 und 200 Metern; kleine strombolianische Eruptionen kamen aus einem Kegel im Krater.
Die aktuellst Eruption fand am 28. Mai 2010 statt. Eine Aschewolke stieg mehrere Tausend Meter hoch auf und Asche ging in der Hauptstadt Guatemala-City nieder. Es lagerte sich eine 7 cm dicke Ascheschicht ab. Der Flughafen wurde gesperrt und in einigen Regionen der Notstand ausgerufen. Lavaströme setzten Vegetation am Fuß des Vulkans in Brand. Nur 2 Tage später fegte der tropische Wirbelsturm "Agatha" über Mittelamerika hinweg und tötete 150 Menschen.

Der Pacaya ist unten rechts mit seiner Dampffahne zu erkennen. Oben links der mächtige Vulkan Agua ©Nasa
Da der Vulkan praktisch vor der Haustür von Guatemala-Stadt steht, zählt er zu den Naherholungsgebieten der Einheimischen; besonders am Wochenende sind viele Besucher am Vulkan unterwegs. Wenn man ohne organisierte Tour anreist, ist im Besucherzentrum in San Francisco de Sales ein Eintrittsticket zu lösen. Es gibt mehrere Routen auf den Pacay, die man in ca. 1,5 Stunden bewältigen kann.
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