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Shiveluch


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Vulkan in Kamtschatka
Lage: 56.65°N 161.36°E, Russland

Höhe: 3283 m (Dom ca. 2500 m)

Art: Komplexvulkan

Typ: Subduktionszonen-Vulkan

Petrographie: Andesit, Dazit

Ausbruchsart: plinianisch, PF
 
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 Shiveluch [Sheveluch] in Kamtschatka


Shiveluch (alternative Schreibweisen Schiwelutsch, oder Sheveluch) ist einer der aktivsten und explosivsten Vulkane Kamtschatkas. Der 3283 Meter hohe Stratovulkan gehört zu den Subduktionszonen Vulkanen und fördert neben Andesit und Dazit eine besondere Lava-Art, die durch die Mischung von Krustenmaterial mit Mantelmaterial entsteht und unter der Gruppe Adakite zusammengefasst wird.

Shiveluch

Shiveluch

Shiveluch

Shiveluch

Shiveluch


Der Shiveluch liegt unweit der Kliuchevskoi-Bezymianny-Vulkangruppe und nur ca. 50 km von der Ortschaft Klyuchi. Dort ist auch eine LiveCam installiert, die bei guter Sicht den Shiveluch zeigt. Bis zur Provinzhauptstadt Petropavlovsk-Kamchatsky sind es 450 km.

Der Shiveluch ist ein verhältnismäßig junger Vulkan, der dennoch auf eine bewegende Geschichte zurückblickt. Ein erster Vulkan bildete sich an der Stelle des heutigen Shiveluch-Komplexes in einem Zeitraum zwischen 70.000 und 60.000 Jahren. Der Ur-Shiveluch (Stary Shiveluch) stürzte nach einer gewaltigen Eruption im späten Pleistozän ein und bildete eine Caldera mit einem Durchmesser von 9 km. Die Caldera ist nach Süden hin offen.
Im Flankenbereich der Caldera entstanden mehrere Domkomplexe, daher würde ich ihn eigentlich auch ehr zu den Komplexvulkanen zählen, aber offiziel wird er als Stratovulkan bezeichnet. Der jüngste Domkomplex ist der Molodoy Shiveluch, der sich in der alten Caldera bildete. Von diesem Domkomplex gingen während des Holozäns mehr als 60 Eruptionen aus; einige von ihnen waren große plinianische Eruptionen.

Die Perioden mit den stärksten Ausbrüchen waren in den Zeiträumen zwischen 6500- 6400 v.Chr, 2250 - 2000 v.Chr und 50 - 650 n.Chr. Die schwersten Eruptionen in historischer Zeit ereigneten sich am Shiveluch 1854, 1956 und 1964 als große Teile des Lavadomes kollabierten und Pyroklastische Ströme generiert wurden. Neben den großen Eruptionen gab es zahlreiche moderate und kleinere Vulkanausbrüche.

Die aktuelle Eruptionsphase begann im August 1999 und dauert bis heute an. Im Jahr 2005 floss ein pyroklastischer Strom 20 km weit, verfüllte ein Tal und bedeckte ein 25 Quadratkilometer großes Gebiet mit vulkanischem Material. Innerhalb der nächsten 3 Jahre wuchs der Dom um 50%.
Am 25. Juli 2009 stieg eine Aschewolke 7 km hoch.
Im Oktober 2010 fanden 3 plinianische Eruptionen statt die Aschewolken bis zu 12 km hoch förderten. Eine ähnliche Eruptionsserie widerholte sich im Oktober 2013.


Der Shiveluch im September 2009.  © NASA



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