Vulkan Shiveluch eruptiert auch am 31.07.26 Vulkanasche

Shiveluch setzt seine eruptive Aktivität fort: Vulkanasche in 10.400 Metern Höhe detektiert

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka setzt der Vulkan Shiveluch seine eruptive Aktivität unvermindert fort. Seit gestern wurden sechs VONA-Warnungen veröffentlicht, die den Flugverkehr vor starken Ascheeruptionen warnen. Die jüngste Eruption ereignete sich heute Morgen um 05:07 UTC und ließ eine Aschewolke auf mehr als 10 Kilometer Höhe aufsteigen. Das zuständige Vulkanobservatorium KVERT stufte den Luftfahrt-Farbcode daraufhin von Orange auf Rot hoch – die höchste Warnstufe für den Flugverkehr.

Shiveluch-Dom mit thermischer Anomalie

Nach Angaben des VAAC Tokyo erreichte die Aschewolke eine Höhe von Flugfläche FL340 (rund 10,4 Kilometer) und driftete mit hoher Geschwindigkeit in östlicher bis ostnordöstlicher Richtung. Den Prognosen zufolge wird sich die Asche in den kommenden Stunden und Tagen weiter über den Nordpazifik ausbreiten und dabei möglicherweise internationale Flugrouten kreuzen.

KVERT berichtet, dass die explosive-extrusive Eruption des Shiveluch unvermindert anhält. Im nördlichen Bereich des Lavadoms wächst weiterhin ein neuer Lavablock. Starke Gas- und Dampfausstöße begleiten die Aktivität. Daten zum Schwefeldioxidausstoß werden von den Vulkanologen nicht veröffentlicht. Vermutlich fehlen dem kleinen Observatorium in Kljutschi die entsprechenden Messinstrumente, etwa ein mobiles GOSPEC-System.

Bereits in der vergangenen Woche kam es am 24., 25., 26. und 28. Juli zu starken Explosionen, bei denen Asche ebenfalls bis in Höhen von rund 10 Kilometern aufstieg. Satellitendaten registrierten während dieser Ereignisse durchgehend eine ausgeprägte thermische Anomalie. Die Aschewolken legten dabei Entfernungen von bis zu 1.700 Kilometern zurück.

Die Vulkanologen warnen, dass jederzeit noch stärkere Explosionen auftreten können, bei denen Asche bis in Höhen von 12 Kilometern geschleudert wird. Solche Ereignisse stellen insbesondere für den internationalen Luftverkehr ein signifikantes Risiko dar. Gelangt Vulkanasche in die Triebwerke eines Flugzeugs, kann sie dort schmelzen und die Turbinen beschädigen oder sogar zum Triebwerksausfall führen. Zudem wirkt die Asche bei Fluggeschwindigkeit von nahezu 1.000 km/h wie ein Sandstrahlgebläse: Sie trägt die Oberflächen der Cockpitscheiben ab, wodurch diese mattiert und die Sicht der Piloten beeinträchtigt werden kann.

Der Shiveluch ist der nördlichste aktive Großvulkan Kamtschatkas und zählt mit seinem ausgedehnten Lavadom zu den aktivsten Vulkanen Russlands. Er liegt etwa 45 Kilometer von der Ortschaft Kljutschi entfernt, in der rund 5.000 Menschen leben. Für die Bevölkerung besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr, da sich die Aschewolke überwiegend nach Osten bewegt und somit vom Ort wegzieht.

Schiwelutsch eruptierte am 27.07.26 mehrfach

Schiwelutsch stößt erneut Asche bis in 10,7 Kilometer Höhe aus

Der Schiwelutsch – zur Abwechslung benutze ich mal die eingedeutschte Schreibweise des Shiveluch – auf der russischen Halbinsel Kamtschatka bleibt einer der aktivsten Vulkane des Pazifischen Feuerrings. Neue Satellitenbeobachtungen des VAAC Tokyo und des Kamchatkan Volcanic Eruption Response Teams (KVERT) zeigen, dass der Vulkan seine anhaltende Eruptionsphase fortsetzt und dabei hochaufsteigende Aschewolken erzeugt, die den internationalen Flugverkehr in der Region beeinträchtigen können. Dabei wurden heute bereits 4-Warnungen für den Flugverkehr ausgegeben.

Bereits am 26. Juli registrierte KVERT einen explosiven Ausbruch, bei dem eine Aschewolke bis auf etwa 9 Kilometer über dem Meeresspiegel aufstieg. Die Wolke driftete anschließend rund 125 Kilometer nach Westnordwesten. Gleichzeitig wächst der Lavadom im Gipfelbereich weiter. Besonders im nördlichen Teil des Doms bildet sich ein neuer Lavablock, dessen langsames Wachstum von kräftigen Gas- und Dampfaustritten begleitet wird und thermische Strahlung abgibt, die auf Santellitenfotos gut sichtbar ist. Aufgrund der anhaltenden Aktivität gilt weiterhin die Luftfahrtwarnstufe Orange.

Am 27. Juli bestätigten die Himawari-9-Satellitenaufnahmen eine kontinuierliche Ascheemission. Am Morgen erreichte die Aschewolke zunächst eine Höhe von Flugfläche 350 (etwa 10.700 Meter) und wurde mit Höhenwinden nach Südwesten verfrachtet. Im Laufe des Tages reduzierte sich die beobachtete Höhe auf Flugfläche 250, entsprechend rund 7.600 Metern. Die Aschewolken bewegten sich ebenfalls in südwestlicher Richtung mit Windgeschwindigkeiten von etwa 55 km/h. Zeitweise erschwerten meteorologische Wolken die genaue Beobachtung der Aschefahnen, weshalb ihre Ausdehnung nur teilweise erfasst werden konnte. In den letzten Wochen drifteten die Aschewolken über 1200 Kilometer weit und erreichten dabei sogar die Ausläufer Alaskas, wo ebenfalls mehrere Vulkane der Aleuten aktiv sind.

Der Schiwelutsch gehört zu den größten und gefährlichsten Vulkanen Kamtschatkas. Sein heutiger Lavadom entstand nach dem Kollaps eines älteren Gipfelbereichs und wird seit Jahren durch zähflüssige Andesit- und Dazitlava aufgebaut. Der letzte wirklich große Ausbruch ereignete sich 2023, als der Dom des Jungen Schiwelutch kollabierte, wobei hoch aufsteigende Aschewolken und mächtige pyroklastische Ströme generiert wurden, die Straßen in Vulkannähe erreichten.

Für die Bevölkerung besteht aufgrund der abgelegenen Lage des Vulkans derzeit nur ein geringes Risiko. Für den internationalen Luftverkehr bleiben die Aschewolken allerdings eine ernstzunehmende Gefahr, weshalb der Schiwelutsch rund um die Uhr mit Satelliten und bodengestützten Messsystemen überwacht wird.

Vulkan Shiveluch: Aschewolken beeinträchtigen Flugverkehr

Shiveluch auf Kamtschatka mit anhaltenden Ascheeruptionen – Alaska Airlines musste Flüge streichen

Der Vulkan Shiveluch setzt seine intensive eruptive Phase fort. Nach Angaben des KVER-Teams sowie des Vulkanasche-Warnzentrums Tokio (VAAC) wurde am 25. Juli 2026 eine kontinuierliche Aschefreisetzung registriert. Eine Aschewolke erreichte Höhen von fast 11 Kilometern über dem Meeresspiegel und stellte erneut eine Gefahr für den Flugverkehr über dem Nordpazifik dar. Der Luftfahrt-Warncode des Vulkans steht auf Orange.

Shiveluch

Die Satellitendaten des japanischen Wettersatelliten Himawari-9 zeigten eine ausgedehnte Aschewolke, die nach Westen und Südwesten driftete. Teile der Eruptionswolke wurden bis in die Flugfläche FL350 (fast 11 Kilometer Höhe) erfasst. Besonders in den unteren Schichten breitete sich die Asche weit über die Kamtschatka-Region aus. Die Prognosen des VAAC Tokio erwarten eine weitere Verlagerung der Aschewolken nach Westen und Südwesten, wobei einzelne Bereiche durch meteorologische Wolken verdeckt werden können.

Die aktuelle Aktivität ist eng mit dem Wachstum des Lavadoms im Gipfelbereich des Shiveluch verbunden. Nach Angaben von KVERT wächst weiterhin ein neuer Lavablock im nördlichen Teil des Doms. Das Aufsteigen der zähflüssigen, gasreichen Lava erzeugt einen zunehmenden Druck im Vulkanschlot und führt immer wieder zu explosiven Ausbrüchen. Bereits am 23. Juli schleuderte eine Explosion Asche bis auf etwa 7 Kilometer Höhe. Die daraus entstandene Wolke wurde rund 1500 Kilometer weit nach Südwesten verdriftet. Am 24. Juli folgte eine weitere Eruption mit einer Aschewolke bis in etwa 8 Kilometer Höhe.

Obwohl die Aschewolken unterschiedliche Höhen erreichen, könnten die zugrundeliegenden Explosionen eine vergleichbare Stärke haben. Ein entscheidender Faktor ist die Windgeschwindigkeit: Starker Wind verdriftet die Aschewolke schnell und verteilt sie über eine große Entfernung, während die Asche bei geringen Windgeschwindigkeiten höher aufsteigt.

Die Folgen der Aktivität beschränken sich nicht nur auf die unmittelbare Umgebung des Vulkans. Am Mittwoch führte eine Shiveluch-Eruption zu erheblichen Behinderungen im internationalen Flugverkehr. Die US-amerikanische Fluggesellschaft Alaska Airlines musste zehn Flüge streichen, nachdem Vulkanasche aus der Kamtschatka-Region über Alaska gezogen war. Mehr als 1000 Passagiere waren betroffen. Die Flüge zu den Flughäfen Anchorage und Fairbanks wurden aus Sicherheitsgründen annulliert, da Vulkanasche schwere Schäden an Flugzeugtriebwerken verursachen kann. Vulkanologen des Alaska Volcano Observatory erklärten, dass Shiveluch aufgrund seiner explosiven Aktivität zu den weltweit gefährlichsten aktiven Vulkanen zählt und weitere Ascheeruptionen möglich seien. Aus diesem Grund gibt es eine enge Kooperation zwischen russischen Vulkanologen auf Kamtschatka mit jenen in Alaska.

Vulkan Shiveluch eruptiert Aschewolke während Zyklon heraufzieht

Shiveluch stößt Asche bis in 12 Kilometer Höhe auf und trifft auf starke Höhewinde im Vorfeld eines Zyklons

Der russische Vulkan Shiveluch eruptierte auf der russischen Halbinsel Kamtschatka erneut eine hoch aufsteigende Aschewolke. Satellitenaufnahmen registrierten am heutigen Tag eine anhaltende Ascheemission, nachdem gegen 09:20 UTC eine explosive Eruption begonnen hatte. Das VAAC Tokyo beobachtete, wie die Asche bis auf Flugfläche 390 (fast 12 Kilometer Höhe) aufstieg und mit einer enormen Geschwindigkeit von etwa 150 km/h ostwärts verfrachtet wurde.

Im Tagesverlauf hielt die Aktivität an. Um 14:20 UTC war die Aschewolke bereits mehrere Hundert Kilometer vom Vulkan entfernt und bewegte sich weiter in südöstlicher Richtung. Prognosen zufolge sollte sie bis auf Flugfläche 400 (etwa 12,2 Kilometer Höhe) ansteigen und noch im Laufe der Nacht die Datumsgrenze überqueren. Aufgrund der großräumigen Ausbreitung wurde die Überwachung der Aschewolke am Nachmittag vom VAAC Tokio an das VAAC Anchorage in Alaska übergeben, das für den Luftraum östlich der Datumsgrenze zuständig ist.

Dem nicht genug hält aktuell ein Zyklon auf Kamtschatka, der vom Ochotskischen Meer herkommend morgen auf Kamtschatka treffen wird. Neben starken Winden – die in der Höhe bereits jetzt wirken – werden starke Regenfälle erwartet, die zu Hochwasser entlang von Flussläufen führen könnten. Zudem ist in solchen Situationen die Lahar-Gefahr im Umfeld aktiver Vulkane erhöht. Flussläufe sind daher strikt zu meiden.

Bereits am 9. und 14. Juli erzeugte der Vulkan besonders starke Eruptionen, deren Asche bis auf etwa 11 Kilometer Höhe aufstieg. Am 16. Juli erreichte eine weitere Explosion immerhin noch rund 6,5 Kilometer Höhe. Satelliten erfassten während der gesamten Woche eine ausgeprägte thermische Anomalie am Dom. Die Aschewolken wurden in den letzten Wochen über Entfernungen von bis zu 2.200 Kilometern nach Südosten transportiert.

Der rund 3.283 Meter hohe Shiveluch liegt im Norden Kamtschatkas und besteht aus einem älteren Vulkangebäude sowie einem jüngeren, hochaktiven Lavadom. Seine Eruptionen verlaufen meist nach einem wiederkehrenden Muster: Zähflüssige Lava bildet einen Dom, der schließlich unter wachsendem Innendruck kollabiert oder explosionsartig aufreißt. Dabei entstehen hoch aufsteigende Aschewolken und gefährliche pyroklastische Ströme. Wegen der Nähe wichtiger transpazifischer Flugrouten gilt der Vulkan als eines der bedeutendsten Luftfahrtrisiken im Nordpazifik.

Shiveluch: Explosionen verteilen Vulkanasche 1500 km weit

Starke Eruptionen am Shiveluch verteilen Aschewolken bis zu 1500 km weit – neue Eruption fördert Asche auf 12 Kilometer Höhe

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka hat der Vulkan Shiveluch am Dienstag weitere kräftige explosive Eruptionen erzeugt. Nach Angaben des Kamchatkan Volcanic Eruption Response Teams (KVERT) begann der Ausbruch gegen 05:30 UTC und dauerte etwa zwei Stunden. Dabei wurde Vulkanasche bis in eine Höhe von 10,5 Kilometern über dem Meeresspiegel geschleudert. Aufgrund der intensiven Aktivität wurde der Luftfahrt-Farbcode von Orange auf Rot angehoben, der Flugverkehr über dem Nordpazifik ist gefährdet.

Shiveluch

Satellitenaufnahmen des Wettersatelliten Himawari-9 registrierten die Eruptionswolke bereits wenige Minuten nach Beginn der Explosionen. Das Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) meldete eine ausgedehnte Aschewolke, die sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 75 Kilometern pro Stunde in südöstlicher Richtung bewegte. Zeitweise erreichte die Wolke Flughöhen bis FL400, entsprechend mehr als 12 Kilometern Höhe. Prognosen zufolge sollte sich die Asche in den folgenden Stunden über weite Bereiche des Nordpazifiks ausbreiten.

Auf der Karte zur VONA-Warnung erkennt man die Ausbreitung der Aschewolke über der Bering-See, die über weite Teile der Aleuten in Richtung Alaska zog.

Der Shiveluch zählt zu den aktivsten und gefährlichsten Vulkanen Kamtschatkas. Seine derzeitige Aktivitätsphase wird als explosive-extrusive Eruption charakterisiert. Während zähflüssige Lava im Gipfelbereich einen neuen Lavablock aufbaut, sorgen aufsteigende Gase und der Einsturz instabiler Domstrukturen regelmäßig für heftige Explosionen.

Diese Explosionen sorgten in den vergangenen Wochen wiederholt für die weiträumige Ausbreitung von Vulkanaschewolken. Besonders zwischen dem 3. und 9. Juli wurden mehrere explosive Ereignisse registriert, bei denen Aschewolken Höhen von bis zu 12 Kilometern erreichten. Satellitendaten zeigten dabei Aschefahnen, die je nach Windrichtung und Stärke der Winde bis zu 1.500 Kilometer weit transportiert wurden.

Die aktuelle Aktivität hebt das hohe Gefahrenpotenzial des Vulkans hervor. KVERT warnt, dass jederzeit weitere Explosionen auftreten können, die Asche bis in Höhen von 12 Kilometern fördern. Für den internationalen Flugverkehr über dem Nordpazifik stellen solche Eruptionen eine erhebliche Gefahr dar, da Vulkanasche Triebwerke beschädigen und die Sicht beeinträchtigen kann.

Vulkanausbruch am Shiveluch mit hochaufsteigenden Aschewolken

Shiveluch in Kamtschatka bleibt hochaktiv – Aschewolken erreichen 12 Kilometer Höhe und gefährden Flugverkehr

Der Vulkan Shiveluch setzt im äußersten Osten Russlands seine intensive explosive Tätigkeit fort und fördert hoch aufsteigende Aschewolken, die eine Gefahr für den Flugverkehr über dem Nordpazifik darstellen. Das Vulkanologische Überwachungszentrum KVERT erhöhte die Luftfahrt-Warnstufe auf Rot – die höchste Warnstufe für den Flugverkehr.

Shiveluch Archiv

Der auf der Halbinsel Kamtschatka gelegene 3283 m hohe Stratovulkan zeigt weiterhin eine anhaltende explosive-extrusive Eruption mit starkem Wachstum des Lavadoms und wiederkehrenden Ascheeruptionen. Besonders hervorzuheben ist das Wachstum eines neuen Blocks im nördlichen Sektor des Lavadomes. Dieser Prozess wird von starken Gas- und Dampfemissionen begleitet. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 zeigen eine ausgeprägte thermische Anomalie am Vulkan, ein Hinweis auf anhaltenden Zustrom heißen Magmas. Am Dom kommt es immer wieder zu Explosionen und Kollapsereignissen, die neben hoch aufsteigenden Aschewolken pyroklastische Ströme erzeugen, eine der größten Gefahren des Vulkanismus.

Am Abend des 9. Juli ereignete sich gegen 21:43 UTC eine besonders kräftige Explosion, bei der eine Aschewolke bis auf 10,5 Kilometer Höhe über dem Meeresspiegel aufstieg. Der Ascheausstoß erzeugte eine mehrere hundert Kilometer lange Eruptionswolke, die sich zunächst gut 280 Kilometer in süd-südwestliche Richtung ausbreitete. Weitere Messungen des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) bestätigten eine kontinuierliche Aschewolke, die bis Flughöhe 400 erreichte. Das entspricht einer Höhe von 12.100 Metern über Normalnull.

Die Aktivität ist nicht auf ein einzelnes Ereignis beschränkt. Zwischen dem 3. und 9. Juli registrierte KVERT mehrere starke explosive Phasen. Dabei stiegen Aschewolken öfters bis in Höhen von etwa 12 Kilometern auf. Die ausgestoßenen Aschewolken wurden über weite Distanzen verfolgt und breiteten sich in verschiedene Richtungen aus. Die Eruptionswolken entfernten sich dabei bis zu 1500 Kilometern vom Shiveluch, bis sie sich auflösten und nicht weiter verfolgt werden konnten.

Für den internationalen und regionalen Flugverkehr stellen die Eruptionen des Shiveluch eine Gefahr dar. Vulkanasche kann Triebwerke beschädigen, Navigationssysteme beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen für Flugzeuge führen. Die Behörden warnen daher, dass jederzeit weitere Explosionen mit Ascheausstoß bis in große Höhen möglich sind.

Der Shiveluch zählt damit weiterhin zu den gefährlichsten und aktivsten Vulkanen Kamtschatkas. Solange der Lavadom weiter wächst und der Druck im Fördersystem hoch bleibt, besteht die Möglichkeit weiterer explosiver Eruptionen.

Shiveluch: Starker Vulkanausbruch fördert 12 km Aschewolke

Shiveluch auf Kamtschatka in heftiger Eruptionsphase – Aschewolken bis in 12 Kilometer Höhe beobachtet

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka setzt der Vulkan Shiveluch seine explosive Aktivität fort und hat diese zuletzt sogar noch verstärkt. Eine Kombination aus bodengestützten Beobachtungen des Kamchatkan Volcanic Eruption Response Teams (KVERT) und Satellitendaten bestätigt eine anhaltende Eruptionsphase mit starken Ascheausstößen sowie einem wachsenden Lavadom, dessen Aktivität von intensiven Gas- und Dampfaustritten begleitet wird. Aufgrund der Gefahr hoch aufsteigender Aschewolken wurde der Luftfahrt-Farbcode von KVERT auf Rot angehoben.

Der Shiveluch liegt im nördlichen Teil Kamtschatkas und erreicht eine Gipfelhöhe von 3.283 Metern. Der aktive Lavadom befindet sich auf etwa 2.500 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Von diesem Dom gehen die explosiven Ascheeruptionen aus, deren Wolken Höhen von bis zu 12.200 Metern erreichen und mit einer Geschwindigkeit von rund 28 km/h nach Osten driften.

Das VAAC Tokio veröffentlichte am 7. Juli um 00:32 UTC die erste Meldung über diese hoch aufsteigenden Aschewolken. Es folgten drei weitere Warnmeldungen; die bislang letzte wurde um 06:00 UTC herausgegeben.

KVERT bestätigte die Eruption, die nach Angaben der Vulkanologen etwa 15 Minuten andauerte und Asche bis in eine Höhe von rund 10 Kilometern über dem Meeresspiegel schleuderte. Die Aschewolke zog zunächst in ostsüdöstlicher Richtung und entfernte sich etwa zehn Kilometer vom Vulkan. Videoauswertungen und Satellitendaten zeigten anschließend eine anhaltende Freisetzung vulkanischer Asche, die sich zunehmend vom Vulkan entfernte und inzwischen weit über den Nordpazifik hinaus driftet.

Bislang konnte ich in den sozialen Medien lediglich ein Bild des Vulkanausbruchs finden. Dieses zeigt jedoch den typischen Schirm einer plinianischen Eruption, bei der die Aschesäule bis in die Stratosphäre aufsteigt und sich dort entlang der Unterseite dieser atmosphärischen Grenzschicht ausbreitet. Plinianische Eruptionen spielen in der Oberliga des vulkanischen Spektrums.

Spekulativ ist, dass der Ausbruch mit der Generierung pyroklastischer Ströme einherging, die entweder durch Kollaps der Aschewolke oder durch Abbrüche am Lavadom entstanden sein könnten.

Bereits am 5. Juli erzeugten Explosionen eine etwa 520 Kilometer lange Aschewolke, die bis zu 1.225 Kilometer nordöstlich des Vulkans verfolgt werden konnte.

Darüber hinaus berichtet KVERT über das anhaltende Wachstum des Lavadoms. Im nördlichen Bereich des Domes bildet sich ein neuer Lavablock, begleitet von starken Gas- und Dampfemissionen. Satellitenmessungen registrierten zudem eine ausgeprägte thermische Anomalie am Vulkan.

KVERT warnt, dass jederzeit weitere explosive Ausbrüche mit Aschewolken bis in 12 Kilometer Höhe möglich sind. Die anhaltende Aktivität stellt weiterhin eine potenzielle Gefahr für internationale Flugrouten sowie den regionalen Luftverkehr über Kamtschatka dar.

Shiveluch erzeugt spektakuläre Aschewolken

Schiveluch auf Kamtschatka bleibt aktiv – Vulkanasche in 11 Kilometern Höhe

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka bleibt der Shiveluch weiter hochaktiv und fördert Aschewolken, die bis auf FL 350 (11 Kilometer Höhe) aufsteigen und nach Nordwesten driften. Die Vulkanasche breitet sich in der Höhe dabei mit einer Geschwindigkeit von fast 50 km/h aus und legt weitere Strecken zurück, was sich negativ auf die Flugrouten über dem Nordostpazifik auswirkt. Zeitweise wurde der Alarmcode für den Flugverkehr auf „Rot“ erhöht. Inzwischen steht er wieder auf „Orange“.

Shiveluch

Die modellierten Ausbreitungsdaten zeigen eine komplexe Dynamik der Aschewolken. In unteren Schichten bewegt sich die Wolke nordwestwärts, während höhere Anteile nach Norden verlagert werden. Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Asche in den kommenden 6 bis 18 Stunden weiter in Richtung Nordosten und Nordwesten ausdehnen kann und dabei weiterhin große Höhenbereiche zwischen FL200 und FL350 erreicht.

Besonders auffällig ist die weitreichende Verteilung der Aschewolke, die sich zeitweise in zwei getrennte Teile aufspaltete. Diese erreichten Entfernungen von bis zu 385 Kilometern in nördlicher und fast 984 Kilometern in südlicher Richtung. Damit wirken sich die Eruptionen des Shiveluch auf ein ungewöhnlich großes Gebiet aus.

In den sozialen Medien geteilte Aufnahmen sollen die aktuellen Aschewolken zeigen. Diese steigen bei wenig Wind allerdings nahezu senkrecht auf und bilden den typischen Pilz einer plinianischen Eruption, die bis zur Stratosphäre reicht, wo sich die Wolke abflacht.

Auch KVERT berichtet über die anhaltende Tätigkeit. Demnach hält die extrusive Eruption des Lavadoms an. Der Dom wächst insbesondere im nördlichen Bereich weiter, begleitet von starken Gas- und Dampffreisetzungen sowie einer messbaren thermischen Anomalie. Die explosive Aktivität wurde entsprechend den VONA-Meldungen bestätigt und davor gewarnt, dass es zu noch höher aufsteigenden Aschewolken kommen könnte, die eine noch größere Gefahr für den Flugverkehr darstellen. Personen am Boden werden durch die Eruption des Shiveluch selten gefährdet, da die Region nur dünn besiedelt ist. Dennoch kann es in Kljutschi zu Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens infolge von Ascheniederschlag kommen.

Shiveluch: Ein weiterer Vulkanausbruch auf Kamtschatka

Shiveluch schleudert Asche bis in 10.700 Meter Höhe – Drei Vulkane Kamtschatkas in Eruption

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka ist heute aus vulkanologischer Sicht einiges los. Nachdem der Mutnovsky in den frühen Morgenstunden eine Explosion erzeugt hatte, konnte auch der deutlich aktivere Shiveluch nicht stillhalten und stimmte in das Eruptionsgeschehen mit ein. Nach Angaben des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) wurde gegen 09:10 UTC satellitengestützt eine Aschewolke registriert. Die Eruptionswolke erreichte eine Höhe von 10.700 Metern und stieg damit bis auf Flughöhe FL350 auf. Da sich die Warnungen des VAAC in erster Linie an Piloten richten, werden die Höhen üblicherweise in Fuß angegeben. Die Asche driftete zunächst nach Nordwesten, später nach Westen. Wenige Stunden später bestätigten weitere Satellitenbeobachtungen anhaltende Ascheemissionen. Aufgrund der Gefahr für den internationalen Luftverkehr blieb der Luftfahrtwarnstatus auf Orange.

VONA

Der Shiveluch zählt zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Seit dem gewaltigen Kollaps seines Lavadoms im April 2023 befindet sich der Vulkan in einer anhaltenden Aufbauphase. Im Gipfelbereich wächst kontinuierlich ein neuer Lavadom, dessen zähflüssige und an der Oberfläche bereits erstarrte Lava regelmäßig durch Explosionen aufgerissen wird. Dabei entstehen Aschewolken, die häufig Höhen zwischen acht und zwölf Kilometern erreichen.

Mit einer Höhe von 3.283 Metern ist der Shiveluch der nördlichste aktive Vulkan Kamtschatkas. Er erhebt sich als isoliertes Massiv etwa 50 Kilometer nordöstlich der Ortschaft Kljutschi. Obwohl der Vulkan häufig der Zentralen Vulkangruppe Kamtschatkas zugerechnet wird, liegt er tatsächlich rund 70 bis 80 Kilometer nördlich der eigentlichen Vulkangruppe um Klyuchevskoy (auch Kljutschewskaja Sopka genannt), Kamen, Bezymianny, Tolbatschik und Uschkowsky. Aufgrund dieser räumlichen Nähe wird der Shiveluch dennoch häufig gemeinsam mit den Vulkanen der Zentralen Vulkangruppe überwacht.

Etwas abseits der Zentralen Vulkangruppe liegt der Krasheninnikov, der seit Anfang August vergangenen Jahres aktiv ist. Der Vulkan brach wenige Tage nach dem Megabeben vom 30. Juli aus, weshalb vielfach angenommen wird, dass das Erdbeben die Eruption ausgelöst hat. Bis heute ist der Vulkan effusiv tätig und hat einen mehrarmigen Lavastrom gefördert.