Shiveluch: Eruptionsserie Anfag April

Intensive Eruptionsserie erschüttert Shiveluch zum Monatsanfang – 10 VONA-Meldungen seit 1. April

In den letzten 2 Tagen wurden vom VAAC Tokio 10 VONA-Warnungen zum Shiveluch veröffentlicht, nach denen Vulkanasche bis auf mehr als 10 Kilometer Höhe aufsteigt. Der Warncode für den Flugverkehr steht weiterhin auf „Orange“, was auf eine erhöhte Aktivität mit potenziell gefährlichen Aschewolken für den Luftverkehr hinweist.

Shiveluch

Auslöser der Warnung ist eine anhaltende und teils intensivere Ascheemission, die auf Satellitenbildern deutlich erkennbar ist. Die Asche steigt bis in Höhen von rund 10 Kilometern auf und wird durch starke Winde in nordöstliche Richtungen transportiert. Dabei hat sich die Aschewolke bereits über große Distanzen ausgedehnt und reicht bis zu 500 Kilometer östlich des Vulkans.

Parallel dazu setzt sich das Wachstum des Lavadoms im Gipfelbereich fort. Dieser Prozess wird von kräftigen Gas- und Dampfausstößen begleitet und geht mit einer klaren thermischen Anomalie einher, die per Satellit nachgewiesen wurde. Solche Entwicklungen deuten auf eine anhaltende Zufuhr von Magma hin und erhöhen das Risiko plötzlicher, stärkerer Explosionen – insbesondere bei einem möglichen Kollaps von Teilen des Doms.

Insgesamt zeigt der Shiveluch derzeit eine dynamische und persistente Aktivitätsphase, in der sich effusive Prozesse (Domwachstum) und explosive Ereignisse (Ascheeruptionen) überlagern. Eine kurzfristige Abschwächung ist derzeit nicht erkennbar, weshalb die Situation weiterhin genau überwacht wird.

Shiveluch: Serie stärkerer Vulkanausbrüche

shiveluch

Shiveluch eruptiert in Serie – Vulkanasche in 11.000 m Höhe detektiert

Der russische Vulkan Shiveluch liegt auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka und ist seit dem späten Nachmittag des 27. März in einer Serie explosiver Eruptionen verstrickt, bei der Vulkanasche bis auf 11.000 m Höhe aufsteigt und vornehmlich in Richtung Süden driftet. Das VAAC Tokio brachte seit gestern 17:44 UTC 6 VONA-Meldungen zu den Aschewolken heraus. Das bedeutet nicht, dass es zu 6 Ausbrüchen kam, aber es ist so viel Asche in der Luft, dass der Flugverkehr wiederholt darüber gewarnt wurde.

Die Vulkanologen von KVERT setzten den Alarmstatus des Shiveluch auf „Orange“ und erklärten, dass es jederzeit zu Explosionen kommen kann, die Vulkanasche bis auf 12000 m aufsteigen lassen. Der Dom im Krater des Jungen Shiveluch wächst weiter, was von starken Gasemissionen begleitet wird. Der Dom wächst seit Jahresanfang besonders intensiv, was bei MIROVA an einer erhöhten Wärmestrahlung abzulesen ist. Aktuell bewegt sich die Leistung im einstelligen Bereich, aber es wurden in den vergangenen Wochen öfter mittelhohe Werte gemessen.

Lavadome sind oberflächlich zum größten Teil erkaltet und emittieren meistens nur eine geringe Wärmestrahlung, wenn überhaupt eine festzustellen ist. Sie wachsen praktisch von innen heraus, indem sich Lava von unten aus dem Förderschlot in den Dom hineinschiebt. Offen zutage tretende glühende Lava sieht man selten, dann meistens, wenn es zum Abbruch größerer Lavablöcke kommt.

Umso erstaunlicher ist es, dass auf Sentinel-Satellitenfotos (siehe oben) Mitte des Monats drei kleine Wärmeanomalien auf der Nordseite des Doms zu erkennen waren. Die originale Falschfarbendarstellung wurde durch KI korrigiert und nur die Wärmesignaturen blieben im Infrarotspektrum erhalten.

Anders sieht es derzeit am Krasheninnikov aus, einem weiteren aktiven Vulkan Kamtschatkas. Hier tritt Lava in Form von Lavaströmen offen zutage und fließt über die Ostflanke des Vulkans. Dabei wird eine hohe bis sehr hohe Wärmestrahlung emittiert. In der Anfangsphase der Eruption Anfang August war der Vulkan auch explosiv tätig und brachte Aschewolken hervor, doch dieser Teil der Aktivität scheint zu ruhen.

Shiveluch: Vulkanasche auf FL 320 löste VONA-Warnung aus

Stärkere Ascheeruption am Shiveluch – Vulkanasche in 9500 m Höhe detektiert

Heute Vormittag löste das VAAC Tokio eine VONA-Warnung für den Flugverkehr aus, nach der eine Aschewolke auf Flugfläche 320 detektiert wurde. Somit stieg die Asche bis auf eine Höhe von 9500 m über dem Meeresspiegel auf. Sie driftet mit einer Geschwindigkeit von fast 100 km/h nach Norden und breitete sich in kurzer Zeit auf eine Strecke von 250 Kilometern aus. Damit stellt die Aschewolke eine ernste Gefahr für den Flugverkehr dar. Der Alarmcode steht auf „Orange“. Ein neues VONA (Volcano Observatory Notice for Aviation) wird herausgegeben, wenn sich die vulkanischen Bedingungen deutlich ändern oder der Farbcode des Vulkans angepasst werden muss.

Shiveluch

Satellitenbeobachtungen, unter anderem vom Himawari-9, Sentinel und durch das KVERT, zeigen nicht nur eine Aschewolke, sondern auch eine anhaltende thermische Anomalie am Vulkan. Das Wachstum des Lavadoms setzt sich fort und wird von starken Gas- und Dampfausstößen begleitet. Erst Anfang des Monats wurde die Intrusion eines neuen Lavablocks gemeldet, die zu beschleunigtem Domwachstum führt.

Die Vulkanologen von KVERT schrieben in ihrem Update, dass jederzeit eine Explosion auftreten könnte, bei der Aschewolken bis auf 12 km Höhe gefördert werden könnten. Der Shiveluch bleibt somit für die Luftfahrt und die Umgebung potenziell gefährlich, während das Wachstum des Lava-Doms und die Emissionen weiterhin genau überwacht werden.

Beim Shiveluch handelt es sich um einen der aktivsten Vulkane der sibirischen Halbinsel Kamtschatka, der nördlich des Kamtschatka-Flusses unweit der zentralen Vulkangruppe liegt, zu der Klyuchevskoy und Bezymianny gehören. Während erstgenannter Vulkan aktuell relativ ruhig ist, wächst auch im Krater des Bezymianny ein Lavadom. Das Domwachstum wird – wie beim Shiveluch – von starken Entgasungen begleitet und es besteht die latente Gefahr stärkerer Explosionen und Kollaps-Ereignisse am Dom, die pyroklastische Ströme hervorrufen könnten.

Shiveluch: Aufnahmen zeigen Dom aus der Nähe

Bilder zeigen Lavadom am Shiveluch vom Kraterrand aus – Vulkanasche in FL 360

Eine aktuelle VONA-Meldung des VAAC Tokio (19. März 2026, 04:40 UTC) belegt, dass es erneut zu einer stärkeren Explosion am Shiveluch auf Kamtschatka gekommen sein muss. Demnach wurde gegen 03:20 UTC eine Aschewolke beobachtet, die bis in gut 11 Kilometer Höhe aufstieg (Flugfläche 360) und sich bei starkem Wind schnell mit einer Geschwindigkeit von 75 km/h nach Nordosten ausbreitete Die Satellitendaten bestätigen die Existenz dieser ausgedehnten Aschewolke, die eine Gefahr für den internationalen Flugverkehr darstellt.

Diese aktuelle Aktivität steht im Zusammenhang mit intensivem Domwachstum im Krater des Vulkans: Dort wächst derzeit ein neuer Lavablock am Lavadom, der nach der starken Explosion im Jahr 2022, bei der der ursprüngliche Dom ausgeblasen wurde, zu wachsen begonnen hat. Bemerkenswert und ein wenig verrückt ist, dass dieses Wachstum vor kurzem von Abenteurern dokumentiert wurde, die den Rand des Kraters bestiegen, der vom alten, ausgeblasenen Dom übrig geblieben ist. Die spektakulären, aber unter extrem riskanten Bedingungen entstandenen Aufnahmen zeigen, wie Lavabrocken vom Dom abbrechen und bis an die Basis des Kraters rollen. Dabei ziehen sie Ascheschleppen hinter sich her. Bei größeren Kollapsereignissen entstehen auf gleiche Weise pyroklastische Ströme.

Der neue Lavablock begann sich im Januar zu entwickeln und hat innerhalb weniger Wochen bereits einen zuvor entstandenen Dom übertroffen. Dieser Prozess verläuft typisch für silikatreiche Vulkane: Heiße Lava wird langsam nach oben gedrückt, bricht an der Spitze instabiler Strukturen ab und stürzt als glühende Lawine die Flanken hinab. Dabei entstehen regelmäßig Asche- und Gaswolken.

Gegenüber der Lokalpresse äußerte sich der professionelle Vulkanbeobachter Juri Demjantschuk – der für den Vulkanbeobachtungsposten in Klyutschi zuständig ist –, dass er von dem Vorhaben der beiden jungen Extremsportler wusste und sie gewarnt hätte, auf den Kraterrand zu steigen. Diese Warnung wurde ignoriert und er rechnete nicht damit, dass die beiden jungen Männer wiederkommen würden. Wären sie von einer der stärkeren Eruptionen, wie sie heute stattgefunden hat, erwischt worden, wäre das möglicherweise der Fall gewesen.

Obwohl man das Verhalten der beiden Sportler in Frage stellen kann, zeigt es aber, dass es a) noch Pioniergeist und Risikobereitschaft gibt und b) man auf Kamtschatka noch die Freiheit genießt, sein eigenes Leben in Gefahr bringen zu dürfen, ohne dass man gleich mit hohen Bußgeldern oder anderen Strafen belegt wird. Ein Hauch von Freiheit in einem totalitären Regime und etwas, das uns in unserer vielgelobten westlichen Demokratie zu denken geben sollte!

In den letzten Wochen hat sich die Aktivität weiter verstärkt. Explosionen treten häufig auf – teils täglich – und fördern Aschewolken, die Höhen von 7 bis 10 Kilometern erreichen können. Die jetzt gemeldete Eruption passt in dieses Muster zunehmender Instabilität des wachsenden Doms.

Shiveluch: Vulkanasche bis auf 10 km Höhe eruptiert

Anhaltende Serie starker Explosionen am Vulkan Shiveluch – Aschewolke erreicht über 10 Kilometer Höhe

Der Vulkan Shiveluch auf der russischen Halbinsel Kamtschatka befindet sich seit dem 13. März in einer Phase anhaltender explosiver Aktivität. Mehrere Explosionen haben in den vergangenen Tagen wiederholt Aschewolken generiert, die bis in große Höhen aufgestiegen sind und damit den internationalen Flugverkehr gefährden. VONA-Meldungen bestätigen ein Anhalten der Aktivität und Vulkanasche in 10.000 Metern Höhe

Am Montagabend meldete die Kamtschatka-Niederlassung des Vereinigten Geophysikalischen Dienstes der Russischen Akademie der Wissenschaften auf Grundlage von Satellitendaten einen erneuten starken Ausbruch. Demnach erreichte die Aschewolke eine Höhe von bis zu neun Kilometern. Das Kamtschatka-Vulkan-Einsatzteam (KVERT) berichtete, dass sich die Aschewolke in nordwestlicher Richtung in 10 Kilometern Höhe ausbreitete.

VONA

Gemäß der aktuellsten Vulkanasche-Warnmeldung des VAAC Tokio wurde in Satellitenbildern eine kontinuierliche Ascheemission beobachtet. Die Aschewolke stieg dabei bis auf Flugfläche FL340 auf – rund 10.400 Meter über dem Meeresspiegel. Die Wolke driftete mit etwa 60 Knoten (rund 110 km/h) nach Osten und wurde weit über den Nordpazifik verfrachtet.

Vulkanologen beobachten derzeit besonders den nördlichen Teil des Lavadoms des Vulkans. Dort wächst weiterhin ein neuer Lavablock. Nach Einschätzung von KVERT können jederzeit weitere explosive Ausbrüche auftreten, die Asche bis zu 12 Kilometer hoch ausstoßen könnten.

Aufgrund der erhöhten Aktivität gilt für den Vulkan derzeit die Flugwarnstufe Orange. Die Aschewolken könnten den regionalen und internationalen Luftverkehr gefährden und stellen insbesondere für die Triebwerke eine Gefahr dar.

Der Shiveluch ist der nördlichste aktive Vulkan Kamtschatkas und einer der größten der Region. Er liegt etwa 45 Kilometer vom Ort Kljutschi entfernt, der rund 5.000 Einwohner hat. Der stratovulkanische Komplex wird auf ein Alter von 60.000 bis 70.000 Jahren geschätzt und zählt zu den aktivsten Vulkanen des pazifischen Feuerrings.

Shiveluch eruptiert am 14. März Vulkanasche

Shiveluch weiter sehr aktiv – kontinuierliche Ascheemissionen bis auf über 8 km Höhe

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka ist der Shiveluch-Vulkan weiterhin sehr aktiv und stößt größere Mengen Vulkanasche aus. Laut einer aktuellen Meldung des Volcanic Ash Advisory Center Tokyo wurde am 14. März 2026 um 08:00 UTC eine ausgedehnte Aschewolke über dem Nordpazifik beobachtet. 

Thermische Anomalie. © Copernicus

Satellitenbilder der Wettersatelliten Himawari zeigen, dass Vulkanasche kontinuierlich aus dem Vulkan austritt. Die Aschewolke reicht vom Boden bis in eine Höhe von etwa Fluglevel 290, was rund 8,8 Kilometern über dem Meeresspiegel entspricht. Damit erreicht die Eruption eine Höhe, die für den internationalen Flugverkehr relevant ist und diesen gefährden könnte.

Zum Zeitpunkt der Beobachtung erstreckte sich die Wolke in einem großen Bogen nordöstlich des Vulkans über der Beringsee. Die gemessenen Koordinaten zeigen, dass sich die Asche über mehr als 730 Kilometer ausgebreitet hat. Der Wind transportierte das Material mit etwa 40 Knoten (rund 74 km/h) in Richtung Süd-Südosten.

Eine Prognose des VAAC geht davon aus, dass sich die Aschewolke im Laufe der folgenden Stunden weiter über dem Nordpazifik verlagert und ihre Ausdehnung beibehält. Die Vorhersage für sechs Stunden nach der Beobachtung zeigt eine weiterhin großflächige Wolke, die sich entlang der hochreichenden Luftströmungen nach Osten und Südosten verlagert.

KVERT berichtet von anhaltenden Eruptionen, thermischen Anomalien und starken Entgasungen, die vom Dom des Jungen Shiveluch ausgehen. Dort schiebt sich ein neuer Block Lava empor, der maßgeblich für die erhöhte vulkanische Aktivität verantwortlich ist. In solchen Phasen kann es nicht nur zu starken Explosionen kommen, sondern auch zu Kollapsereignissen und der Generierung pyroklastischer Dichteströme. Der Alarmstatus steht auf „Orange“

Der Shiveluch gehört zu den aktivsten Vulkanen der Kamtschatka-Halbinsel. Der Komplex ist bekannt für häufige explosive Eruptionen, die aus dem wachsenden Lavadom im Gipfelbereich hervorgehen.

Schiveluch eruptiert Vulkanasche auf FL 270

Stärkere Explosion fördert am Shiveluch Vulkanasche auf 8200 m Höhe

Gestern Abend kam es am Vulkan Shiveluch auf der russischen Halbinsel Kamtschatka zu einer explosiven Eruption. Nach Angaben des Kamchatka Volcanic Eruption Response Team (KVERT) begann die Explosion um 23:52 UTC und dauerte etwa 15 Minuten. Dabei wurde Vulkanasche bis in eine Höhe von 8 km über dem Meeresspiegel geschleudert. Die Höhe der Aschewolke wurde anhand von Videoaufnahmen und visuellen Beobachtungen bestimmt. Außerdem gab das VAAC Tokio eine VONA-Warnung für den Flugverkehr aus, nach der sich die Aschewolke auf Flugfläche 270 in Richtung Osten ausbreitet.

VONA

Der Vulkan befindet sich im Norden Kamtschatkas und erreicht eine Höhe von 3283 m über dem Meeresspiegel. Charakteristisch für Shiveluch ist ein großer Lavadom, dessen Höhe etwa 2500 m beträgt. Dieser Dom wächst derzeit weiter an. Das Wachstum geht mit intensiver Gas- und Dampfaktivität sowie mit wiederkehrenden Explosionen einher, die Asche und vulkanisches Material in die Atmosphäre befördern.

Während der Eruption wurde eine Aschewolke beobachtet, die sich zunächst etwa 10 km östlich des Vulkans ausbreitete. Satellitendaten bestätigten zudem eine thermische Anomalie am Vulkan, was auf weiterhin aktive magmatische Prozesse im Bereich des Lavadoms hinweist. Spätere Analysen der Vulkanasche durch das Tokyo Volcanic Ash Advisory Centre zeigten, dass sich die Aschewolke rasch weiter nach Nordosten verlagerte und von starken Höhenwinden erfasst wurde.

Aufgrund der anhaltenden Aktivität bleibt der Luftfahrtwarncode ORANGE bestehen. Dieser Status zeigt an, dass der Vulkan erhöhte Aktivität mit möglicher Ascheemission aufweist, die für den Flugverkehr gefährlich sein kann. Besonders internationale Flugrouten über dem Nordpazifik könnten betroffen sein, da Aschepartikel in großen Höhen Triebwerke beschädigen können.

Die Aktivität am Shiveluch wird weiterhin genau überwacht. KVERT weist darauf hin, dass weitere explosive Ereignisse mit Aschewolken bis in ähnliche Höhen jederzeit möglich sind, solange das Wachstum des Lavadoms anhält.

Shiveluch: Vulkanausbruch fördert Asche bis in 8500 m Höhe

Shiveluch wieder aktiv – Aschewolke in 8.500 m Höhe detektiert

Der russische Vulkan Shiveluch liegt auf der Halbinsel Kamtschatka und ist dort einer der aktivsten Vulkane, was er heute mit weiteren Eruptionen bewiesen hat. Laut dem VAAC Tokio – das in den letzten Stunden zwei VONA-Warnungen zu diesem Vulkan herausgegeben hat – stiegen Aschewolken bis auf eine Höhe von 8.500 m auf und drifteten mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h in Richtung Nordosten. Dabei verteilte sich die Asche über ein großes Gebiet und verursachte Ascheniederschlag.

Shiveluch
Shiveluch

Die erste VONA-Meldung wurde um 07:50 UTC herausgegeben, die zweite folgte um 12:00 UTC. Ob es zwei oder mehrere Eruptionen gegeben hat oder ob kontinuierlicher Ascheausstoß stattfand, ist aus den Meldungen nicht zu entnehmen.

Die Vulkanbeobachter von KVERT bestätigten anhaltendes Domwachstum mit starken Entgasungen und verhängten über den Shiveluch den Alarmstatus „Orange“.

Krasheninnikov fördert Lavaströme

Eine Stufe darunter liegt der Alarmstatus für den Krasheninnikov. Er steht also auf „Gelb“, obwohl der Vulkan reichlich Rotglut in Form von Lavaströmen erzeugt. Diese fließen nach wie vor in Richtung Osten und bilden, aus dem Weltall betrachtet, einen schönen Kontrast zum reinweißen Schnee. Dem Geologen verrät die Reinheit des Schnees, dass der Krasheninnikov zwar effusiv aktiv ist, in letzter Zeit jedoch keine Vulkanasche gefördert hat. Trotzdem gibt es bei KVERT eine Warnung für den Flugverkehr, da es nach Meinung der Vulkanologen jederzeit zu explosiven Eruptionen kommen könnte, die Vulkanasche bis in 6.000 m Höhe fördern könnten.

Krash
Krasheninnikov

Der Krasheninnikov brach nach fast 600-jähriger Ruhe Anfang August aus, kurz nachdem ein starkes Erdbeben den Südwesten Kamtschatkas erschüttert hatte. Auch vom Shiveluch gab es eine Reaktion auf das Erdbeben, doch da dieser Vulkan dauerhaft aktiv ist, könnte dies auch Zufall gewesen sein.

Die Erdbebenaktivität vor der Südwestküste Kamtschatkas ist nach der Serie starker Erdbeben und dem erwähnten Megabeben weiterhin von Nachbeben geprägt, von denen es täglich mehrere gibt. Die Magnituden liegen im oberen 4er-Bereich.

Shiveluch: Vulkanausbruch mit hoher Aschewolke

Erneut hohe Aschewolken am Shiveluch eruptiert – Satellitenfoto zeigt Schlagschatten der Eruptionswolke

Der russische Vulkan Shiveluch blieb auch in dieser Woche einer der aktivsten Vulkane der Welt und erzeugte mehrere hoch aufsteigende Aschewolken. So wurden in diesem Jahr bereits 44 VONA-Warnungen für den Flugverkehr ausgegeben, da die Asche selbst hoch fliegende Flugzeuge gefährden könnte. Heute Nacht erreichte die Aschewolke FL 290, also 29.000 Fuß, was in etwa 8800 m über dem Meeresspiegel entspricht. Die Aschewolke driftete nach Nordosten. Geschwindigkeitsangaben fehlten.

Shiveluch

Die Aschewolken entstehen explosiv und werden aus einem Förderschlot im Dom eruptiert. Sie stehen nicht mit pyroklastischen Strömen in Verbindung, wie ich in einem früheren Post spekuliert hatte. Ersichtlich wird das aus aktuellen Satellitenfotos, die bei schönstem Wetter aufgenommen wurden und eine unberührte Schneelandschaft am Vulkan zeigen, ohne Spuren etwaiger pyroklastischer Ströme. Auf einem Copernicus-Bild vom 5. Februar ist sogar eine Eruption nebst Schlagschatten zu sehen, was nicht häufig vorkommt. Im Infrarotspektrum erkennt man eine Wärmeanomalie, die vom Förderschlot ausgeht, was auf Schmelze hindeutet, die hoch im System steht, was bei einem eruptierenden Vulkan auch nicht weiter verwundert.

Die Vulkanologen von KVERT versorgen uns noch mit weiteren Informationen zum Vulkan: Ihren Angaben zufolge breitete sich die Vulkanasche gestern über eine Strecke von 980 Kilometern aus und man warnt vor weiteren Explosionen, bei denen die Aschewolken bis zu 10 Kilometer hoch aufsteigen könnten. Der Alarmstatus für den Flugverkehr steht auf „Orange“.  Es wird anhaltendes Domwachstum bestätigt.

Der Shiveluch ist ein 3283 m hoher komplexer Stratovulkan mit einer bewegten Vergangenheit, wie man an der hufeisenförmigen, nach Süden hin offenen Caldera ablesen kann, die von einem gewaltigen Kollaps mit Hangrutsch im Zuge einer starken Eruption zeugt. In dieser Caldera wächst der aktuell aktive Lavadom. Die Staukuppel befindet sich fast 800 m unterhalb des höchsten Calderarandes, genauer auf 2500 m Höhe. Der im letzten Jahr noch aktive Dom im alten Bereich des Shiveluch scheint seine Aktivität inzwischen eingestellt zu haben.