Schlammvulkane

Schlammvulkane bauen sich kleine Kegel aus Schlamm auf und haben nur selten etwas mit dem eigentlichen, heißen Vulkanismus, zu tun. Anders als bei Vulkanen steigen hier verschlämmte Sedimente auf, die viele Tonminerale enthalten. Da der Schlamm aufgrund des Dichteunterschiedes leichter als das umgebende Gestein ist, steigt er entlang von Rissen auf. Methan-Gas dient als weiterer Fördermechanismus. Schlammvulkane finden sich oft in der Nähe von Erdöllagerstätten, oder am Meeresgrund. Gelegentlich wird, soviel Methan gefördert, dass es sich entzündet. Solche Schlammvulkane findet man in Aserbaidschan. Auf Java wurde bei einer Erdölbohrung ein künstlicher Schlammvulkan erzeugt. Er pumpt, soviel Schlamm an die Oberfläche, dass schon mehrere Ortschaften im Schlamm versunken sind, sämtliche Bemühungen den Schlammvulkan abzudichten sind fehlgeschlagen. Auch in Europa gibt es Schlammvulkane. Die bekanntesten liegen in den rumänischen Kaparten. Die Bilder hier wurden in einem Naturschutzgebiet bei Nirano, südlich der italienischen Stadt Modena gemacht.

 






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