
Steckbrief:Tambora
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Lage: 8°15'S 118°0'E, Indonesien, Sumbawa Höhe: 2851 m Art: Stratovulkan Typ: Inselbogen-Vulkanismus Petrographie: Trachyandesit, Basalt Ausbruchsart: Sub-Plinianisch Letzter Ausbruch: 1967 |
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der 1816 weite Teile von Nordamerika und Europa im Griff hatte und durch den Ausbruch ausgelöst wurde. Asche und Schwefelsäure-Aerosole verteilten sich global und ließen die globalen Durchschnittstemperaturen im Folgejahr der Eruption um 3 °C sinken. Chaotische Wetterverhältnisse, Missernten und dadurch bedingte Hungersnöte waren die Folgen. Das Jahr 1816 ging als "Das Jahr ohne Sommer" in die Analen der Geschichtsbücher ein.
Der katastrophale Ausbruch ereignete sich nicht ohne Vorwarnungen und es ist unklar, warum die Menschen die Gegend um den Vulkan nicht verließen.
Erste Eruptionen ereigneten sich bereits 1812. Am 5. April 1815 trat der Tambora dann in eine neue Eruptionsphase ein. In der Literatur werden die ersten Eruptionen als mittelstark beschrieben. Sie waren aber immerhin so stark, dass die Einwohner im 1260 km entfernten Batavia (dem heutigen Jakarta) Explosionen hörten. Ein Tag später kam es zu ersten Ascheniederschlägen auf Ostjava. Die Stärke der Eruptionen steigerte sich. Am 10. April wurden große Mengen an Bims ausgeworfen und Augenzeugen berichteten von 3 Flammensäulen, die sich am Himmel vereinten. Am späten Abend des gleichen Tages entstanden multiple pyroklastische Ströme, die
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sich in allen Richtungen ausbreiteten und das Dorf Tambora zerstörten. Als die Magmakammer entleert war stürzte der Gipfel des 4300 m hohen Vulkans ein. Die dadurch entstanden Flutwellen zerstörten die Küsten von Flores und Timor. Die heutige Höhe des Tambora beträgt nur noch 2851 Meter. Die finalen Detonationen waren noch auf Sumatra zu hören, in mehr als 2600 km Entfernung! Die Energie, die bei den Eruptionen freigesetzt wurde entsprach dem 170.000-fachen der Hiroshima-Atombome. Die atmosphärischen Druckwellen wurden noch in 15.000 km Entfernung registriert. Am 16. und 17. April regnete es in Batavia Asche und es roch nach Salpeter. In den Folgetagen endete die Eruption. Sie hinterließ eine total verwüstete Insel, auf der sämtliche Menschen starben. |